Friemar Autofahrer durchbricht Feuerwehr-Absperrung und beschädigt Schläuche

Nicht nur dreist, sondern auch gefährlich: Bei einem Brand in Friemar im Landkreis Gotha hat ein Autofahrer die Absperrung der Feuerwehr durchbrochen und deren Schläuche mit seinem Wagen beschädigt.

Vier rote Feuerwehrfahrzeuge stehen in der Ortsdurchfahrt Molschleben
Bei Feuerwehreinsätzen gilt: Unbeteiligte müssen genug Platz für die Helfer lassen. Bildrechte: MDR/Freiwillige Feuerwehr Molschleben

Steffen Faßbender von der Freiwilligen Feuerwehr Molschleben sagte, das Auto sei auch durch Handzeichen nicht zu stoppen gewesen. Es fuhr bei dem Brand am Montag über einen Feuerwehrschlauch, der an der Kupplung platzte. Die verbundenen Schläuche hatten Wasser vom Hydranten zu den Löschschläuchen geleitet. "Eine solche Respektlosigkeit geht gar nicht, allein schon wegen der Eigensicherung der Retter", sagte Feuerwehr-Chef Faßbender. Seine Kameraden hätten sich aber das Kennzeichen für eine Anzeige bei der Polizei gemerkt.

Auch der Molschlebener Bürgermeister Marcel Struppert zeigte sich empört. Wegen des Vorfalls müssten zwei neue Feuerwehrschläuche angeschafft werden, sagte er MDR THÜRINGEN. Er will nach eigenen Worten noch am Mittwoch alle Daten der Polizei übergeben und Anzeige erstatten.

Ein geplatzter Feuerwehrschlauch aus dem Wasser herausläuft
Der Autofahrer beachtete die Absperrung an der Einsatzstelle nicht - und fuhr auch noch über einen Feuerwehrschlauch, so dass dieser an der Verbindungsstelle platzte. Bildrechte: MDR/Freiwillige Feuerwehr Molschleben

Richtiges Verhalten während eines Feuerwehr- oder Rettungseinsatzes

  1. Eigenschutz: Bringen Sie sich und andere in Sicherheit.
  2. Beachten Sie Absperrungen - zum Schutz der Feuerwehrleute, Polizisten und anderen Helfer sowie deren Ausrüstung.
  3. Halten Sie genügend Abstand und lassen Sie so viel Platz, dass auch ein Rettungshubschrauber landen kann - 50 Meter Abstand sollten es sein.
  4. Filmen und fotografieren Sie nicht - aus Rücksicht auf die Retter, Opfer und Angehörige.
  5. Respektieren Sie die Einsatzkräfte und gefährden Sie nicht deren Versorgung.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten für Westthüringen | 13. März 2019 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2019, 11:36 Uhr

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17 Kommentare

14.03.2019 14:01 Rumsdibums 17

Für alle weiteren Anfragen möchte ich an dieser Stelle zum Selbststudium der entsprechenden Fachliteratur ermutigen :)

MDR THÜRINGEN/ls:
Dies bitten wir nun auch als Schlusswort der Fachdiskussion zu betrachten. Wir freuen uns über weitere Beiträge zum Kern des Themas.
Freundliche Grüße aus der Online-Redaktion

14.03.2019 13:57 Rumsdibums 16

@martin: Dann den Zug mit Flatterband und Handzeichen stoppen.

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