Ratgeber Der Jagdhund im Wohnzimmer

Seit Jahrhunderten werden Hunderassen für die Jagd gezüchtet und auf Aufgaben bei der Jagd spezialisiert. Längst gehören jedoch Jagdhunde als Familienhunde auch zu privaten Haushalten.

Beagle
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Zu berücksichtigen bei der Haltung von Jagdhunden

Dem Jagdgebrauchshund wird ein hohes Maß an Selbständigkeit, Mut und Gehorsam abverlangt. Jagd ist Teamarbeit, bei der sich Hund und Halter aufeinander verlassen müssen. Der gezüchtete und angeborene Jagdtrieb ist bestenfalls kontrollierbar, aber nie auszulöschen. Er bleibt ein übergeordneter Reiz. Jagdhunde in Privathand sollten eine jagdnahe Erziehung und Beschäftigung bekommen und der Halter muss die nötige Zeit dafür aufbringen können.

Die verschiedenen Jagdhundrassen

Im Deutschen Gebrauchshundewesen sind die Jagdhundrassen nach Aufgaben- gebieten unterteilt. Zum Beispiel zählen zu den Vorstehhunden Setter, Pointer und Weimaraner, zu den Stöberhunden der Cocker Spaniel, zu den Schweißhunden die Dachsbracke, zu den Jagenden Hunden der Beagle, zu den Erdhunden Dackel und Terrier und zu den Apportierhunden der Retriever. Für den Halter eines Jagdhundes kann die Kenntnis über Spezialisierungen seiner Rasse von Vorteil sein.

Jagdhunde in einer Wohnungshaltung

Das aktive Wesen von Jagdhunden verlangt täglich reichlich Auslauf. Ideal ist ein Haus auf einem großen eingezäunten Grundstück in ländlicher Umgebung. Auch eine kombinierte Haltung in Haus und Außenzwinger kann eine brauchbare Lösung sein. Es gibt jedoch durchaus Jagdhunde, die sich für eine Wohnungshaltung eignen. Der individuelle Charakter des Hundes spielt dabei eine größere Rolle als seine Größe. Der große Bewegungsdrang von Jagdhunden fordert jedoch ausreichend Auslaufmöglichkeiten, ohne sich überwiegend auf Asphalt, Stein oder Beton bewegen zu müssen. Viele Halter kennen die Jagdlust ihres Hundes und können diese meist gut kontrollieren.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Tierisch tierisch | 05. Februar 2020 | 19:50 Uhr