Säbelrasseln beim Autohersteller Mögliche Kündigungen bei Opel: IG Metall fordert Vertragstreue

In einem internen Schreiben schließt Opel betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Das stellt laut IG Metall den Tarifvertrag in Frage. Deshalb fordert die Gewerkschaft nun Vertragstreue.

Opel-Werk in Eisenach
Autoproduktion im Opel-Werk Eisenach (Archivbild). Bildrechte: imago/Bild13

Nachdem Opel in einem internen Schreiben betriebsbedingte Kündigungen in Betracht zieht, fordert die IG Metall nun vom Autobauer Vertragstreue. Die Gewerkschaft wertet das Verhalten als Drohung. Nach MDR THÜRINGEN-Informationen ist das Eisenacher Werk von den betriebsbedingten Kündigungen nicht betroffen. In Eisenach gibt es derzeit genug Arbeit – der Grandland X soll sich gut verkaufen. Opel möchte vor allem in Rüsselsheim Personal abbauen.

Eigentlich waren betriebsbedingte Kündigungen bis Mitte 2025 in einem Zukunftstarifvertrag ausgeschlossen worden. Doch haben sich nach Angaben des Unternehmens bisher erst 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereit erklärt, über Programme wie Altersteilzeit oder Abfindungen vorzeitig zu gehen. Opel hatte auf mehr als 2.000 gehofft. Nun sucht das Unternehmen nach Alternativen, verweist auf den hohen Druck durch die aktuelle Lage - und kündigt an, auch betriebsbedingte Kündigungen zu prüfen. Die IG Metall reagiert empört: Wer Tarifverträge in Frage stellt, spielt mit dem Feuer, sagt Bezirksleiter Jörg Köhlinger. Sie seien für schwierige Situationen gemacht und könnten nicht nach Belieben in Frage gestellt werden.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/the

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. September 2020 | 15:00 Uhr

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