Gotha Neues Forschungsprojekt untersucht Herkunft 30 menschlicher Schädel

Die Herkunft von 30 menschlichen Schädeln wird im Zuge eines Forschungsprojekts der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha untersucht. Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg hat den Antrag genehmigt. Die Schädel stammen aus dem heutigen Indonesien und wurden in den Jahren 1864 bis 1880 von Reisenden mitgebracht und in die Stiftung aufgenommen.

Mithilfe von Historikern, Anthropologen und Interessenvertretern soll nun die Herkunft der Schädel untersucht werden. Im Zuge des Projektes sollen auch Hintergrundfragen geklärt werden, die mit den Funden im Zusammenhang stehen. Unter anderem interessiert die Forscher, wie die Menschen gelebt haben, weshalb sie gestorben sind und wer die Funde damals nach Gotha gebracht hat.

Ein junger Mann hat einen Schädel in den Händen
Ein neues Forschungsprojekt untersucht die Herkunft 30 menschlicher Schädel. (Symbolbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha kooperiert mit einem Institut in Indonesien. Der Ethnologe und Forscher am Institut für Sozialanthropologie in Bern, Adrian Lindner, wird als Bindeglied zwischen den Instituten fungieren.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jni

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 22. Oktober 2020 | 18:30 Uhr

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