Anwohner wehren sich Straßensperrung aus Protest gegen Stillstand

Zwischen Leimbach und Kaiseroda bei Bad Salzungen haben 70 Anwohner am Freitag im Berufsverkehr die Bundesstraße 62 halbseitig gesperrt. Nach Angaben von Kaiserodas Ortsteilbürgermeister Egon Hauß (parteilos) wollten sie damit erreichen, dass die Bauarbeiten an der Umgehungsstraße fortgesetzt werden.

Personen mit Protestschildern
Bereits zum 15. Mal demonstrieren die Anwohner hier. Bildrechte: MDR/Heidje Beutel

Die Baufirmen seien ein dreiviertel Jahr früher fertig geworden als geplant. Jetzt müssten nur noch Leitplanken, Straßenschilder und Markierungen angebracht werden. Die seien jedoch erst für kommendes Jahr vorgesehen.

Unbefestigte Straße
Die bisherigen Arbeiten waren schneller beendet als geplant. Bildrechte: MDR/Heidje Beutel

Mit der Kundgebung wollten die Anwohner Druck ausüben auf ein Treffen zwischen Verkehrs-Staatssekretär Klaus Sühl, den Baufirmen und dem Straßenbauamt Südwestthüringen, das am 18. September geplant ist. Die halbseitige Sperrung der Bundesstraße 62 ist bereits die 15. Kundgebung der Anwohner. Dem Protest haben sich auch Bewohner von Merkers angeschlossen, die gleichermaßen unter dem Durchgangsverkehr der B62 leiden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. September 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2019, 19:49 Uhr

2 Kommentare

martin vor 9 Wochen

Eine aus öffentlichen Mitteln bezahlte Baustelle in Thüringen wird schneller fertig als geplant? Na, damit konnte doch nun wirklich keiner rechnen ....

Critica vor 9 Wochen

Richtig so - mit dem Protest gegen den Stillstand.
Es gibt noch viel viel mehr Stillstände auf Straßenbaustellen in Thüringen. Es wäre gut, wenn dies viele Nachahmer fände.
Was macht eigentlich das entsprechende Ministerium? Gibt Geld aus und kontrolliert nicht den Fortgang der Arbeiten. Schlecht, sehr schlecht.

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