Ratgeber Zur Haltung von Huskys

Huskys gehören zu den Nordischen Schlittenhunden, die schon seit Jahrhunderten von Nomadenvölkern gezüchtet werden. Sie sind Rudeltiere und sehr menschenbezogen. Sie haben einen starken Bewegungsdrang und müssen körperlich gut ausgelastet werden.

Ein Husky.
Ein Husky. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Steckbrief Siberian Husky

Auffallend sind die vorwiegend leuchtend blauen Augen des Huskys und die weiße dominante Fellfarbe, die mit anderen Farbtönen von Rot bis Schwarz gemischt und gemustert sein kann. Die Widerristhöhe beträgt von 50 bis bis 60 cm. Das Gewicht der Hunde liegt zwischen 15 kg bei Hündinnen und 28 kg bei Rüden. Das pelzartige Fell hat eine dicke Unterwolle.

Wesen und Besonderheiten der Rasse

Der Deutsche Club für Nordische Hunde e.V. charakterisiert den Husky wie folgt: "Wie alle Rudelhunde benötigen sie zum Wohlbefinden andere Artgenossen oder eine enge Bindung an die Familie. Der Siberian Husky ist und bleibt aber vom Wesen her ein Arbeitshund, der sowohl körperlich als auch geistig gefordert und ausgelastet werden muss." Zu seinem Halter baut er eine enge Beziehung auf, bewahrt jedoch seine Eigenständigkeit. Frost, Eis und Schnee sind das Element der Polarhunde. Gut sozialisierte Tiere sind freundlich zu Kindern und können ausgesprochene Familienhunde sein. Artgenossen stehen sozial geprägte Huskys ebenfalls aufgeschlossen gegenüber. Andere Haustiere ignorieren sie in der Regel oder betrachten sie als Beute. Huskys haben ein ausgeprägtes Jagdverhalten und eignen sich nicht als Wachhunde. Schlecht ausgelastet, können sie eigensinnig reagieren. Statt Bellen hört man von ihnen ein wolfsähnliches Heulen und Jaulen.

Haltung und Erziehung

Ein optimales Zuhause bietet ein Haus mit Grundstück oder Garten, für zwei Huskys oder ein ganzes Rudel. Es muss ausbruchsicher sein, denn die Hunde sind Kletterkünstler und graben gern. Zwar sind Einzelhaltung und Wohnungshaltung möglich, werden jedoch dem Wesen der Tiere nicht gerecht. Huskys stecken voller Energie und Intelligenz, bleiben aber nicht gern allein, sondern wollen überall dabei sein. Die beste Auslastung ist das Ziehen von Lasten, also Schlitten, Wagen oder Stämme beim Bäumerücken. Sie übernehmen gern Zugaufgaben beim Schneeschuhwandern, Canicross, Bikejöring oder Scooterjöring. Gute Bewegungsmöglichkeiten bieten auch Geländeläufe, lange Radtouren und Schwimmen. Dagegen können Huskys Agility oder Dog Dance wenig abgewinnen.

Besonderer Wert sollte aufgrund des Jagdtriebes auf das Abrufen gelegt werden. Der Husky braucht muss unbedingt konsequent aber ohne Druck erzogen werden. Seine Neugier und Verspieltheit können den Hund dabei zusätzlich motivieren. Absoluter Gehorsam lässt sich jedoch nicht erreichen. Ein Husky bewahrt immer seinen eigenen Kopf.

Ernährung und Pflege

Die Futtermenge richtet sich nach der Größe des Polarhundes und seiner Bewegungsaktivität. Halter von Huskys bevorzugen Trockenfutter oder Biologisch-Artgerechte-Roh-Fütterung (BARF).

Der Siberian Husky ist eine gesunde Rasse für extreme Klimazonen. Das dichte Fell sollte weder geschoren noch mit Shampoo gewaschen, sondern vor allem beim Fellwechsel ausreichend gebürstet werden. Die Unterwolle verlieren die Hunde mehrmals im Jahr. Mit den kurzen milden Wintern und wärmer werdenden Sommern stehen Halter von Polarhunden im Konflikt, ihre Tiere artgerecht auslasten zu können. An heißen Tagen besteht durch die dichte Unterwolle die Gefahr einer schnellen Überhitzung.

Die Krallen nutzen Huskys bei artgerechter Auslastung selbst ab. Halter und Tierarzt überprüfen Fell und Kot der Tiere auf Ungeziefer und das Gebiss auf Zahnsteinbildung.

Die Lebenserwartung von Siberian Huskys liegt bei 12 bis 15 Jahren.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Tierisch tierisch | 05. Januar 2022 | 19:50 Uhr