Automobilzulieferer Mitec in Eisenach
Automobilzulieferer Mitec in Eisenach Bildrechte: MDR/Heidje Beutel

Eisenach Mitec trennt sich von 150 Beschäftigten

Der Automobilzulieferer Mitec in Eisenach entlässt zum 1. Februar 150 Beschäftigte. Sie wechseln nun in eine Transfergesellschaft. Das Unternehmen hatte im November 2018 Insolvenz angemeldet.

Automobilzulieferer Mitec in Eisenach
Automobilzulieferer Mitec in Eisenach Bildrechte: MDR/Heidje Beutel

Der Automobilzulieferer Mitec in Eisenach entlässt zum 1. Februar 150 Beschäftigte. Wie Uwe Laubach von der Gewerkschaft IG Metall sagte, können sie ab kommenden Freitag in eine Transfergesellschaft wechseln. Dort erhielten sie zunächst für ein halbes Jahr 80 Prozent des bisherigen Einkommens.

Die Beschäftigten seien seit Montagmorgen auf Betriebsversammlungen über die Entlassungen informiert worden. Sie seien danach von ihren Vorgesetzten benachrichtigt und nach Hause geschickt worden. Die Transfergesellschaft soll die Mitarbeiter qualifizieren und ihnen neue Jobs vermitteln. Bereits am Dienstag soll es dazu erste Informationen geben.

"Die Betroffenheit ist groß"

Schon im vergangenen Jahr hatten 120 Mitec-Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren. Uwe Laubach von der IG Metall sagte, die Beschäftigten hätten nicht damit gerechnet, dass es jetzt noch einmal so viele seien. Die Betroffenheit sei groß.

Mitec hatte im November 2018 Insolvenz angemeldet, weil zu wenige Produkte verkauft wurden. Nach Angaben von Laubach haben alle Hauptkunden ihre Aufträge drastisch reduziert. Als weiteren Grund hatte das Unternehmen den verlorenen Prozess gegen Ford genannt. Mitec hatte auf mehrere Millionen Euro gehofft.

Mitec beschäftigte zuletzt noch 640 Mitarbeiter, vor einem Jahr waren es knapp 800. Im Zuge der Restrukturierung hatte das Unternehmen Entlassungen bereits angekündigt und als "unvermeidlich" bezeichnet.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 28. Januar 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Januar 2019, 20:21 Uhr

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1 Kommentar

29.01.2019 16:56 Rumohr 1

Diese Nachricht ist eine traurige für die betroffenen Mitarbeiterinnen und für Eisenach. Möge noch ein Ausweg aus dieser Lage gefunden werden. Vor allem verliert nicht den Mut!

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