Ein Rennwagen fährt auf der Strecke. Links im Bild hinter Leitplanken steht Publikum.
Beim Glasbachrennen schlängeln sich Formel- und Tourenwagen die 5,5 Kilometer von Steinbach zum Glasbachstein hinauf. Bildrechte: MDR/Barbara Butscher

Ausnahmezustand beim Bergrennen im Thüringer Wald In Steinbach dröhnen die Motoren beim 24. Glasbachrennen

In Steinbach / Bad Liebenstein steigt das 24. Glasbachrennen. Formel- und Tourenwagen brettern die Bergrennstrecke zum Glasbachstein hoch, unter anderem zur Deutschen und zur Europameisterschaft. Dementsprechend tummeln sich am Wochenende nicht nur viele, sondern auch hochkarätige Rennsportler im Thüringer Wald und messen sich auf der längsten Bergrennstrecke Deutschlands.

Ein Rennwagen fährt auf der Strecke. Links im Bild hinter Leitplanken steht Publikum.
Beim Glasbachrennen schlängeln sich Formel- und Tourenwagen die 5,5 Kilometer von Steinbach zum Glasbachstein hinauf. Bildrechte: MDR/Barbara Butscher

Am 15. und 16. Juni ist es wieder soweit: Das Glasbachrennen in Steinbach/ Bad Liebenstein begeistert Zuschauer und Fahrer und versetzt den ganzen Ort in Ausnahmezustand. Zum 24. Mal findet das Bergrennen im Thüringer Wald statt. Im Starterfeld sind auch in diesem Jahr wieder Piloten, die ein großes Renn-Spektakel versprechen.

"Zwischenbilanz: Wir sind zufrieden", sagte der stellvertretende Vorstand der RSG und Organisationsleiter Marcus Malsch am Samstagabend. Bei den Trainingsläufen habe es zwar ein paar Unterbrechung gegeben, aber Gäste und Fahrer seien alle sehr zufrieden. Der Grund für den Verzug im Programm seien vor allem technische Defekte gewesen.

Bergrennen bei Steinbach Bilder vom Glasbachrennen 2019

Beim Glasbachrennen brettern wieder Formel- und Tourenwagen die Bergrennstrecke zum Glasbachstein hoch. Wir haben Bilder vom Spektakel, das am 15. und 16. Juni stattfindet.

Ein Rennwagen steht unter einem Zeltdach im Fahrerlager.
Steinbach wird beim Glasbachrennen regelmäßig zum Fahrerlager. Die Anwohner stellen Haus und Hof für die Boliden bereit. Der kleine Ort ist am 15. und 16. Juni im Ausnahmezustand. Bildrechte: MDR/Barbara Butscher
Ein Rennwagen steht unter einem Zeltdach im Fahrerlager.
Steinbach wird beim Glasbachrennen regelmäßig zum Fahrerlager. Die Anwohner stellen Haus und Hof für die Boliden bereit. Der kleine Ort ist am 15. und 16. Juni im Ausnahmezustand. Bildrechte: MDR/Barbara Butscher
Mehrere Rennwagen stehen in Reihe auf der Strecke und werden vom Publikum betrachtet.
Im Thüringer Wald donnern Formel- und Tourenwagen beim 24. Glasbachrennen den Berg hoch. Das Interesse der Motorsport-Fans ist entsprechend hoch. Bildrechte: MDR/Barbara Butscher
Ein Rennwagen steht an der Startlinie.
Im 30-Sekunden-Takt starten die Fahrer auf der längsten Bergrennstrecke Deutschlands in Steinbach/Bad Liebenstein. Die L 1027 wird dabei zur Rennstrecke. Bildrechte: MDR/Barbara Butscher
Ein Rennwagen fährt auf der Strecke. Links im Bild hinter Leitplanken steht Publikum.
5,5 Kilometer ist die Strecke lang und 35 Kurven sind es bis zum Zieleinlauf beim Glasbachstein. Die Zuschauer sind ganz nah am Spektakel dran. Bildrechte: MDR/Barbara Butscher
Ein Rennwagen fährt auf der Strecke an einer Tribüne auf Höhe eines Hausdaches vorbei.
Überall an der Strecke haben Zuschauer ihr Lager aufgeschlagen. Einige haben sich sogar eine eigene Tribüne gebaut. Bildrechte: MDR/Barbara Butscher
Ein Oldtimer fährt auf der Strecke an winkendem Publikum vorbei.
Holger Stracke mit seinen Wartburg 312 zum letzten Mal beim Glasbachrennen dabei. Bildrechte: MDR/Barbara Butscher
Eine rote Fahne wird von einem Mann hinter einer Streckenbegrenzung geschwenkt.
Rote Fahne heißt erstmal Stopp. Das Glasbachrennen hat das sicherste Streckensicherungssystem im europäischen Bergrennen. Fahrer hinter einem Streckenabschnitt auf dem etwas passiert ist, bekommen zudem mit einer Ampel signalisiert, dass sie anhalten müssen. Bildrechte: MDR/Barbara Butscher
Ein Rennwagen fährt auf der Strecke an winkendem Publikum vorbei.
Bei der Rückfahrt grüßen sich Fahrer und Zuschauer. Da geht's etwas gemächlicher zu. Bildrechte: MDR/Barbara Butscher
Drei Männer und drei Frauen stehen an einem Bierwagen mit Glasbachrennen-Shirts.
Nach dem Rennen geht's auch beim Glasbachrennen feucht-fröhlich zu! Da muss auch Flagge bekannt werden. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Ein Rennwagen und ein Race Taxi im Startbereich der Rennstrecke beim 24. Glasbachrennen.
Das Race Taxi ist eines der wichtigsten Autos auf der Rennstrecke. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Zuschauer stehen entlang der Rennstrecke auf einer Wiese hinter Absperrband beim 24. Glasbachrennen.
Auch am Sonntag haben wieder zahlreiche Zuschauer den Berg erklommen, um bei den Rennen dabei zu sein. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Mehrere Formel-Wagen stehen nebeneinander, die Fahrer in Rennkleidung und mit Helm stehen dazwischen und unterhalten sich.
Hier herrscht noch die Ruhe vor dem Sturm bei den Formelwagen. Sie dürften es wohl wieder am schnellsten den Berg hoch schaffen. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Zwei Streckenposten in gelben Westen winken hinter einer Werbebande, hinter ihnen stehen Zuschauer hinter einem Absperrband beim 24. Glasbachrennen.
Gute Laune auch bei den Streckenposten! Sie lassen sich auch vom durchwachsenen Wetter nicht die Stimmung verderben. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Mehrere Rennwagen fahren über die Rennstrecke.
Perspektivwechsel: So sieht das ganze für die Rennfahrer aus. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Rennwagen fahren auf einer Straße einen Berg hoch, am Rande geben Streckenposten mit einer blauen Flagge Zeichen beim 24. Glasbachrennen.
An manchen Stellen mussten sich die Streckenposten etwas einfallen lassen. Hier hat das offensichtlich gut geklappt. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Zuschauer sitzen hinter einer Absperrung, an der ein gelb-schwarzer Formelwagen vorbei fährt.
Formelwagen in Aktion: Diese Rennklasse sorgt bei einigen Fans für besondere Begeisterung. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 16. Juni 2019 | 19:00 Uhr

