Ratgeber Zur Haltung von Doggen

Doggen gehören zu den größten Hunden der Welt. Rüden können eine Widerristhöhe von 80 bis 90 cm, Hündinnen von 72 bis 84 cm erreichen. Doggen strahlen Stolz, Kraft und Eleganz aus und flößen Respekt ein. Früher wurden sie vor allem zur Jagd eingesetzt; heute gelten sie als ausgesprochene Familienhunde.

Die Hündin Liese.
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Neben der Deutschen Dogge zählen Rassen aus Großbritannien, Irland, Dänemark, Frankreich, Spanien, Argentinien und Tibet zu den Doggen. Zu den Gemeinsamkeiten gehört, dass Doggen viel Platz und Zeit benötigen und ihre Haltung kostenintensiv ist.

Wesen und Charakter

Die Deutsche Dogge ist ein selbstbewusster und freundlicher Hund voller Kraft und Ausdauer. Seinem Wesen nach menschenbezogen, treu und anhänglich, bewacht und beschützt er seine Familie, ohne aggressiv zu sein. Doggen haben einen sensiblen und sanftmütigen Charakter, können aber sehr temperamentvoll sein. Kindern gegenüber verhalten sie sich gutmütig und geduldig. Fremden Menschen begegnen sie distanziert, es sei denn, von ihnen geht eine Bedrohung aus. Mit Artgenossen und auch mit anderen Haustieren gibt es in der Regel keine Probleme. Doggen sind nicht streitlustig, sondern neigen dazu, gelassen über den Dingen zu stehen. Sie reagieren jedoch feinfühlig auf die Stimmungen ihrer Bezugspersonen.

Ansprüche an die Haltung

Doggen gehören in die Hand erfahrener Hundealter. Wichtig für die Haltung sind viel Platz und Auslauf. Eine erwachsene Dogge braucht einige Stunden Bewegung am Tag. Ein Haus mit Garten, eher in einer ländlichen Umgebung, bietet beste Haltungsbedingungen. Zudem sollte die Behausung ebenerdig sein, denn Doggen haben häufig Gelenkprobleme. Bis sie ausgewachsen sind, dürfen sie überhaupt keine Treppen steigen. Die Haltung der Deutschen Dogge erfordert viel Aufwand und ist teuer. Das betrifft die Kosten für Futter in gebotener Qualität und Menge, für Zubehör und Transport, für Medikamente und Tierarzt. Im Schnitt muss man mit zehnmal höheren Kosten als für einen kleinen Hund rechnen.

Aspekte der Erziehung

Wegen ihrer Kraft und Größe und damit einer potenziellen Gefährlichkeit sind eine fachkundige Erziehung und Führung von Doggen erforderlich. Grundsätzlich ist die Deutsche Dogge lernwillig, lässt sich gern führen und erziehen, aber nicht mit Gewalt. Das intelligente und sensible Tier verzeiht so schnell keine Fehler des Halters und kann auf stur schalten. Die Erziehung erfordert also Einfühlungsvermögen und Konsequenz. Bei dem Kraftpaket greifen zudem einige Mittel der normalen Hundeerziehung nicht. Die Leine hält im Zweifelsfall wohl der stärkste Mann nicht. Die Hunde sollten frühzeitig sozialisiert und mit den Situationen und Lebewesen in ihrer Umgebung vertraut gemacht werden.

Pflege und Gesundheit

Doggen brauchen wegen ihres Gewichtes bis zu 90 kg eine gepolsterte Liegefläche, um die Knochen zu entlasten. Für die Fellpflege reicht regelmäßiges Striegeln mit einer weichen Bürste aus. Ihr Bewegungsapparat muss art- und altersgerecht trainiert und unterstützt und das rechte Maß zwischen Bewegung und Schonung gefunden werden. Tägliche längere Spaziergänge stärken Sehnen und Muskeln und auch das Herz. Eine Deutsche Dogge benötigt von klein auf speziell abgestimmte Nahrung, die auf den jeweiligen Entwicklungs- und Gesundheitszustand angepasst ist. Leider ist die Rasse zuchtbedingt und durch ihre Größe anfällig für diverse Leiden: Knochen- und Gelenkerkrankungen, Herz-Kreislauf-Probleme, Magendrehungen und Augenleiden. Regelmäßig sind Impfungen und Entwurmung beim Tierarzt notwendig. Bei der Deutschen Dogge liegt die Lebenserwartung nur bei 6 bis 10 Jahren.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Tierisch tierisch | 22. Januar 2020 | 19:50 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2020, 10:21 Uhr

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