Streit um Abwässer Herleshausen und Kali-Unternehmen K+S einigen sich auf Vergleich

Seit drei Jahren versucht das Unternehmen K+S, sich mit den Mitgliedern einer hessisch-thüringischen Klagegemeinschaft zu verständigen. Diese gingen rechtlich gegen das Einleiten von Kali-Lauge in die Werra vor.

Das Logo des Kaliproduzenten K+S
Vor drei Jahren hatte K+S eine ähnliche Vereinbarung mit der Gemeinde Gerstungen im Wartburgkreis abgeschlossen. Bildrechte: dpa

Das Kali-Unternehmen K+S hat sich mit der Gemeinde Herleshausen an der thüringischen Landesgrenze auf einen Vergleich geeinigt. Die Gemeinde gehörte zu einer hessisch-thüringischen Klägergemeinschaft, die rechtlich gegen das Versenken oder Einleiten von Produktionsabwässern des Kaliwerks Werra vorgegangen war.

Unternehmen bereitet weitere Vergleiche vor

Seit drei Jahren versucht das Unternehmen, sich mit den Mitgliedern dieser Klagegemeinschaft zu verständigen. In dem Vergleich sichert K+S der Gemeinde Herleshausen zu, die Werra weiter zu entlasten. Außerdem soll an der Werra oder einem ihrer Zuflüsse ein Naturschutzprojekt gemeinsam mit der Gemeinde umgesetzt werden. Im Gegenzug zieht Herleshausen die Klage gegen das Einleiten von Lauge in die Werra zurück.

Vor drei Jahren hatte K+S eine ähnliche Vereinbarung mit der Gemeinde Gerstungen im Wartburgkreis abgeschlossen. Das Unternehmen kündigte an, es bereite mit weiteren Gemeinden ähnliche Vergleiche vor.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 03. Dezember 2020 | 16:30 Uhr

1 Kommentar

Jessy-2 vor 6 Wochen

Im Westen wird Abgebaut und im Osten wird die Lauge untertage Eingeleitet? Und die Grünen, sagen wir haben hier keinen Einfluss? Wie viele Arbeiter aus dem Osten und wie viele aus dem Westen Arbeiten bei K & S? Das kann man bestimmt wegen Datenschutz, Sicherheitsgründen usw. nicht bekannt geben! Wann kommt der Atommüll in den Osten, unter Tage?

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