Ein Goldenretriever-Pudel-Mischlingshund liegt vor einem Mini-Schneemann.
Bildrechte: Mathias Anselmann

Wissenswertes | 25.02.2015 Wie Sie Ihr Tier ins Bild setzen

Tierbilder lassen viele Menschenherzen höherschlagen. Insbesondere natürlich die Fotos der eigenen Lieblinge. Abertausende von gelungenen Schnappschüssen bei unserer Fotoaktion, die wir in dieser Woche zum 100. Mal präsentieren, belegen das anschaulich. Mit unserem Ratgeber möchten wir etwas zurückgeben.

Ein Goldenretriever-Pudel-Mischlingshund liegt vor einem Mini-Schneemann.
Bildrechte: Mathias Anselmann

"Bitte recht freundlich!" Mit dieser Aufforderung kommt man bei Vierbeinern leider nicht weit. Für die Tierfotografie muss man viel Geduld aufbringen, denn tierisches Verhalten und Reaktionen sind oftmals kaum vorhersehbar.

Mitunter hat man ein wunderbares Motiv entdeckt: Der Hund schaut gerade besonders niedlich oder die Katze liegt malerisch in der Sonne. Man hat auch gerade seine Kamera parat und knipst - dank digitaler Technik - drauflos, was das Zeug hält. Und das Resultat? Ist enttäuschend.

Braucht man für ein gelungenes Tierfoto wirklich eine Profiausrüstung? Schöne Tierfotos gelingen auch Hobbyfotografen, wenn sie einige Tipps und Tricks beherzigen und schon ein paar Erfahrungen damit gesammelt haben.

Weiches Licht

Bei der Tierfotografie ist - wie beim Fotografieren überhaupt - das Licht das A und O. Die beste Wirkung erzielt sogenanntes weiches Licht.

Bei Außenaufnahmen ist der Stand der Sonne entscheidend. Im Sommer werden draußen die besten Ergebnisse kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang erzielt. An klaren Wintertagen kann man sogar ganztägig gutes Fotolicht haben. Hartes Sonnenlicht und Schlagschatten sind zu vermeiden.

Professionelle Tieraufnahmen erfordern viel Geduld und einigen Zeitaufwand. Die Herausforderung für den Tierfotografen liegt darin, besondere Verhaltensweisen und Merkmale der "tierischen Models" im Bild festzuhalten. Es zahlt sich aus, die Tiere über einen längeren Zeitraum  mit der Kamera zu beobachten und überraschende Momente auszunutzen. Jedes Tier ist einzigartig, lassen Sie die Motive auf sich wirken!

Auf Augenhöhe gehen!

Dazu sollten Sie sich auf Augenhöhe Ihres Vierbeiners begeben und das Tier sollte Ihnen zugewandt sein. Achten Sie dabei auf Lichtreflexe in den Augen, denn Augen ohne Lichteinfall wirken wenig lebendig.

Der Bildhintergrund sollte möglichst ruhig sein und nicht vom Hauptmotiv ablenken. Aber  auch im Vordergrund sollte nichts Störendes die Sicht versperren. Das Hauptmotiv sollte sich nicht unmittelbar in der Bildmitte befinden und keinesfalls das ganze Foto ausfüllen.

Freilich können diese Regeln auch bewusst durchbrochen werden. Es kann durchaus künstlerisch gewollt sein, das Tier zum Beispiel von oben oder von hinten zu fotgrafieren.