Eisenach Arbeitsagentur: Krise in der Autobranche kann sich auf andere Wirtschaftszweige ausweiten

Mit 8,5 Prozent ist die Eisenacher Arbeitslosenquote inzwischen die zweithöchste in Thüringen - nach Gera. Spürbar ist besonders die Krise der Automobil- und Zulieferbranche.

Fahnen der Agentur für Arbeit
Schon 2019 sank die weltweite Autonachfrage. Die Corona--Krise hat die Situation verschärft. Bildrechte: dpa

Die Arbeitsagentur sieht die gestiegenen Arbeitslosenzahlen in Eisenach mit großer Sorge. Die Krise in der Auto- und Zulieferbranche könne sich auch auf andere Branchen und Regionen auswirken, sagte Sprecher Mario Greiner.

Mit 8,5 Prozent ist die Eisenacher Arbeitslosenquote inzwischen die zweithöchste in Thüringen nach Gera. Eisenach gelte mit seiner Wirtschaftsstruktur als ein Frühindikator, sagte Greiner: Wenn es hier aufwärts oder abwärts geht, folge der Rest des Landes meist etwas später nach.

IG Metall: Zweites Standbein für Westthüringen

Ähnlich sieht es Wigbert Kraus von der IHK Eisenach. Die Thüringer Auto- und Zulieferbranche macht seinen Angaben zufolge in der Wartburgregion 50 Prozent ihres gesamten Umsatzes. Das geplante Mobilitätszentrum des Bundes wünscht er sich deshalb in dieser Region - um den Strukturwandel zu unterstützen. Außerdem müssten sich die Unternehmen breiter aufstellen.

Mehr Aufmerksamkeit und Hilfe des Landes sowie ein zweites industrielles Standbein für Westthüringen fordert bereits seit längerem die IG Metall in Eisenach. Geschäftsführer Uwe Laubach brachte dafür das Recycling von Batterien ins Spiel. Darin sieht auch der Zulieferer-Verband Automotive Thüringen eine Chance für die Region.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. August 2020 | 08:00 Uhr

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