Erster Nachweis in Thüringen Goldschakal im Hainich gesichtet

Erste Sichtung in Thüringen: Eine Fotofalle hat im Hainich bei Craula einen Goldschakal aufgenommen. Die Tiere gelten als kleiner Bruder des Wolfs. Vermutlich war das Tier auf der Durchreise.

Aufnahme eines Goldschakals mit einer Fotofalle
Aufnahme des Goldschakals Anfang August. Bildrechte: Nationalparkverwaltung Hainich

In Thüringen ist erstmals ein Goldschakal gesichtet worden. Das Tier wurde Anfang August im Nationalpark Hainich entdeckt, wie die Parkverwaltung mitteilte. Es wurde bei Craula in der Nähe der Thiemsburg von einer Fotofalle aufgenommen. Goldschakale sind größer als Füchse, aber deutlich kleiner als Wölfe. Sie breiten sich vom Balkan seit Jahrzehnten Richtung Westeuropa aus.

In Deutschland wurde erstmals im Jahr 1997 ein Tier in der Brandenburgischen Niederlausitz dokumentiert. Später wurden sie auch in anderen Bundesländern nachgewiesen. Für Menschen ist der Goldschakal ungefährlich. Nationalparkleiter Manfred Großmann geht davon aus, dass das Tier auf der Durchreise war.

Der Goldschakal ist die einzige in Europa vorkommende Schakalart. Die Tiere fressen so ziemlich alles - von Kleinsäugern, Amphibien und Fischen bis hin zu Insekten, Aas und pflanzlicher Nahrung wie Äpfeln und Früchten. In Schleswig-Holstein wurden 2017 drei Schafe von einem Goldschakal angegriffen und leicht verletzt. Schätzungen zufolge leben mehr als 100.000 Goldschakale in Europa.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. August 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2019, 11:04 Uhr

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28 Kommentare

16.08.2019 20:23 martin 28

@26 ekkehard: Es freut mich einen Beitrag zu Ihrer Erheiterung beigetragen zu haben.

Aber was mich wundert: Ich kann Ihnen schon wieder zustimmen: Fakten wirken bei Trollen nicht. FInde ich auch.

Angenehmes Wochenende!

16.08.2019 20:08 Jan 27

Schön, dass ein Goldschakal hier vorbei schaut.
Mal sehen, ob er mit den Gegebenheiten in deutschen Wäldern klar kommt und ständig bleiben möchte, kann und darf.
Wir Menschen sollten das Tier nicht gleich verteufeln.

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