Hitze und Sonnenschein sorgen für perfekte Bedingungen auf der Strecke, den Piloten und ihren Wagen wurde aber alles abverlangt. Beim Einreihen am Vorstart sind sie deshalb alle ausgestiegen und haben Zuflucht im Schatten gesucht. Die Zuschauer schlugen ihre Lager entlang der Strecke auf - vornehmlich auch im kühlen Wald.

Bereits am Samstag haben gleich zwei Fahrer inoffiziell den Streckenrekord der Tourenwagen geknackt - inoffziell, da das in Trainingsläufen war. Als erstes hat Jörg Weidinger im BMW die Bestmarke um zwei Sekunden unterboten. Danach war dann auch noch der dreifache Le Mans-Sieger Timo Bernhard im Porsche GT3 ganze vier Sekunden schneller als vor zwei Jahren. Sein Streckenrekord im Tourenwagen liegt bei 2:26 Minuten. Bei den Formelwagen liegt der Gesamtstreckenrekord bei 1:58 Minuten und wurde beim Glasbachrennen 2017 aufgestellt.

Bergrennen bei Steinbach Frauenpower beim Glasbachrennen 2019

Beim Glasbachrennen brettern wieder Formel- und Tourenwagen die Bergrennstrecke zum Glasbachstein hoch. Hinter dem Steuer sitzen dann auch einige Frauen mit Benzin im Blut. Wir stellen ein paar der Rennfahrerinnen vor.

Eine junge Frau mit dunklen langen Haaren steht neben einem schwarzen Rennwagen.
Sophia Faulhaber ist 23 Jahre alt und kommt mit ihrem Honda Civic aus Unterfranken. Sie ist die einzige Frau in ihrer Klasse und hofft auf eine Zeit unter 3:00 Minuten. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Eine junge Frau mit dunklen langen Haaren steht neben einem schwarzen Rennwagen.
Sophia Faulhaber ist 23 Jahre alt und kommt mit ihrem Honda Civic aus Unterfranken. Sie ist die einzige Frau in ihrer Klasse und hofft auf eine Zeit unter 3:00 Minuten. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Eine junge Frau mit blonden Haaren lehnt an einem orange-farbenen Rennwagen.
Bea Flik aus Althengstett ist 28. Sie fährt seit 2010 Bergrennen und seit 2011 auch in Steinbach mit. Das Glasbachrennen ist ihre Lieblingsstrecke mit ihren 35 ganz unterschiedlichen Kurven - und den herzlichen Menschen neben der Rennstrecke. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Eine junge Frau mit halblangen dunklen Haaren steht in der Tür eines weißen Rennwagens mit der 658 darauf.
Monique Becker ist 58 Jahre alt. Sie fährt erst seit letztem Jahr Bergrennen. Das Auto hat sie ihrer Tochter abgekauft und weil es zu schön ist, um einfach rumzustehen, fährt sie jetzt eben selbst. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Eine Frau mit blonden Haaren lehnt an einem weißen Rennwagen.
Sandra Becker ist 30 Jahre alt und von Beruf Erzieherin. Sie fährt seit 2010 Bergrennen. Früher hat sie sich die Rennen mit ihren Eltern angeschaut - heute teilt sie sich mit ihrem Freund ein Auto. Ihr persönliches Ziel: Die eigene Zeit verbessern und noch eine Sekunde schneller fahren. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
Eine Frau lehnt an einem VW-Käfer-Rennwagen, der weiß mit dunkelgrauen und pinken Spritzern lackiert ist.
Tanja Flammang ist 42 Jahre alt und fährt wohl eines der auffälligsten Rennautos. Sie fährt in der Luxemburger Meisterschaft mit ihrem VW Fun Cup und war letztes Jahr im Damenpokal die beste Frau - und das, obwohl sie erst seit drei Jahren Bergrennen fährt. Bildrechte: MDR / Barbara Butscher
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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 16. Juni 2019 | 19:00 Uhr

