Ohrdruf Warum die Wolfsmischlinge nicht in die Falle gehen

Das Thüringer Umweltministerium hat erstmals Gründe dafür genannt, warum die Wolfsmischlinge bisher noch nicht eingefangen werden konnten. Ministerin Anja Siegesmund sagte MDR THÜRINGEN, besonders die Größe des Truppenübungsplatzes Ohrdruf erschwere die Suche nach den Jungtieren.

Eine große, graue Wölfin trabt mit gesenktem Kopf durch ein Waldstück.
Bildrechte: NABU-Landesarbeitsgruppe Wolf/S. Böttner

Die Welpen sollen gleich mit mehreren Kastenfallen eingefangen werden. Seit Mitte Dezember sind sie dort aufgestellt, wo sich das Rudel gerne aufhält. Wolfslosungen haben den beauftragten Experten von LUPUS aus Sachsen diese Plätze aufgezeigt. Doch statt der scheuen Tiere haben Dachse, Füchse und Krähen den Alarm ausgelöst. All die gefangenen Tiere sind laut Umweltministerium unverletzt und wieder in Freiheit entlassen worden. Siegesmund sagte, Zögerlichkeit helfe nicht mehr. Intensiv werde weiter versucht, die Tiere einzufangen. Aber nun kümmere sie sich auch um eine Abschieß-Erlaubnis.

Laut Wolfsmanagement-Plan müssen die Mischlinge in den nächsten Wochen vom Übungsplatz verschwunden sein. Wild-Biologen gehen davon aus, dass sie spätestens Anfang März geschlechtsreif sind und sich eigene Reviere suchen werden. Falls die Hybriden bis dahin doch noch eingefangen werden können, dann sollen sie im Bärenpark Worbis ein neues zu Hause finden.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. Januar 2018 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2018, 05:00 Uhr

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5 Kommentare

12.01.2018 17:05 Frederic 5

@4 cumble - Glaube Sie verwechsel etwas, ich rede nicht von wildernde Hunde. Die mögen eine Beute als Spielzeug sehen. Aber, wenn Sie schon so klug sind, keine Wildtiere tun das, denn auch die lernen in der Kinderstube - die Beut zu erlegen.
Viel Spass beim übelregen.
Wenn Sie von wildender Hunde in der Pyrenäen reden dann sollten Sie erst mal eruieren. welche Hunde das sind, oft - meist von den Besitzer ver- jagte Podengos - Stöbehunde. Bin in Spanien viel durch die Berge gelaufen habe nur selten WILDER- NDE Hunde angetroffen. War dort aber nicht als 14 Tage Tourist ----

12.01.2018 13:59 crumble 4

@frederic kennen wir denn überhaupt Hunde? Nicht umsonst wird in den Pyrenäen nicht vor den Bären oder Wölfen gewarnt, sondern vor den Hunden, die ihre Herde vor den beiden erstgenannten bewachen. Viel Spass beim Schmusen mit denen.

Unbekannten Hunden sollte man nicht mit allzuviel Vertrauen entgegen treten. Erst recht nicht, wenn sie einen gerade als Beute oder Spielzeug ansehen. Viel radfahren tun wir nicht gerade, was?

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