Junger gelber Labrador Retriever Welpe mit Futter an der Schnauze auf dem Arm einer Frau.
Bildrechte: IMAGO

Ratgeber | 13.02.2019 Mundgeruch beim Hund

Übler Mundgeruch ist bei Hunden ein verbreitetes Problem. Das kann die Beziehung zwischen Mensch und Hund stark belasten. Ursachen sind oft Probleme mit Zähnen oder Zahnfleisch, Erkrankungen im Bereich von Maul und Rachen oder falsche Ernährung. Allerdings kann Maulgeruch auch ein Symptom von Organerkrankungen sein. Hält das Problem an, wird ein Tierarztbesuch nötig.

Junger gelber Labrador Retriever Welpe mit Futter an der Schnauze auf dem Arm einer Frau.
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Ursachen im Zahnbereich, im Maul und Rachen

Zahnstein, vereiterte oder faulige Zähne, Entzündungen des Zahnfleisches oder der Maulschleimhaut, Nahrungsreste und Fremdkörper wie z. B. Holzsplitter zwischen den Zähnen, im Maul oder im Rachen sowie eine Mandelentzündung können Mundgeruch auslösen, ebenso Entzündungen im Gaumen, an der Nasenschleimhaut oder in den Nasennebenhöhlen. Verursacht werden sie durch Bakterien, Viren oder Pilze. Seltener und eher bei älteren Tieren sind Tumore im Maul oder in der Nase der Grund. Probleme beim Zahnwechsel, Entzündungen und Blutungen im Mund können schon bei Welpen zu Mundgeruch führen.

Ursachen infolge Organerkrankungen

Auch als Folge von Erkrankungen an inneren Organen kann Maulgeruch auftreten. Bitter-gäriger Geruch kommt vom Magen her, so bei einer Schleimhautentzündung oder einer Magen-Darm-Infektion. Auch Stress kann zu einer Überproduktion von Magensäure führen. Für Nierenerkrankungen ist Uringeruch ein Symptom. Übler Atem kann auch bei Lebererkrankungen oder bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse auftreten. Mitunter ist Maulgeruch eine Begleiterscheinung von Diabetes oder einer Krebserkrankung Selbst eine Allergie oder Ekzeme an den Lefzen können Mundgeruch auslösen.

Ursachen bei Futter und Ernährung

Mitunter riechen Hunde nach dem Fressen unangenehm aus dem Maul, so nach der Fütterung mit Fisch, Pansen oder Schlachterabfällen. Manche Hunde fressen auch Aas, Müll oder Kot. Oder sie schlecken sich die Analdrüsen ab. Solch ein Gestank verschwindet nach einiger Zeit wieder von alleine. Mundgeruch fördern kann allerdings falsches Futter. Dann muss eine Futterumstellung in Betracht gezogen werden.

Wie das Problem am besten angehen

Kauknochen und andere Kauartikel oder frische rohe Knochen unterstützen die Zahnpflege. Ebenso gibt es speziell für Hunde entwickelte Zahnbürsten. Für Mundgeruch gibt es keine pauschale Behandlung, denn diese hängt von der zugrundeliegenden Ursache ab. Der Tierarzt wird deshalb zuerst eine gründliche Allgemeinuntersuchung vornehmen, ob der Hund neben dem Mundgeruch noch andere Symptome oder Auffälligkeiten zeigt. Natürlich müssen Zähne und Maulhöhle gründlich untersucht werden. Mit Röntgenaufnahmen von Kopf und Hals können Zahnerkrankungen, Fremdkörper oder Tumore festgestellt werden.

Hausmittel gegen Mundgeruch

Ein wirksames Hausmittel gegen Mundgeruch ist frische Petersilie, die unter das Futter gemischt wird. Ebenso wird Minze empfohlen, wie auch Ingwer, Thymian oder Zimt. Auch Kräuter-Hundekekse können gegeben werden, Apfelspalten oder anderes frisches Obst. Ebenfalls gut gegen Maulgeruch können homöopathische Mittel, Schüssler Salze oder Bierhefetabletten helfen. Auf jeden Fall sollte man Mundgeruch beim Hund immer ernst nehmen, die Ursache herausfinden und behandeln.

Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2019, 15:18 Uhr