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Ratgeber | 20.03.2019 Epilepsie bei Katzen

Auch Katzen können an Epilepsie erkranken. Allerdings kommt das wesentlich seltener vor als bei Hunden. In der Regel ist Epilepsie bei Katzen nicht heilbar und lässt sich auch kaum vorbeugen. Aber betroffene Tiere können bei entsprechender Behandlung gut mit der Krankheit leben.

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Symptome der epileptischen Anfälle

Bei Epilepsie handelt es sich um eine Funktionsstörung des Gehirns, bei der sich Nervenzellen unkontrolliert entladen. Epileptische Anfälle zeigen sich als Muskel- und Schüttelkrämpfe, Bewusstseinsverlust, Verhaltens- und Wesensstörungen, häufig verbunden mit Speicheln, Harn- und Kotabsatz. Bereits vor einem Anfall sind die Katzen meist auffällig ruhe- und orientierungslos, aggressiv oder verkriechen sich. Der Anfall selbst dauert zwischen einer halben und zwei Minuten. Länger dauernde und kurz aufeinander folgende Anfälle können für die Katze lebensbedrohlich sein. Während des Anfalls darf das Tier nicht berührt und schon gar nicht festgehalten werden. Lärm und Hektik können die Situation verschlimmern. Nach einem Anfall ist die Katze erschöpft und teilweise apathisch.

Ursachen und Auslöser

Nur bei etwa 20 Prozent der betroffenen Katzen handelt es sich um eine genetisch bedingte chronische Krankheit. Meist leiden die Tiere an einer erworbenen Erkrankung des Gehirns. Häufig steht Epilepsie im Zusammenhang mit anderen Krankheiten, wie Tumoren oder Stoffwechselerkrankungen. Auch eine Gehirnentzündung oder eine Kopfverletzung, Infektionen oder Vergiftungen können Ursachen sein. Für die Diagnose des Tierarztes sind die Beobachtungen des Tierhalters wichtig. Mit Hilfe einer Computertomografie können Ursachen für epileptische Anfälle gefunden werden. Dann wird der Tierarzt diese Ursachen und auslösende Faktoren bekämpfen. Im Falle einer chronischen Epilepsie kann er nur versuchen, die Symptome zu lindern.

Behandlung nach der Diagnose

Wenn die epileptischen Anfälle nur selten auftreten, ist eine Therapie meist nicht notwendig. Anderenfalls wird der Tierarzt Medikamente verschreiben, die die Anfälle unterdrücken, deren Schwere und Häufigkeit mildern und das Tier beruhigen sollen. Die Art und Dosierung der Medikamente richtet sich danach, wie stark die Epilepsie bei der Katze ausgeprägt ist sowie nach deren Ursachen. Die Medikamente müssen regelmäßig und wahrscheinlich lebenslang gegeben werden. Nicht alle Katzen sprechen darauf gleich gut an. Die Dosierung muss individuell eingestellt werden. Eigenmächtige Änderungen der Dosierung dürfen ohne Rücksprache mit dem Tierarzt nicht erfolgen. Einige Katzenhalter haben auch gute Erfahrungen mit einer homöopathischen Therapie gemacht.

Zuletzt aktualisiert: 20. März 2019, 18:00 Uhr