Zwickauer Trio Kiesewetters Kollegen waren Mitglieder des Ku-Klux-Klans

Zwei Kollegen der vom Zwickauer Trio ermordeten Thüringer Polizistin Michèle Kiesewetter waren Mitglieder des Ku-Klux-Klans. Nach Angaben des baden-württembergischen Innenministeriums haben Ermittlungen rund um den Mord die Nähe der beiden Bereitschaftspolizisten zum rassistischen Geheimbund aufgedeckt. Die Bundesanwaltschaft erklärte jedoch erneut, der Mord an der Polizistin lasse sich ausschließlich dem Zwickauer Trio zurechnen. Es gebe keine Hinweise, dass sich andere an dem Mordanschlag beteiligt hätten.

Ein Sprecher des baden-württembergische Innenministeriums sagte, dass die beiden Polizisten kurzzeitig der Gruppierung "European White Knights of KKK" angehört hätten. Auf die beiden Beamten seien die Ermittler bei einer Durchsuchung des Vorsitzenden der "White Knights" in Schwäbisch Hall im Jahr 2003 aufmerksam geworden. Aus dem dort gefundenen Material habe sich ergeben, dass ein Beamter 2002 ein halbes Jahr, der andere kürzer dem Geheimbund angehört habe. Sie seien aus eigenem Antrieb wieder ausgetreten. Die Beamten hätten disziplinarrechtliche Folgen zu tragen gehabt und seien noch im Staatsdienst.

Anfang der Woche hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, dass Kiesewetters Vorgesetzter Mitglied in der Rassisten-Organisation gewesen sein soll. Möglicherweise habe er Informationen über die Dienstzeiten Kiesewetters an das Trio weitergegeben. Der ehemalige Zugführer bestritt die Vorwürfe. Es handele sich um eine Verwechslung, sagte er der "Heilbronner Stimme". Mit seiner Person hätten die Vorwürfe nichts zu tun.

Warum musste Michèle Kiesewetter sterben?

Die aus Oberweißbach stammende Polizistin war am 25. April 2007 am Heilbronner Festgelände Theresienwiese aus nächster Nähe mit Kopfschüssen regelrecht hingerichtet worden. Sie hatte zusammen mit ihrem Kollegen vom Dienstwagen aus den Festplatz, auf dem das Maifest aufgebaut wurde, beobachtet. Ihr Streifenkollege überlebte mehrere Schüsse in den Kopf. Bei dem Überfall wurden die beiden Heckler&Koch-Dienstwaffen der Polizisten, drei Magazine sowie die Handschellen entwendet. Ende 2011 wurden die Waffen im ausgebrannten Wohnmobil bei Eisenach gefunden. In dem Wohnmobil hatten sich die mutmaßlichen Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 4. November 2011 umgebracht. Das Motiv für den Polizistenmord und die Hintergründe der Tat sind bis heute ungeklärt.

Der Ku-Klux-Klan Die rassistische Terrorvereinigung Ku-Klux-Klan wurde 1865 im US-Bundesstaat Tennessee gegründet. Mit Morden an Schwarzen und Attentaten auf Politiker kämpfte der Geheimbund gegen die Abschaffung der Sklaverei. Bei nächtlichen Überfällen trugen seine Mitglieder weiße Kutten mit Kapuzen und verbreiteten mit brennenden Kreuzen Angst und Schrecken.

Zuletzt aktualisiert: 01. August 2012, 15:47 Uhr

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3 Kommentare

02.08.2012 10:59 Heinz Faßbender 3

Was kann man eigentlich anderes erwarten wenn Kiesewetters Kollegen Mitglieder des Ku-Klux-Klans sind und die Vorgesetzten durch die Bank wegschauen bei der Aufklärung um rechte Gewalttaten? Gerade in Baden-Württemberg sind die Behörden und Justiz durchsetzten mit Figuren dessen exzessives rechtes Gedankengut erschaudern lässt - nach dem Motto des ehemaligen MP und NSDAP - Richters Filbinger, der junge Deserteure durch "Todesstrafe" ermordet hat - mit dem Spruch: was damals Recht war kann heute kein Unrecht sein. Unbelehrbar und extrem staatsterroritisch - und - derartige Typen sitzen vollversorgt in Amt und Würgen...Und was sagte Oettinger zu Filbinger nach seinem Tod – Er war ein Widerstandkämpfer…..Vielleicht sind das ja die Klux-Klans – Polizisten auch! Die Sicherheitsbehörden befinden sich in einer extremen Verwesungsstufe.

02.08.2012 10:57 Heinz Faßbender 2

Was kann man eigentlich anderes erwarten wenn Kiesewetters Kollegen Mitglieder des Ku-Klux-Klans sind und die Vorgesetzten durch die Bank wegschauen bei der Aufklärung um rechte Gewalttaten? Gerade in Baden-Württemberg sind die Behörden und Justiz durchsetzten mit Figuren dessen exzessives rechtes Gedankengut erschaudern lässt - nach dem Motto des ehemaligen MP und NSDAP - Richters Filbinger, der junge Deserteure durch "Todesstrafe" ermordet hat - mit dem Spruch: was damals Recht war kann heute kein Unrecht sein. Unbelehrbar und extrem staatsterroritisch - und - derartige Typen sitzen vollversorgt in Amt und Würgen...Und was sagte Oettinger zu Filbinger nach seinem Tod – Er war ein Widerstandkämpfer…..Vielleicht sind das ja die Klux-Klans – Polizisten auch! Die Sicherheitsbehörden befinden sich in einer extremen Verwesungsstufe.