Hochkarätiges Starterfeld

Auf der Nennliste der Starter steht zum Beispiel such der Führende in der Europameisterschaft der Tourenwagen kommt nach Steinbach: Lukas Vojacek aus Tschechien. Die Italiener Simone Faggioli und Chritstian Merli, die derzeit in der Formel-Klasse die Europameisterschaft anführen, sind beim Rennen dieses Jahr nicht dabei. Dafür werden ihre Landsmänner Marco Capucci und Diego Degasperi versuchen zu punkten, die derzeit auf Platz vier und fünf in der Gesamtwertung der Europameisterschaft in der Klasse der Formelwagen liegen. Insgesamt verzeichnet die Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland (RSG) in diesem Jahr mit 154 Fahrern, mehr Starter als im Jahr zuvor. Darunter sind auch 32 neue Fahrer.

Das Programm fürs Wochenende

Auf dem Programm für Samstag und Sonntag stehen ab 8:30 Uhr jeweils drei Läufe. Die Starterliste ist dabei vorgeschrieben - beginnend mit den schwächsten Fahrzeugen. Die Fahrer treten dabei in verschiedenen Klassen und Wettbewerben an. Unter anderem werden die Ergebnisse wieder für die Deutsche Meisterschaft, die Luxemburgische und auch die Europameisterschaft im Bergrennen gewertet. Der MDR überträgt am Sonntag ab 14 Uhr das Spektakel im Livestream.

Auch in der Organisation des Rennens gibt es frischen Wind. Beim 24. Glasbachrennen hat auch die Neuauflage des Streckensicherungssystems seine Premiere. In Zusammenarbeit mit Studenten der Hochschule Schmalkalden wurde das alte System überarbeitet und nochmal verbessert. Konkret heißt das: mehr Informationen und zusätzliche Sicherheit. Außerdem werden am Wochenende in und um Steinbach wieder rund 150 Streckenposten plus 200 weitere Helfer unterwegs sein.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 10. Juni 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Juni 2019, 16:10 Uhr

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7 Kommentare

16.06.2019 11:54 OpaOlli 7

Wieder mal typisch , die kleinen zahlén und die großen Konzerne ,VW,Merzedes,BMW usw lachen sich kaputt. Der größte Witz ist das Verbot von älteren Dieselmotoren, während Sc.hiffe,Flugzeöuge, die Bundesbahn und der Fernverkehr ausreichend teilweise ungefiltert den Dreck in die Atmosphäre blasen. Ich verstehe diese WeLt nicht mehr. Werden wir deutschen von unseren Politikern als dumm verkauft. Diese deutsche Politik wird von vielen nicht mehr Verstanden. Die Wahlergebnisse spiegeln es wider. Macht weiter so bis zu den nächsten Wahlen. Es müsste den Politikern doch die Augen öffnen aber die Hauptsache die Zuschüsse sind hoch genug und und werden pünktlich gezahlt. Man ha vergessen wer sie gewählt hat.91050

15.06.2019 22:35 kc85 6

Um das Rekord-Wirrwarr aus dem Artikel mal richtig zu stellen: Der E1-Tourenwagen-Rekord liegt bei 2:26.426, gefahren von Timo Bernhard auf einem Porsche 991 GT3, allerdings schon im Jahr 2016. 2017 wurde von Vladimir-Vitver auf seinem Audi WTTR-DTM der Rekord für E2-SH-(Silhouetten-)Tourenwagen (die nach FIA-Regeln aber als Prototypen gelten) ein Rekord von 2:20.370 aufgestellt. Der absolute Streckenrekord liegt seit 2018 bei 1:58.395, aufgestellt von Christian Merli auf Osella FA30 Zytek LRM, einem E2-SS-Prototypen. Weidinger (1x) und Bernhard (2x) unterboten im Training also den E1-Tourenwagen-Rekord. Vielleicht kann das der MDR ja noch berichtigen.

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