Kreis Gotha Erneut zwei Schafe bei Ohrdruf gerissen

Am Truppenübungsplatz Ohrdruf im Landkreis Gotha sind in der Nacht zum Mittwoch erneut Tiere gerissen worden. Der Landesverband Thüringer Schafzüchter bestätigte MDR THÜRINGEN zwei weitere Schafe, die getötet wurden - möglicherweise von einem Wolf. Damit hat sich die Zahl der getöteten Schafe und Ziegen in den vergangenen sechs Wochen auf über 50 Tiere erhöht. Der betroffene Schäfer soll zwei Herdenschutzhunde im Einsatz haben und einen extra hohen Elektrozaun benutzen. Die genetischen Spuren werden derzeit im Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen (Südhessen) ausgewertet.

Ein Wolf
Erneut Schafe gerissen: War es ein Wolf? Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Seit Juli häufen sich im Gebiet um den Truppenübungsplatz Angriffe auf Schafe und Ziegen. In dem Gebiet lebt eine Wölfin, die Region ist offiziell als Wolfsgebiet ausgewiesen. Allerdings ist es auch möglich, dass durchziehende Wölfe die Nutztiere gerissen haben. Laut Ministerium wurden bis jetzt 50 Tiere totgebissen oder mussten wegen schwerer Bissverletzungen getötet werden. Bei vier Vorfällen wurde ein Wolf als Verursacher bestätigt.

Der Übungsplatz in Ohrdruf war im Juni 2015 als erstes Wolfsgebiet Thüringens ausgewiesen worden. Es umfasst einen Radius von 30 Kilometern um das Zentrum des Übungsplatzes. Tierhalter in diesem Areal erhalten vom Land finanzielle Hilfen für Schutzvorrichtungen wie Zäune oder Hunde.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 30.08.2017 | 14:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 30. August 2017, 13:40 Uhr

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3 Kommentare

31.08.2017 11:15 Ilona Hörchner 3

Es ist eine unsagbare Tierquälerei die hier stattfindet.
Wer das für gut befindet kann kein Tierfreund sein und hat auch keinerlei Tiere.
Ersetzen der Tiere ist keine Lösung.
Die Wölfe haben immer Hunger und wer will die Tiere für die Wölfe großziehen?
Wölfe gehören wieder abgeschafft!
Ilona

31.08.2017 00:12 part 2

Auf D- Maxx gab es da mal so eine Serie, die sich mit dem Chuapra- Cabra und seinem Leittier in Frühmenschengestalt beschäftigten, heraus gekommen ist dabei nichts, außer Bullshit from USA. Den Schäfern in Deutschland empflehle ich jedoch dringengst die katalanische Methode anzuwenden, den Hund als Richtungsweise der Herde, den Esel als Beschützer.

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