Mihla Schulklasse posiert mit rechtsextremer Parole - Staatsanwaltschaft schaltet sich ein

Das Justizzentrum mit dem Landgericht in Meiningen, 2013
Die Staatsanwaltschaft Meiningen ermittelt gegen Schüler aus Mihla wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (Archivbild). Bildrechte: dpa

Nachdem die Abschlussklasse einer Regelschule im thüringischen Mihla (Wartburgkreis) mit einer Parole aus der rechtsextremen Szene auf einem Foto posierte, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Meiningen. Es gebe ein Verfahren wegen des Verdachts einer politischen Straftat, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag in Meiningen.

Nach Angaben des Sprechers wird konkret geprüft, ob eine Straftat wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorliegt. Die Schüler hatten unter anderem mit einem Transparent posiert, auf dem ein Satz stand, der auch in einem Lied der rechtsextremen Band Kraftschlag auftaucht: "Trotz Verbot sind wir nicht tot".

Im Thüringer Verfassungsschutzbericht 2014/2015 wird die Band als rechtsextremistisch bezeichnet. Der Schulleiter der Regelschule hatte sich nach dem Vorfall entschieden von dem Verhalten distanziert. Er ging nach eigenen Angaben zudem davon aus, dass nur wenige Schüler die Herkunft der Parolen kannten. Auch das Schulamt und das Bildungsministerium hatten MDR THÜRINGEN versichert, der Fall werde sehr ernst genommen.

Dieses Foto postete die Antifaschistische Linke Eisenach zum Thema

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten aus Westthüringen | 09. Juli 2019 | 15:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Juli 2019, 18:04 Uhr

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