Blick von Kali-Abraumhalde ins Werratal
Bildrechte: MDR/Andreas Metzmacher

Wegen Dürre Stillstand im Kali-Revier Werra kostet K+S Millionen

Die Trockenheit im Sommer 2018 hat den Düngemittelhersteller K+S viel Geld gekostet. Weil die Werra wenig Wasser führte, konnte das Unternehmen weniger Produktionsrückstände in den Fluss entsorgen als geplant. Trotzdem stiegen Umsatz und Gewinne.

Blick von Kali-Abraumhalde ins Werratal
Bildrechte: MDR/Andreas Metzmacher

Produktionsausfälle im Kaliwerk an der Werra machen sich in der Bilanz des Düngemittelkonzerns K+S für das vergangene Geschäftsjahr bemerkbar. 110 Millionen Euro kostete der Stillstand im Revier an der Werra laut dem Konzern, zu dem auch der Thüringer Standort Unterbreizbach gehört. Wegen der lang anhaltenden Trockenheit im Sommer 2018 konnte das Unternehmen nicht so viel Salzabwässer in die Werra entsorgen wie geplant. Deshalb ruhte an insgesamt 64 Tagen ein Teil der Produktion. In dem hessisch-thüringischen Werk sind insgesamt rund 4.000 Menschen beschäftigt.

Vorstandschef Burkhard Lohr und zwei weitere Vorstandsmitglieder von Kali und Salz
K+S-Vorstandschef Burkhard Lohr (Mitte) stellte die Zahlen des Kasseler Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 vor. Bildrechte: MDR/Heidje Beutel

Im Werk in Unterbreizbach hat der Konzern nach Angaben von Vorstandschef Burkhard Lohr im Jahr 2018 die vorübergehenden Speichermöglichkeiten von Salzwasser erhöht - und plant im Frühsommer einen weiteren Ausbau. Zudem werde die Anlage im Jahr 2019 noch mehr Abwässer einsparen. Lohr rechnet daher nicht damit, dass die Produktion in diesem Jahr wegen Niedrigwasser in der Werra stillstehen muss. Der Konzern werde auch in diesem Jahr Salzabwasser von der Werra abtransportieren und andernorts entsorgen lassen.

Trotz der Verluste durch das Werra-Niedrigwasser 2018 hat K+S seinen Umsatz um elf Prozent auf vier Milliarden Euro gesteigert. Dabei halfen unter anderem die höheren Marktpreise für Kalium und Magnesium. Der Gewinn stieg auf 606 Millionen Euro. Das waren fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. März 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2019, 12:42 Uhr

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3 Kommentare

15.03.2019 12:53 Thüringer 3

Streiken deshalb auch die jugendlichen und die Lehrer, Freitags? Denn hier wird ja die Umwelt durch Salzlauge verunreinigt? Oder ist das nur eine Lapalie?

15.03.2019 07:02 Erfurter Bürger 2

"... weniger Produktionsrückstände ... . " Passt bitte auf die Wortwahl auf! Das ist Salzlauge und verunreinigt Gewässer nachhaltig. Das so etwas geduldet wird ist schlimm genug.

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