Sprengsatz in Stadtroda Landeskriminalamt weiß doch von Attentatsversuch

Das Thüringer Landeskriminalamt hatte doch Kenntnis von dem fehlgeschlagenen Sprengstoffattentat 1997 in Stadtroda. Das bestätigte ein Sprecher des Amtes dem MDR THÜRINGEN. Noch am Sonntag hatte ein anderer Sprecher Kenntnisse zu dem Bombenfund abgestritten. Nun würden die alten Ermittlungsakten herausgesucht, hieß es. Dann werde geprüft, ob die Unterlagen für den aktuellen Fall des Bombenbauer-Trios aus Jena relevant sind.

Der CDU-Innenexperte Wolfgang Fiedler, der in der Nähe von Stadtroda wohnt, zeigte sich von der Meldung über den Bombenfund völlig überrascht. Er habe daraufhin bei den zuständigen Behörden eigene Informationen eingeholt, sagte er dem MDR. Dabei sei auch ihm der Vorfall bestätigt worden. Der Landtagsabgeordnete zeigte sich verwundert, erst 14 Jahre nach dem Fund von dem fehlgeschlagenen Anschlag zu hören. In der Region und in den zuständigen Ausschüssen sei darüber nie gesprochen worden.

Nach Informationen von MDR THÜRINGEN war am 18. November 1997 in einem von portugiesischen Gastarbeitern bewohnten Haus in Stadtroda ein Sprengsatz entdeckt worden. Dieser war in einem Keller neben dem Kessel einer Gasheizung deponiert. Wegen einer Störung am Zünder war die Bombe jedoch nicht explodiert.

Zuletzt aktualisiert: 22. November 2011, 09:42 Uhr

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