Eine Linde steht an einem ehemaligen Grenzweg bei Geisa an der Landesgrenze zu Hessen in der Rhön.
Eine Linde steht an einem ehemaligen Grenzweg bei Geisa an der Landesgrenze zu Hessen in der Rhön. Bildrechte: dpa

Eisenach "Grünes Band" soll Weltkulturerbe werden

Alle zwei Jahre steht das "Grüne Band" im Zentrum lebhafter Diskussionen. In diesem Jahr treffen sich die Teilnehmer einer Konferenz auf der Wartburg in Eisenach. Dort soll debattiert werden, wie das "Grüne Band" in jedem der 24 teilnehmenden Länder aus Europa geschützt werden kann.

Eine Linde steht an einem ehemaligen Grenzweg bei Geisa an der Landesgrenze zu Hessen in der Rhön.
Eine Linde steht an einem ehemaligen Grenzweg bei Geisa an der Landesgrenze zu Hessen in der Rhön. Bildrechte: dpa

Das sogenannte "Grüne Band" durch Europa soll Weltkulturerbe werden. Auf dieses Ziel haben sich die Teilnehmer einer vom Bund für Umwelt und Naturschutz organisierten Konferenz in Eisenach geeinigt. Auf der Wartburg  diskutieren bis Donnerstag über 100 Teilnehmer aus 24 europäischen Ländern nicht nur um den ehemaligen Todestreifen an der innerdeutschen Grenze. Thema ist auch die Zukunft des ehemaligen Grenzstreifens zwischen Ost und Westeuropa.

Vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer

Mehrere Menschen sitzen an Tischen in Reihen und schauen nach vorn.
Teilnehmer auf der Wartburg. Bildrechte: MDR/Heidje Beutel

Konkretes Ziel der Naturschutzinitiative ist zunächst eine 12.500 Kilometer lange grüne Lebenslinie mitten durch Europa. Diese soll vom Eismeer im Norden bis zum Schwarzen Meer an die Grenze zur Türkei führen. Auch gehe es darum, wie der Streifen in jedem Land am besten geschützt werden kann. Die Konferenz findet alle zwei Jahre in einem anderen Land Europas statt. Thüringen wurde ausgewählt, weil die Rot-Rot-Grüne-Landesregierung noch in diesem Jahr den Thüringer Abschnitt zum Nationalen Naturmonument erklären will.

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) bezeichnete den Artenreichtum am "Grünen Band" als phänomenal. Neben dem Umweltgedanken könne das Gebiet aber gerade im kommenden 30. Jahr nach der friedlichen Revolution auch als Mahnmal dienen, sagte die Ministerin vor der Konferenz. Das "Grüne Band" Europa hat eine Gesamtlänge von 12.500 Kilometer.

BUND lobt Thüringen

Wie Hubert Weiger vom BUND sagte, kann von den Plänen für das "Grüne Band" auch ein positives Signal für das Zusammenwachsen Europas ausgehen. Der BUND-Vorsitzende lobte Thüringen als Vorreiter in Sachen "Grünes Band". Die Landesregierung habe wichtige Voraussetzungen für den ökologischen und historischen Erhalt des ehemaligen Grenzstreifens geschaffen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit vom Tag | 16. Oktober 2018 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2018, 13:07 Uhr

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