Wilhelmsglücksbrunn Verletzter Storch gerettet

In Creuzburg wurde am Sonntag ein verletzter Storch gefunden. Wahrscheinlich kam er bei Erntearbeiten zu Schaden. Mike und Ines Klimpke aus Creuzburg konnten ihn einfangen und versorgen.

Störche
Die Zahl der Störche in Thüringen hat sich in den letzten neun Jahren verdoppelt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach einer Nacht in der Scheune wurde der Verletzte dem Tierarzt vorgestellt und operiert. Inzwischen geht es ihm besser. Sein zukünftiges Zuhause liegt in Hessen. Der Storchenhof Wabern nimmt den Pechvogel auf, damit er unter Artgenossen gesund werden kann.

Weißstörche in Thüringen im Aufwind

Hauptverbreitungsgebiet des Weißstorches in Thüringen sind das Werratal zwischen Wasungen und Eisenach sowie das Thüringer Becken nördlich von Erfurt.

Ein verletzter Storch liegt eingewickelt auf der Erde.
Die Tierarztkosten werden Ines und Mike Klimpke übernehmen. Bildrechte: MDR/Privat

Laut NABU Thüringen hat sich der Weißstorchbestand in Thüringen in den letzten neun Jahren verdoppelt. Während sich in der Werraaue in Südwestthüringen der Bestand von 26 auf 31 erhöhte, gab es in Ostthüringen kaum eine Zunahme. Anders als im Kyffhäuserkeis. Dort haben sieben Paare insgesamt 21 Junge aufzogen.

Trotz dieses guten Ergebnisses geben die Naturschützer aber keine Entwarnung. "Der Weißstorch hat in unserem Freistaat die geringste Siedlungsdichte aller deutschen Bundesländer. Die höchste Dichte besitzt das Land Brandenburg mit rund 1.400 Storchenpaaren. Thüringen besitzt von seiner Naturausstattung nur in wenigen Flussauen für Störche ideale Lebensräume“, erklärt Klaus Schmidt, Storchenexperte beim NABU Thüringen. 

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 19. August 2019 | 18:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. August 2019, 19:06 Uhr

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