Bergbau K+S will Laugenabwasser im Grubenfeld Springen einleiten

Der Kali-Konzern K+S kann sein Laugenabwasser nur noch bis zum Jahr 2021 in den Boden versenken. Daher plant der Konzern, die Lauge in den Altbergbau-Bereich der Grube Springen einzuleiten – beziehungsweise einzustapeln, wie die Bergleute sagen.

von Heidje Beutel

Rohre in einem Bergwerk
Durch solche Rohre wird die Lauge in die Tiefe gebracht und dort eingestapelt. Bildrechte: Heidje Beutel

Am Beispiel der Schachtanlage Herfa-Neurode in Hessen hat der Konzern das Einstapeln vorgeführt: Dort kommt schon jetzt Lauge in stabilen Rohren in 500 Meter Tiefe an. Kilometerweit fließt sie in Richtung Süden, erklärt Projektleiter Dirk Weigert von K+S. "Die Abgrenzung in Richtung Süden bilden nicht abgebaute Bereiche der Lagerstätte, die kein Wasser durchdringen kann.“

Auch das Grubenfeld Springen sei fürs Einstapeln geeignet, so der Konzern. Ein Forschungsprojekt habe dort getestet, ob Salzlauge die stützenden Pfeiler angreift und die Stabilität des Bergwerks in Gefahr bringt. Ein Ergebnis ist, dass sich gesättigte Salzlösungen besser eignen. Konkret: pro Liter sollen 400 Gramm aus Mineralien bestehen – und zwar aus Magnesiumchlorid, Kaliumchlorid, Kieserit und Kaliumsulfat.

Für den Konzern sei wichtig, so Pressesprecher Ulrich Göbel, "dass diese Flüssigkeiten hochkonzentrierte Salzlösungen sind, die keine Wechselwirkungen mit dem Salzgebirge, in das sie ja eingeleitet werden, entfalten können.“

K+S bereitet zur Zeit die Grube Springen auf das Einstapeln der Salzlaugen vor und rechnet mit Kosten von 50 Millionen Euro. Ab 2022 sollen pro Jahr 1,4 Millionen m³ Lauge in das Grubenfeld Springen fließen, denn der Konzern werde Ende 2021 die Versenkung einstellen, so Ulrich Göbel.

Bisher wird die Menge von 1,4 Millionen m³ Lauge noch in den Boden versenkt. Ab 2028 sollen dann alle Laugenabwässer in Springen eingestapelt werden. Denn ab 2028 wird K+S keine Lauge mehr in die Werra entsorgen. Ohne das Grubenfeld Springen könnte K+S in der Region Hessen und Thüringen nicht mehr produzieren. Springen entlaste die Umwelt und sichere die Zukunft für die Region.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. Dezember 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Dezember 2019, 21:24 Uhr

1 Kommentar

Jessy-2 vor 6 Wochen

Schachtanlage Herfa-Neurode ist wohl nur eine Vorführanlage, um zu zeigen wie man in Springe die Lauge einbringt? So wie das im Fernsehen ausgesehen hat, will man nur zeigen wie man in den Neuen Bundesländern Unter Tage die Lauge einbringt? Thüringen wird wohl zur Abfallmüllkippe? Giftmüll aus Frankreich, Lauge von K&S. Es fehlt nur noch der Atommüll aus den Europäischen und anderen Ländern. Ein Glück das die Einheit gekommen ist. Den Rest kann sich jeder selber Denken.

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