Wolf in freier Wildbahn von einer Fotofalle aufgenommen
Die Wölfin vom Truppenübungsplatz Ohrdruf hat sich bereits mit einem Labrador gepaart und Mischlinge zur Welt gebracht. Jetzt könnte sie wieder Nachwuchs haben. Bildrechte: Bundesforst

Wölfin von Ohrdruf Suche nach möglichen Wolfsjungen ausgeweitet

Die Wölfin vom Truppenübungsplatz Ohrdruf hat möglicherweise wieder Nachwuchs bekommen. Doch wo hat sie ihre Wurfhöhle? Diese Frage will das Umweltministerium schnell klären. Falls die Jungtiere wieder Mischlinge sind, sollen sie eingefangen und in den Bärenpark nach Worbis gebracht werden.

Wolf in freier Wildbahn von einer Fotofalle aufgenommen
Die Wölfin vom Truppenübungsplatz Ohrdruf hat sich bereits mit einem Labrador gepaart und Mischlinge zur Welt gebracht. Jetzt könnte sie wieder Nachwuchs haben. Bildrechte: Bundesforst

Das Thüringer Umweltministerium hat vermehrt Risse von Kälbern und Fohlen mit einem Gewicht von bis zu 50 Kilogramm bestätigt. Das Ministerium hat deswegen die Suche nach der Ohrdrufer Wölfin und ihrem möglichen neuem Nachwuchs ausgeweitet. So soll rasch geklärt werden, wo die Wurfhöhle liegt, in der die Wölfin ihre Welpen aufzieht. Sowohl im Landesforst als auch in den angrenzenden Gemeindejagdrevieren wurden und werden daher zusätzliche Überwachungskameras aufgestellt.

Hinweis zur Kameraüberwachung mit Fotofallen und Wildkameras für Wölfin von Ohrdruf im Wald
Zusätzliche Überwachungskameras im Wald sollen Hinweise darauf liefern, wo die Wölfin vom Truppenübungsplatz Ohrdruf mögliche Jungtiere aufzieht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wenn die Wurfhöhle der Wölfin entdeckt wird, sollen die Welpen herausgeholt werden, hieß es nach MDR-Informationen erst am Donnerstag auf einer Versammlung mit Jägern und Jagdverpächtern. Was mit den gefangenen Welpen passiert, hängt davon ab, wer ihr Vater ist. Sollte sich der zuletzt erschossene Hybride mit seiner Mutter gepaart haben, sollen die Jungtiere in den Bärenpark Worbis gebracht werden. Falls ein neuer Wolf ins Revier vorgedrungen ist und Nachkommen gezeugt hat, sollen diese mit Sendern versehen und wieder frei gelassen werden.

Erst vor wenigen Tagen war in Thüringen erneut ein Fohlen gerissen worden. Das junge Pferd starb auf seiner Koppel zwischen Liebenstein und Crawinkel mit großer Wahrscheinlichkeit durch einen Wolfsangriff. Das belege ein amtliches Rissgutachten, wie der betroffene Landwirt Heinz Bley sagte.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. April 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. April 2019, 14:05 Uhr

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15 Kommentare

28.04.2019 08:54 Aleta Albracht 15

Ich finde es unmöglich und fragwürdig, wie mit der Wölfin umgegangen wird. Erst freut man sich, dass sich Wölfe wieder ansiedeln. Entspricht ihr natürliches Wild-Jagd-und Paarungsverhalten aber nicht unseren Vorstellungen, dann werden sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet. Hat man denn geglaubt, die Tiere verhalten sich nach unseren Wünschen und Vorstellungen? Es sind Wildtiere. Die Fragen uns bestimmt nicht, mit wem sie sich paaren dürfen. Und das sie auf der Suche nach Nahrung unseren Zuchttierbestand nutzen werden, muss doch auch jedem klar sein. Der Gabentisch ist doch bei dem Übermaß an Viehbestand reich gedeckt. Gott sei Dank. Man wollte den Wolf, also müssen wir ihm einen Lebensraum schaffen, wo der Mensch nicht eingreift und er ungestört seinem natürlichen Instinkt folgen kann.

28.04.2019 08:08 Sylvia schwestermann 14

Warum siedelte man den wolf wieder an es muss doch klar gewesen sein daß er kein Kuscheltier ist jeden Tag lese ich was für eine Bestie er sein soll eins muss einem doch klar sein den Tieren nicht nur den wolf wird immer mehr Lebensraum entzogen und der wolf ist halt ein Raubtier was mich nur so aufregt ist das der Mensch noch nicht alle versucht mit den Wildtieren zu leben nein was ihm nicht passt muss weg für mich ist der Mensch manchmal schlimmer wie die Tiere warum siedelte man ihn an ?? Diese Frage stellen ich mir jeden Tag

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