Hörselberg-Hainich JD Norman Industries übernimmt Rege Motorenteile

Der US-Automobilzulieferer JD Norman Industries übernimmt die insolvente Rege Motorenteile GmbH in Hörselberg-Hainich. Der neue Eigentümer will die drei Standorte und alle rund 1.000 Arbeitsplätze erhalten. Er kündigte an, auch künftig weiter investieren zu wollen.

Investor Justin D. Norman steht neben dem REGE-Schild vor der Firmenzentrale des Automobilzulieferers in Hörselberg-Hainich
Justin D. Norman gründete JD Norman Industries 2004 in Addison, Illinois, USA Bildrechte: REGE Motorenteile GmbH

Der neue Eigentümer stellte sich den rund 550 Mitarbeitern am Dienstagnachmittag im Werk auf dem Industriegebiet Kindel bei Eisenach vor. Investor Justin D. Norman hat bereits elf Firmen übernommen - Rege passe gut dazu, sagte der 42-jährige US-Amerikaner. Rege erschließe seinem Unternehmen neue Märkte und Kunden. Damit ist wohl vor allem Volkswagen gemeint, der größte Kunde der Rege Motorenteile. Norman will bis zu zehn Millionen Euro im Jahr in die drei Rege-Standorte in Thüringen, im hessischen Witzenhausen und in Rumänien investieren.

JD Norman Industries stellt nach eigenen Angaben an Standorten in den USA, Mexiko, Kanada und Großbritannien Metallbauteile und -systeme her. Das Unternehmen ist demnach federführend in der Herstellung technisch hochentwickelter Produkte wie etwa Umform- oder Gussteile. Es ist Zulieferer in den Bereichen Automobiltechnik, schwere Nutzfahrzeuge, Landmaschinen, Baumaschinen und Gebäudetechnik.

Blick in die Fertigungshalle des Motorenwerks.
Produktionshalle der Rege Motorenteile GmbH Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Für den Insolvenzverwalter Rüdiger Weiß ist ein Investor aus der Branche ein besonderer Erfolg. Alle Seiten hätten das Insolvenzverfahren unterstützt - ob Kunden, Lieferanten oder die motivierte Belegschaft, so Weiß am Dienstag. So konnte nicht nur der Betrieb aufrecht erhalten, sondern sogar rund 50 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Von VW kam ein neuer Auftrag für Teile für drei verschiedene Typen Elektro-Automobile. Auch Betriebsratschef Klaus Glorius ist optimistisch: Was der neue Eigentümer bisher bewegt habe, lasse auf eine positive Zukunft für Rege hoffen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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1 Kommentar

05.12.2017 21:19 Thüringer Original 1

Es ist für die ganze Region wichtig, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Selbst bei SolarWorld in Arnstadt sieht man, dass die "Fachkräfte" nicht überall gebraucht werden oder man sie nicht wie solche bezahlen will. Wer Haus, Frau und Kinder hat, der zieht nicht eben so mal um.

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