ÖPNV Bus-Linienverkehr in Stadt und Kreis Gotha neu vergeben

Der Landkreis Gotha hat den Bus-Linienverkehr im Kreis und der Stadt Gotha zum 1. Juli 2019 neu vergeben. Wie das Landratsamt am Montag mitteilte, hat eine Bietergemeinschaft aus den vier regionalen Busunternehmen Wollschläger, Lorenz, Büchner und Gessert den Zuschlag für zehn Jahre erhalten. Diese Unternehmen bedienen bereits heute einen Teil der Linien in Stadt und Kreis.

Laut Landratsamt sieht das Angebot vor, dass die Unternehmen der Bietergemeinschaft ab 1. Januar 2020 ausschließlich barrierefreie Busse einsetzen. Es sei geprüft worden, ob die Unternehmen ihr Personal nach Tarif bezahlen und das Angebot insgesamt wirtschaftlich sei. Jana Glaser, Geschäftsführerin der Firma Wollschläger, sagte MDR THÜRINGEN, die Unternehmen der Bietergemeinschaft müssten für den Linienverkehr neue Busse anschaffen. Wieviele Fahrzeuge notwendig sind, werde jetzt durchgerechnet.

Aktueller Auftragnehmer RBA kommt nicht zum Zuge

Die übrigen Linien im Kreis und in der Stadt Gotha werden derzeit von drei anderen Unternehmen gefahren, darunter von der Firma Regionalbus Arnstadt GmbH (RBA). Dieses Unternehmen hatte sich ebenfalls bei der Ausschreibung beworben. "Wir sind nicht zum Zuge gekommen", sagte RBA-Geschäftsführer Knut Gräbedünkel MDR THÜRINGEN. "Die Konkurrenz hat offenbar ein deutlich preiswerteres Angebot abgegeben."

Der Auftrag im Nachbarkreis Gotha war den Arnstädtern wichtig, da der RBA bis vor kurzem der "Heimatmarkt" wegzubrechen drohte: Das Unternehmen betreibt heute noch den Bus-Linienverkehr in Arnstadt und im nördlichen Ilm-Kreis. Doch der Kreis will den gesamten Bus-Linienverkehr in die eigene Hand nehmen und hat dafür einen privaten Konkurrenten der RBA in Ilmenau erworben. Der Plan von Landrätin Petra Enders sieht vor, diese Gesellschaft ab Juli 2019 mit dem Linienverkehr im gesamten Kreisgebiet zu betrauen.

Im Ilm-Kreis ist "Kommunalisierung" des Busverkehrs offen

Diesen Plan jedoch hat erst vor wenigen Tagen das Oberlandesgericht Jena durchkreuzt. Das Gericht rügte letztinstanzlich das Ausschreibungsverfahren des Kreises als nicht vereinbar mit dem EU-Wettbewerbsrecht. Das Gericht entschied in dem Rechtsstreit vorerst noch nicht, forderte jedoch den Kries und die RBA auf, sich außergerichtlich zu einigen. "Wir warten auf eine Kontaktaufnahme", sagte Gräbedünkel am Montag.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. November 2018 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. November 2018, 15:53 Uhr

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