Landkreis Gotha Schornstein in Gierstädt gesprengt

In Gierstädt im Landkreis Gotha ist am Donnerstagabend erfolgreich ein 40 Meter hoher Schornstein gesprengt worden. Die 40 Jahre alte Stahlbetonröhre stürzte um 19 Uhr wie geplant zwischen mehrere aufgeschichtete Schotterwälle. Umstehende Gebäude und Anlagen waren mit Planen und Gummimatten geschützt worden. Kurzzeitig gab es eine Steckerproblematik, so dass die Zündung erst zehn Sekunden später einsetzte. Etwa 100 Schaulustige waren vor Ort, um sich das Spektakel anzusehen.

Bauwerk zuletzt einsturzgefährdet

Eine Menschenmenge beobachtet einen zur Seite stürzenden Schornstein
Etwa einhundert Schaulustige beobachteten die Sprengung. Bildrechte: MDR/Nicky Scholz

Experten der Thüringer Sprenggesellschaft aus Kaulsdorf hatten die Heizhausesse aus DDR-Zeiten rund zwei Wochen vorbereitet. Um die Sturzrichtung vorzugeben, hatten sie die gut 20 Zentimeter dicken Stahlbetonwände teilweise durchtrennt. Schließlich hatten sie Dutzende Bohrlöcher mit insgesamt viereinhalb Kilogramm Sprengstoff gefüllt. Der Schornstein war 1979 für das Heizhaus der LPG "Fahner Obst" errichtet worden. Seit 1991 wurde das "Wahrzeichen" nicht mehr genutzt. Über die Jahre begann das Bauwerk immer mehr zu bröckeln und galt zuletzt als einsturzgefährdet.

Landkreis Gotha Schornstein in Gierstädt wird gesprengt

In Gierstädt im Landkreis Gotha ist am Donnerstag ein 60-Meter hoher Schornstein gesprengt worden. Die 40 Jahre alte Stahlbetonröhre stürzte um 19 Uhr wie geplant zwischen mehrere aufgeschichtete Schotterwälle.

Ein Gebäude mit Schornstein umringt von einem Feld
Der Schornstein war 1979 für das Heizhaus der LPG "Fahner Obst" errichtet worden. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke
Ein Gebäude mit Schornstein umringt von einem Feld
Der Schornstein war 1979 für das Heizhaus der LPG "Fahner Obst" errichtet worden. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke
Ein Arbeiter legt Kabel in den Beton eines Schornsteins
Ein Arbeiter füllt Sprengstoff in die zuvor in den Beton gebohrten Löcher vor der Sprengung. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke
Kabel ragen aus in den Beton gebohrten Löchern
Mit Kabeln werden diese später mit der Zündung verbunden. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke
Kabel ragen aus dem Beton eines Schornsteines
Mit Bauschaum wurden die Kabel fixiert. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke
Eine Menschenmenge beobachtet einen zur Seite stürzenden Schornstein
Etwa 100 Schaulustige waren zur Sprengung gekommen. Und dann war es so weit. Nach dem Zündbefehl passierte erstmal nichts. Doch nach etwa 10 Sekunden dann der erwartete Knall. Bildrechte: MDR/Nicky Scholz
Eine Menschenmenge beobachtet einen zur Seite stürzenden Schornstein
Wie in Zeitlupe neigt sich der Turm nach rechts und fällt. Bildrechte: MDR/Nicky Scholz
Eine Menschenmenge beobachtet einen zur Seite stürzenden Schornstein
Die Schulustigen applaudieren und auch die Staubwolke hält sich in Grenzen. Bildrechte: MDR/Nicky Scholz
Trümmer eines Schornsteins
Der Koloss liegt am Boden. Nur noch das Stahlskelett ragt nach der Sprengung aus ihm heraus. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke
Trümmer eines Schornsteins
Überreste eines einst wichtigen Schornsteins. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke
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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. August 2019 | 20:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. August 2019 | 20:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2019, 19:50 Uhr

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2 Kommentare

16.08.2019 17:36 martin 2

@1 gerd: Nö, nicht jedes Bauwerk, das zu DDR-Zeiten errichtet wurde, ist ein Denkmal. Selbst wenn es - wie diese Esse - eine Zeit lang "gut sichtbar in der Gegend stand".

16.08.2019 09:07 Gerd Müller 1

Wir ein Denkmal der DDR wurde vernichtet.

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