Umsiedlung in den Bärenpark Ohrdrufer Hybrid-Wölfe noch in Freiheit

Die sechs Hybrid-Wölfe auf dem Truppenübungsplatz in Ohrdruf sind offenbar noch immer in Freiheit. Das bestätigte indirekt der Bärenpark Worbis, wo bis jetzt noch keine Wölfe angekommen sind. Parkleiter Ralf Wettengel sagte MDR THÜRINGEN, Tag und Nacht könnte der Park angerufen werden, um eingefangene Wölfe sofort zu empfangen. In die Fangaktion selbst seien sie nicht eingebunden. Trotz mehrfacher Nachfrage wollte sich das zuständige Thüringer Umweltministerium nicht äußern. Ein Sprecher sagte, über Zwischenschritte wolle das Ministerium nicht informieren.

Wolf läuft in Fotofalle
Mit einer Fotofalle gelangen Aufnahmen der Tiere. Bildrechte: NABU Thüringen

Mit dem Einfangen ist das sächsische Lupus Institut beauftragt. Zwischen 2003 und 2013 wurden in Sachsen insgesamt 12 Wölfe eingefangen und mit einem Senderhalsband ausgestattet. Die notwendigen Genehmigungen für Ohrdruf liegen seit längerer Zeit vor. Vor knapp zwei Wochen soll mit der streng geheimen Fang-Aktion begonnen worden sein. Die Jagd könnte sich als schwierig gestalten. Wölfe seien sehr schlau und vorsichtig, sagte Wettengel.

Im November hatte das Umweltministerium bekanntgegeben, dass die sechs Hybrid-Wölfe rund um den Ohrdrufer Truppenübungsplatz in den Bärenpark Worbis umgesiedelt werden sollen. Für die sechs Mischlinge ist in Worbis ein 1,5 Hektar großes Gehege vorbereitet worden. Wettengel und seine Mitarbeiter freuen sich nach eigenen Angaben auf die Jungtiere, weil sie keine Gehegewölfe seien. Die Mutter der Tiere soll eingefangen werden und ein Ortungssender erhalten. Sie soll später wieder in ihrem Revier in Ohrdruf freigelassen werden.

Für das Einfangen der Jungtiere hat das Lupus Institut laut bisherigen Plänen des Umweltministeriums bis Ende Februar Zeit. Sollten die Tiere bis dahin nicht gefangen worden sein, wird als Alternative auch ihre Tötung erwogen. Das Ministerium will verhindern, dass sich die Hybride eigene Reviere suchen und sich vermehren.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. Dezember 2017 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Dezember 2017, 20:37 Uhr

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14 Kommentare

24.12.2017 13:37 Petra Stein 14

@Dorfbewohner

Ich hatte mich lediglich auf die Situation in Ohrdruf bezogen (wo eine Wölfin Revier bezogen hat) und daher Hybridnachwuchs wahrscheinlich wird. Diese Warnung wurde schon lange vorher von Experten geäußert.
Eine brandenburgische Quelle, die man im Internet finden kann, bietet ein Foto mit dem wildernden Hund auf dem Übungsplatz (vor den Hybriden). Mich wundert, dass das von Seiten der Jäger so durchgegangen ist - unabhängig von der Wölfin.
Auch Ihnen ein schönes Fest.

24.12.2017 11:51 Dorfbewohner 13

(...Teil 2...)
Ich meinte Ihre spezielle Fachaussage “...falls das nicht möglich ist, erschossen werden. Wenn Sie mir jetzt mit "das arme Tier kommen…”...

Ob es Hybridnachwuchs gibt, weiß man doch erst dann, wenn er gesichtet ist oder?
Man müßte folglich mit einer Armee die deutsche Natur leer schießen, um Hybridnachwuchs zu verhindern oder eben später, wenn er gesichtet ist?
Und damit keine weiteren Hundeähnliche auf deutsches Gebiet gelangen, Grenzzäune errichten….

So langsam wird es bezüglich Wolf unsachlich...oder?

Ihnen ein frohes Fest!

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