Mihla "Reichsbürger" wehrt sich gegen Festnahme

In Mihla im Wartburgkreis hat sich am Sonntag ein sogenannter Reichsbürger gewaltsam gegen seine Festnahme gewehrt. Zwei Polizisten wurden dabei leicht verletzt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatte der 53-Jährige eine Strafe von 500 Euro wegen Beleidigung nicht bezahlt.

Einsatzwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht bei einem Einsatz.
Polizeieinsatz gegen einen "Reichsbürger" in Mihla Bildrechte: IMAGO

Als die Beamten eintrafen, weigerte er sich, aus dem Haus zu kommen. Als die Polizisten drohten, die Tür zu öffnen, sprang er aus der ersten Etage in den Garten und lief in die Garage. Dort verbarrikadierte er sich zunächst in seinem Auto. Die Situation eskalierte. Der Mann startete den Wagen, die Polizisten schlugen die Scheiben ein, daraufhin gab er Vollgas. Das Auto prallte gegen das halbgeöffnete Garagentor.

Die Beamten setzen Pfefferspray ein, holten den Mihlaer aus dem Fahrzeug und fesselten ihn. Am Boden liegend versuchte er noch, nach einer Schaufel zu greifen. Er wurde in ein Gefängnis gebracht. Nach dem Absitzen der ursprünglichen Strafe erwartet ihn ein zweites Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio - Nachrichten | 04.09.2017 | 12:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 04. September 2017, 10:19 Uhr

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36 Kommentare

05.09.2017 16:50 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 36

Wer die Staatsgewalt der 'Bundesrepublik Deutschland' nicht anerkennt, kann das ja gerne machen!
... aber bitte nicht auf bundesdeutschem Staatsgebiet.

05.09.2017 13:05 Lausitzer45 35

Ein Glück, dass dieser irre Reichsbürger festgenommen werden konnte. Jetzt wird er sich für seine selbst angezettelten Taten verantworten müssen. Wenn er Strafen nicht zahlt, dann wandert er in den Knast. Das war im Deutschen Reich übrigens auch nicht anders.

Der Mann ist ja völlig unberechenbar und eine Gefahr für andere Leute. Es ist ein Wunder, dass bei seiner Auto-Aktion in der Garage keiner der Polizisten angefahren worden ist. Da war wohl mehr Glück als Verstand im Spiel. Hätte auch anders ausgehen können, siehe Bayern.

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