Eisenach Rosskastanie an der Nikolaikirche gefällt

Nach jahrelangem Tauziehen ist eine alte Rosskastanie an der Nikolaikirche in Eisenach gefällt worden. Hintergrund ist die notwendige Sanierung einer angrenzenden Stützmauer. Damit wäre laut Stadtverwaltung ein massiver Eingriff in das Wurzelwerk des Baumes notwendig gewesen. Ein Gutachter hatte empfohlen, stattdessen einen neuen Baum zu pflanzen.

Ein Mann steht auf einer Hubbühne und sägt Äste von der Rosskastanie an der Nikolaikirche in Eisenach.
Am Donnerstagmorgen begannen Mitarbeiter des Grünflächenamtes damit, die Äste des rund 100 Jahre alten Baumes abzusägen. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Ein Mann steht auf einer Hubbühne und sägt Äste von der Rosskastanie an der Nikolaikirche in Eisenach.
Am Donnerstagmorgen begannen Mitarbeiter des Grünflächenamtes damit, die Äste des rund 100 Jahre alten Baumes abzusägen. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Die meisten Äste der Rosskastanie an der Nikolaikirche in Eisenach sind abgesägt.
Oberbürgermeisterin Katja Wolf begründete die Entscheidung vor allem mit der Sicherheit von Fußgängern und Autofahrern im Bereich des Nikolaitors. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Ein Mann sammelt Aststücke vom Boden auf.
Der Schredder steht schon im Hintergrund bereit. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Der Stamm der Rosskastanie an der Nikolakirche in Eisenach ohne Äste
Nach und nach wurde der Baum in Stücke gesägt. Laut Stadtverwaltung wäre sein Wurzelwerk durch eine notwendige Sanierung einer angrenzenden Stützmauer schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Bildrechte: MDR/Ruth Breer
Ein Mann auf einer Hubbühne stößt ein abgesägtes Stammstück von einem Baum
Ein Baumgutachter hatte der Kastanie eine Lebensdauer von maximal 15 bis 20 Jahren bescheinigt. Den finanziellen und technischen Aufwand, den Baum trotz der Bauarbeiten zu erhalten, bezeichnete er als "wirtschaftlich unsinnig". Der Gutachter empfahl der Stadt, einen neuen Baum zu pflanzen, der dem Standort besser angepasst sei. Bildrechte: Stadtverwaltung Eisenach/Pressestelle
Stücke eines Baumstammes fliegen zu Boden
In Eisenach war seit fünf Jahren um den Erhalt der Rosskastanie gestritten worden. Kritik kam am Donnerstag aus der SPD-Stadtratsfraktion: Der Gutachter habe sich mündlich ganz anders geäußert, hieß es. Man fühle sich hinters Licht geführt. Jetzt sollen die Arbeiten an der Stützmauer ausgeschrieben und bis Jahresende abschlossen werden. Bildrechte: Stadtverwaltung Eisenach/Pressestelle
Alle (6) Bilder anzeigen

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Ramm am Nachmittag | 27. Februar 2020 | 17:41 Uhr

Ein Mann auf einer Hubbühne stößt ein abgesägtes Stammstück von einem Baum
Ein Baumgutachter hatte der Kastanie eine Lebensdauer von maximal 15 bis 20 Jahren bescheinigt. Den finanziellen und technischen Aufwand, den Baum trotz der Bauarbeiten zu erhalten, bezeichnete er als "wirtschaftlich unsinnig". Der Gutachter empfahl der Stadt, einen neuen Baum zu pflanzen, der dem Standort besser angepasst sei. Bildrechte: Stadtverwaltung Eisenach/Pressestelle

Mehr aus der Region Eisenach - Gotha - Bad Salzungen