Verband der Wirtschaft Thüringens Thüringer Wirtschaft hofft auf Schub nach Präsidentenwechsel in den USA

Von der neuen US-Regierung unter Joe Biden erwartet die Thüringer Wirtschaft eine Abkehr von Strafzöllen. Besonders auf die Automobil- und Zulieferindustrie soll sich die Wahl positiv auswirken.

Wolfgang Tiefensee
Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hofft, dass die innenpolitische Spaltung in den USA überwunden wird. (Archivbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Thüringer Wirtschaft verspricht sich einen positiven Schub durch den anstehenden Präsidentenwechsel in den USA. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hofft auf eine schnelle Genesung der transatlantischen Beziehungen und sehr bald wieder verlässliche politische und wirtschaftliche Verhältnisse in den Vereinigten Staaten.

Zudem wünscht der SPD-Politiker dem Land, dass es nicht zu einer wochenlangen Hängepartie bezüglich der Präsidentenwahl kommt und die innenpolitische Spaltung überwunden wird.

Verband der Wirtschaft Thüringens begrüßt Präsidentenwechsel

Der Verband der Wirtschaft Thüringens (VWT) begrüßt den anstehenden Präsidentenwechsel in den USA.

Stephan Fauth
Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Wirtschaft Thüringens, Stephan Fauth. Bildrechte: imago/VIADATA

VWT-Hauptgeschäftsführer Stephan Fauth sagte am Sonntag, die Unternehmen erwarten von der neuen US-Regierung unter Joe Biden eine Rückkehr zu einem wertschätzenden Politikstil und einer Abkehr vom Protektionismus. Stattdessen solle Freihandel zu Wachstum auf beiden Seiten des Atlantiks führen.

Fauth hofft insbesondere, dass es bald keine Strafzölle mehr auf deutsche Autos gibt. Gerade das würde sich auch auf die Thüringer Wirtschaft mit einer starken Automobil- und Zulieferindustrie positiv auswirken.

USA sind wichtigstes Exportland

Die Regierung Trumps setzte immer wieder auf Strafzölle als Druckmittel. In der Vergangenheit drohte er immer wieder die Erhebung von Strafzöllen auf Autoimporte aus der Europäischen Union an.

Insgesamt sind laut des Verbandschefs die Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten sehr wichtig. Laut Fauth gingen im Jahr 2019 Exporte aus Thüringen im Wert von 1,1 Milliarden Euro in die USA. Sie sind das wichtigste Exportland vor Großbritannien und Frankreich. Die wechselhafte US-Zollpolitik hatte die Geschäfte in den vergangenen Jahren jedoch merklich belastet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 08. November 2020 | 13:30 Uhr

4 Kommentare

Nawienn vor 9 Wochen

Wenn man jetzt nach der Wahl so hört, wer alles
und wie alles endlich aufatmen,glücklich sind,vor lauter Freude springen
tanzen und hüpfen, sich umarmen und aus Ihrer Starre erwachen,
frag ich mich, was hat man die ganzen 4 Jahre nur alles gemacht ????
Nur Augenwischerei und Verdummung der Massen.
Einen schönen Tag noch...

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 9 Wochen

...und wo bleibt das Thüringer Handwerk, Genossinnen

und Genossen, Freundinnen und Freunde ??? Amerika -

ist weit und amerikanisches Recht gilt doch nicht

uneingeschränkt bei uns auch ?! 😳 🤨 🧐



🤔

lobo56 vor 9 Wochen

Ich weiß nicht was soll es bedeuten..🐹🤔

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