Thüringen Trauer nach tödlichem Busunfall in Berka

Nach dem tödlichen Busunfall in Berka (Wartburgkreis) sind die Kinder der Grundschule am Vormittag von Seelsorgern betreut worden. Sie sollen den Kindern und Eltern nach dem Unfall mit zwei getöteten Mitschülern helfen. Die Ursache ist weiter unklar. An der Unglückstelle stellten Menschen Kerzen auf und legten Blumen nieder.

Verunglückter Bus in Berka vor dem Hainich
Der Bus war am Donnerstagmorgen auf eisglattem Kopfsteinpflaster ins Schlittern geraten und rückwärts einen Hang hinunter gerutscht. Bildrechte: MDR/WichmannTV

Nach dem schweren Busunfall in Berka vor dem Hainich im Wartburgkreis werden die Kinder der Grundschule von Seelsorgern betreut. Sie sollen den Kindern und Eltern nach dem Unfall mit zwei getöteten Mitschülern helfen. In der Kirche neben der Schule hat ein Seelsorger zu den Kindern gesprochen. Auch er selbst hatte am Ende der Andacht Tränen in den Augen.

Er sagte, dass die Kinder sowohl an ihre verstorbenen Mitschüler, aber auch an den Busfahrer denken sollen. Er hätte nichts falsch gemacht, sondern Leben gerettet, so der Seelsorger. Den ganzen Vormittag waren Schulpsychologen für die Kinder da. Auch am Wochenende können Eltern sich telefonisch Hilfe suchen. Dafür hat das Bildungsministerium einen Elternbrief verschickt.

Anteilnahme an der Unfallstelle

Zu der Unfallstelle kamen immer wieder Menschen. Sie legten Blumen nieder, brannten Kerzen an und hielten einen Moment inne. Am Freitag wird mit einer Andacht in Bischofroda, dem Heimatort der beiden getöteten Kinder, den Opfern und Verletzten gedacht. Die Andacht findet um 18 Uhr in der Kirche in Bischofroda statt. Sie wird vom Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friedrich Kramer, gehalten.

Kerzen und Blumen vor einem Baum abgelegt
An der Unfallstelle haben Trauernde Kerzen und Blumen niedergelegt. Bildrechte: MDR/Oliver Gussor

Unfallursache weiter unklar

Ob Kinder angeschnallt waren, ist nicht bekannt. Die Unfallursache ist weiter unklar. Das zerstörte Fahrzeug wird seit Donnerstag untersucht. Die Staatsanwaltschaft Meiningen hat die Ermittlungen übernommen.

In Berka vor dem Hainich starben am Donnerstagmorgen zwei achtjährige Kinder. 21 Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren wurden teils schwer verletzt. Ihr Schulbus war auf eisglattem Kopfsteinpflaster ins Schlittern geraten und rückwärts einen Hang hinunter gerutscht. Der Busfahrer erlitt einen Schock. Der Bus war unterwegs von Eisenach zur Grundschule in Berka vor dem Hainich.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 24. Januar 2020 | 12:00 Uhr

Mehr aus der Region Eisenach - Gotha - Bad Salzungen

Mehr aus Thüringen