Thema Rasseporträt Dogge

Doggen gehören zu den größten Hunden der Welt. Sie strahlen Stolz, Kraft und Eleganz aus und flößen Respekt ein. Neben der Deutschen Dogge zählen Rassen aus Großbritannien, Irland, Dänemark, Frankreich, Spanien, Argentinien und Tibet zu den Doggen. Zu den Gemeinsamkeiten gehört, dass Doggen viel Platz und Zeit benötigen und ihre Haltung kostenintensiv ist. Es gibt drei Grundvarianten der Fellfärbung: Gefleckt und Schwarz, Gelb und gestromt sowie Blau.

Wesen und Charakter

Auf der Webseite des Deutschen Doggen Clubs, Präsidentin Regina Bachmann, wird die Dogge so charakterisiert:

"Freundlich, liebevoll und anhänglich gegenüber ihren Besitzern, Fremden gegenüber darf sie zurückhaltend sein. Gefordert wird ein selbstsicherer, unerschrockener, leichtführiger, gelehriger Begleit- und Familienhund mit einer hohen Reizschwelle, ohne Aggressionsverhalten."

Doggen haben im Idealbild einen sensiblen und sanftmütigen Charakter, können aber sehr temperamentvoll sein. Kindern gegenüber verhalten sie sich gutmütig und geduldig. Mit Artgenossen und auch mit anderen Haustieren gibt es in der Regel keine Probleme. Doggen sind nicht streitlustig, sondern neigen dazu, gelassen über den Dingen zu stehen. Sie reagieren jedoch feinfühlig auf die Stimmungen ihrer Bezugspersonen.

Ansprüche an die Haltung

Doggen gehören in die Hand erfahrener Hundehalter. Wichtig für die Haltung sind viel Platz und Auslauf. Eine erwachsene Dogge braucht einige Stunden Bewegung am Tag. Ein Haus mit Garten, eher in einer ländlichen Umgebung, bietet beste Haltungsbedingungen. Aber auch eine Wohnungshaltung ist möglich. Allerdings sollte die Behausung ebenerdig sein, denn Doggen haben häufig Gelenkprobleme. Bis sie ausgewachsen sind, sollten sie keine Treppen steigen müssen. Rüden können eine Widerristhöhe von 80 bis 90 cm, Hündinnen von 72 bis 84 cm erreichen. Die Haltung der Deutschen Dogge erfordert viel Aufwand und ist teuer. Das betrifft die Kosten für Futter in gebotener Qualität und Menge, für Zubehör und Transport, für Medikamente und Tierarzt sowie Wohnraum.

Aspekte der Erziehung

Wegen ihrer Kraft und Größe ist eine fachkundige Erziehung und Führung von Doggen erforderlich. Grundsätzlich ist die Deutsche Dogge lernwillig, lässt sich gern führen und erziehen, aber nicht mit Gewalt. Das intelligente und sensible Tier verzeiht so schnell keine Fehler des Halters und kann auf stur schalten. Die Erziehung erfordert also Einfühlungsvermögen und Konsequenz. Bei dem Kraftpaket greifen zudem einige Mittel der normalen Hundeerziehung nicht. Die Leine hält im Zweifelsfall wohl der stärkste Mann nicht. Die Hunde sollten frühzeitig sozialisiert und mit den Situationen und Lebewesen in ihrer Umgebung vertraut gemacht werden.

Pflege und Gesundheit

Doggen können bis zu 90 Kg schwer werden und  brauchen deshalb eine gepolsterte Liegefläche, um die Knochen zu entlasten. Für die Fellpflege reicht regelmäßiges Striegeln mit einer weichen Bürste aus. Ihr Bewegungsapparat muss art- und altersgerecht trainiert und unterstützt werden. Tägliche längere Spaziergänge stärken Sehnen und Muskeln und auch das Herz. Eine Deutsche Dogge benötigt von Anfang an speziell abgestimmte Nahrung, die auf den jeweiligen Entwicklungs- und Gesundheitszustand angepasst ist. Leider ist die Rasse zuchtbedingt und durch ihre Größe anfällig für diverse Krankheiten: Knochen- und Gelenkerkrankungen, Herz-Kreislauf-Probleme, Magendrehungen und Augenleiden. Regelmäßig sind Impfungen und Entwurmung notwendig. Bei der Deutschen Dogge liegt die Lebenserwartung bei 8 bis 10 Jahren.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Tierisch tierisch | 22. Juni 2022 | 19:50 Uhr