Tourismus Zehn Jahre Geopark Inselsberg-Drei Gleichen: Betreiber zufrieden

Zehn Jahre nach dem Start des Nationalen Geoparks Inselsberg - Drei Gleichen haben die beteiligten Gemeinden eine positive Bilanz gezogen. Der Geopark habe große touristische Kraft entwickelt, sagte der Bürgermeister von Friedrichroda, Thomas Klöppel. Nach seinen Angaben sind bisher etwa vier bis fünf Millionen Euro investiert worden.

Dafür entstanden beispielsweise 17 sogenannte Georouten. Diese Wanderwege verbinden geologisch interessante Punkte, die mit Schautafeln und auf Flyern erklärt werden. Am bekanntesten sind der Saurierpfad zwischen Georgenthal und Tambach-Dietharz und der "Geo- und Genussweg" zwischen Arnstadt und Holzhausen. Außerdem stellen zwölf Geoinformationszentren in der Region zwischen Ruhla und Crawinkel die geologischen Besonderheiten vor. Zwei weitere sind mit Ausstellungen im Aussichtsturm auf dem Inselsberg und im Ohrdrufer Schloss Ehrenstein geplant. Die Fläche des Geoparks ist in den vergangenen Jahren von 530 auf 690 Quadratkilometer gewachsen.

Mehrere Bürgermeister stehen vor der Schutzhütte Neue Ausspanne bei Tambach-Dietharz.
Bilanz in der neuen Ausspanne bei Tambach-Dietharz: Sylvia Reyer-Rohde vom Geopark-Management-Büro, Thomas Klöppel (Bürgermeister Friedrichroda), Florian Meusel vom Naturpark Thüringer Wald, Ralf Holland-Nell (Bürgermeister Floh-Seligenthal), Frank Ritter (Hauptamtsleiter Tambach-Dietharz), Jens Leffler (Bürgermeister Drei Gleichen) (v.l.) Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Im Jahr 2021 hofft Klöppel auf die Aufnahme als UNESCO Global Geopark. Die Zertifizierungskommission mit Fachleuten aus Kanada und Griechenland hat den Park bereits besucht und hatte noch kleinere Nachbesserungen angemahnt, wie zweisprachige Informationen und einheitliche Karten.

Voraussetzung für die internationale Anerkennung sei die bedeutende Ursaurierfundstätte Bromacker bei Tambach-Dietharz, sagte Sylvia Reyer-Rohde vom Geopark-Management-Büro. Sie verwies auf das Kooperationsprojekt, mit dem die Ausgrabungen am Bromacker wieder aufgenommen werden sollen. Beim Bundesforschungsministerium sind sechs Millionen Euro Förderung für einen Zeitraum von fünf Jahren beantragt worden. Partner in diesem Projekt sind das Berliner Museum für Naturkunde, die Humboldt-Universität Berlin, das Museum der Natur Gotha und die Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Ramm am Nachmittag | 22. März 2019 | 16:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. März 2019, 19:25 Uhr

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