Do 30.09. 2021 23:40Uhr 53:53 min

Andris Nelsons
Andris Nelsons Bildrechte: IMAGO/imaginechina
MDR FERNSEHEN Do, 30.09.2021 23:40 00:35

Erlebnis Musik Andris Nelsons dirigiert Tschaikowski

Andris Nelsons dirigiert Tschaikowski

5. Sinfonie e-Moll op. 64

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Andris Nelsons in Bildern

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Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons im Porträt
Unter seinen Vorgängern im Amt des Gewandhauskapellmeisters sind viele große Namen, heute gilt Andris Nelsons selbst als einer der besten Dirigenten weltweit.  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons im Porträt
Unter seinen Vorgängern im Amt des Gewandhauskapellmeisters sind viele große Namen, heute gilt Andris Nelsons selbst als einer der besten Dirigenten weltweit.  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons im Porträt
Seit 2018 leitet er in Leipzig das älteste bürgerliche Sinfonieorchester der Welt, gleichzeitig ist er Musikdirektor des Boston Symphony Orchestras. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons (l.) und Violinistin Baiba Skride (r.)
Regelmäßig arbeitet er mit herausragenden Solisten, etwa mit der Violinistin Baiba Skride, die ebenfalls aus Lettland stammt und erklärt, warum Nelsons und das Gewandhausorchester gut zusammenpassen: Sie kenne Nelsons lange, liebe seine herzliche und warmherzige Art, seine Persönlichkeit harmoniere gut mit einem Orchester, das sich auszeichne durch "diesem warmen Klang". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons im Porträt
Geboren wird Andris Nelsons am 18. Novemver 1978 im lettischen Riga, seine Eltern lieben die Musik. Als Fünfjähriger beginnt er mit dem Klavierspiel. Mit elf Jahren lernt er Trompete. Seine Begeisterung für die Musik führt er auf ein prägendes Erlebnis zurück: Mit seinen Eltern besucht er die Aufführung von Wagners "Tannhäuser" im Rigaer Opernhaus.  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons im Porträt
Nelsons wächst auf im Lettland zu Zeiten der Sowjetunion, als der Eiserne Vorhang fällt, ist er 12. Rückblickend sagt er, hätte es in der Schule nicht diese strenge, frühmusikalische Erziehung gegeben, wäre er vielleicht lieber Fußballspielen gegangen. Dass Musik nichts nur Privates ist, sondern etwas bewegen kann, erlebt er während der "Singenden Revolution" in seiner Heimat. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons im Porträt
Schon 2003 wird Nelsons mit erst 24 Jahren zum Chefdirigenten der Lettischen Nationaloper ernannt – als Jüngster in der Geschichte. Seine Karriere geht in atemberaubendem Tempo voran: von der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford über das City of Birmingham Orchestra zum Boston Symphony, daneben gibt er regelmäßig Gastdirigate mit namhaften Solisten und Klangköpern weltweit. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons im Porträt
Im Februar 2018 wird Andris Nelsons im Alten Rathaus in Leipzig zum Gewandhauskapellmeister ernannt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons im Porträt
Er sieht sich als Diener der Komponisten. Ein Anliegen ist es ihm, dass er mit seiner Musik möglichst viele Menschen erreicht. Bei den Konzerten im Gewandhaus, aber auch open air, im Juni im Leipziger Rosental. Inzwischen pendelt er nicht nur zwischen zwei Orchestern, sondern sorgt für Austausch zwischen Gewandhaus und Boston Symphony Orchestra.  Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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"Nach jeder Aufführung komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass meine letzte Symphonie ein misslungenes Werk ist... Es hat sich herausgestellt, dass sie zu bunt, zu massig, zu unaufrichtig, zu lang, überhaupt wenig ansprechend ist. Sollte ich mich schon ausgeschrieben haben?" Dies schrieb der 48-jährige Peter Tschaikowski an seine Freundin und Gönnerin Nadeshda von Meck.

Dabei war die Uraufführung seiner "Schicksalssinfonie" im November 1888 in St. Petersburg durchaus kein Misserfolg. Die Begeisterung über das Werk wuchs sogar mit jeder weiteren Darbietung. Vermutlich lag es an der grüblerischen, von Selbstzweifeln geplagten Natur des Komponisten, die es ihm fast unmöglich machte, eine selbstbewusste Haltung zur eigenen Schöpferkraft zu entwickeln.

So verlegte er sich in seinen letzten Lebensjahren zunehmend aufs Dirigieren. Andris Nelsons, in dessen Interpretation das Werk zu erleben ist, äußerte dazu: "Ich denke es ist ein unerfülltes Finale. Es steht in E-Dur, trotzdem empfinde ich es so, dass der vierte Satz vom Anfang bis zur Apotheose der Tanz des Bösen ist. Das klingt jetzt sehr einfach, natürlich die Idee ist der Sieg des Schicksals, aber am Schluss gibt es einen Konflikt. Wir wissen nicht, wie er sich entscheidet. Soll er weiter komponieren? Soll er sterben? Dieser letzte Satz reflektiert die Konflikte seines Lebens."

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