Streit um Bergbau-Abwässer BUND gegen höhere Kali-Grenzwerte in Werra

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat scharfe Kritik am Düngemittel- und Salzproduzenten K+S geübt. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Nitsch sagte, die Forderung von K+S, die Grenzwerte für die Salzeinleitung in die Werra aufzuweichen, sei nicht akzeptabel. Damit widerspreche das Unternehmen seiner Ankündigung aus dem Herbst 2017, man wolle hinsichtlich der Entsorgung den "Umweltfrieden" herstellen.

Der BUND fordert die Umweltminister der Bundesländer entlang von Weser und Werra auf, die Forderungen von K+S bei der Sitzung der Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG Weser) am Donnerstag zurückzuweisen. Offenbar habe K+S weiterhin kein Konzept für eine umweltverträgliche Entsorgung seines Kalibergbaus. K+S hatte am Dienstag einen neuen Zwischenspeicher für Abwässer in 700 Metern Tiefe in Aussicht gestellt. Das dauere allerdings noch einige Jahre. Eine für 2021 vereinbarte Absenkung der Salz-Grenzwerte sei daher nicht haltbar, hatte das Unternehmen erklärt.

K+S: Grenzwerte für Werra erst ab 2028 einhalten

Für eine "Übergangsphase" müsse man mit den Weseranrainerländern - der Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG) - "über die Gestaltung der Zielwerte sprechen", sagte K+S-Vorstand Burkhard Lohr: "Diese Zielwerte, die Süßwasserqualität bedeuten, wollen wir ab 2028 dann einhalten."
Wenn die Werra etwa wegen Trockenheit eine geringe Wassermenge führt, kann K+S mit einem Thüringer Werk in Unterbreizbach nur weniger Kaliabwässer aufnehmen, damit die zulässige Konzentration nicht überschritten wird. Dies hat bereits zu kurzfristigen Produktionseinschränkungen geführt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. August 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2019, 16:50 Uhr

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2 Kommentare

15.08.2019 20:50 Bergbaurentner 2

@ 1 Thüringer: Ein Kommentar, dem jegliche Basis fehlt. Wo hat denn K&S noch im "Osten" Standorte, wo sich Gewinn erzielen lässt? Außer in Unterbreizbach. Welchen Müll bekommen wir denn zurück und was hat das mit den Grünen zutun? Sollten sie Kleingärtner sein, dann gehören Sie zu 99,9% zu den Nutzern von K&S. Um schöne Tomaten zu bekommen brauchen sie Kalidünger. `ne Frage zum Schluß, wieso müssen sie am Donnerstag vormittag nicht arbeiten?

15.08.2019 10:33 Thüringer 1

Die K+S macht im Osten Profit. Dafür bekommt er den Müll zurück. Die Grünen machen Alles mit und sind Still? Profitieren die Grünen auch von den Profit?

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