Geisa Point Alpha Stiftung hofft auf neuen Direktor

Die Point Alpha Stiftung hofft weiter auf einen neuen Direktor. Vorstandsmitglied Berthold Jost sagte bei der Preview des MDR-Films "Point Alpha - Der heiße Punkt des Kalten Krieges", dass Hessen ab 1. Oktober Geld für eine Neubesetzung zur Verfügung stellen werde. Laut Jost kann die Stiftung aus eigenen Mitteln keinen Direktor finanzieren.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) wollte sich bei der Diskussion nicht dazu äußern, in welcher Form sich Thüringen an den Kosten einer Direktorin/ eines Direktors beteiligen wird. Er verwies auf Gespräche unter anderem mit Kulturminister Benjamin Hoff. Probleme sieht Ramelow in der Konstruktion der Stiftung, die ohne Beteiligung der Bundesländer Hessen und Thüringen gewählt wurde. "Mein Land hat alles nur aus der Zeitung erfahren."

"Fürsorglich" um Stiftung kümmern

Gedenkstätte Point Alpha, Haus auf der Grenze
Das "Haus an der Grenze" beherbegt das Museum der Gedenkstätte "Point Alpha" in Geisa. Bildrechte: MDR/Lily Meyer

Ziel der Thüringer Landesregierung sei eine Einbindung des Landes wie bei anderen, vergleichbaren Gedenkstätten. Mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, CDU, sei vereinbart, dass sie sich "fürsorglich um Point Alpha kümmern". Die Stiftung ist Trägerin der Gedenkstätte an der Grenze von Hessen (Rasdorf) zu Thüringen (Geisa) in der Rhön. Früher war dort ein Beobachtungsposten der US-Armee.

Stelle seit über einem Jahr unbesetzt

Seit dem Rücktritt der letzten Direktorin der Point-Alpha-Stiftung, Ricarda Steinbach, im Juni 2018 ist die Stelle unbesetzt. Bei Ausschreibungen gab es nach Angaben der Stiftung bisher keine geeigneten Bewerber. Seitdem leiten die beiden früheren Bürgermeister der hessischen Orte Hünfeld und Eiterfeld, Eberhard Fennel und Berthold Jost, als ehrenamtliche Vorstände die Stiftung.

Lob und Applaus für MDR-Film

Der Film "Point Alpha - Der heißeste Punkt des Kalten Krieges" bekam bei seiner Voraufführung im Haus an der Grenze Lob und Applaus. Roland Jahn, Leiter der Stasiunterlagenbehörde BStU, sagte nach der Preview, dass der Film unter die Haut gehe. Er sei nah dran an den Schicksalen. Der Film von Dirk Schneider läuft am 10. September um 21 Uhr in der Reihe "Der Osten - Entdecke, wo du lebst" im MDR Fernsehen und ist bereits online in der Mediathek zu sehen.

Menschen schauen gespannt auf eine Büühne mit Gästen
Zur anschließenden Diskussion nach dem Film waren unter anderem der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Christian Hirte, der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Roland Jahn und Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) anwesend. Bildrechte: MDR/Heidje Beutel

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 04. September 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. September 2019, 08:11 Uhr

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