Mi 06.10. 2021 21:15Uhr 30:00 min

Faszination Vögel Echt

Kampf in den Städten - Friedenstaube oder Ratten der Lüfte?

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Eine Taube in der Stadt Bildrechte: MDR/Frank Menzel
MDR FERNSEHEN Mi, 06.10.2021 21:15 21:45

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Tauben: Von vielen leidenschaftlich gehasst - als Krankheitsüberträgerin, Stadt-Verschmutzerin, als Ratte der Lüfte. Und von einigen heiß geliebt - als Sinnbild für Frieden, Unschuld und Treue, als schützenswerte Mitbewohnerin in unseren Städten. Bildrechte: MDR/Kerstin Wuthenow
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Tauben: Von vielen leidenschaftlich gehasst - als Krankheitsüberträgerin, Stadt-Verschmutzerin, als Ratte der Lüfte. Und von einigen heiß geliebt - als Sinnbild für Frieden, Unschuld und Treue, als schützenswerte Mitbewohnerin in unseren Städten. Bildrechte: MDR/Kerstin Wuthenow
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Schon seit der Steinzeit hält der Mensch Tauben und nutzt ihr Fleisch als Nahrung. Aber vor allen werden sie als Brieftauben eingesetzt. Julius Cäsar, Dschingis Kahn und die Nachrichtenagentur Reuters haben ihren Erfolg auch Brieftauben zu verdanken! Bildrechte: MDR/Frank Menzel
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Martin Holz (r.) ist Betreiber eines großen Einkaufszentrums lässt sich auf ein Experiment ein. Er lässt ein komfortables Taubenhaus auf dem Dach des Einkaufszentrums bauen. Kann so der Bestand der Stadttauben reduziert werden? Bildrechte: MDR/Frank Menzel
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Denn schon alles Mögliche wurde versucht, um Tauben zu vertreiben. Aber nichts hat bisher auf Dauer Erfolg. Nun geht Sven Voss den Geheimnissen der verkannten Vögel auf den Grund. Bildrechte: MDR/Frank Menzel
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Martin Holz ist Betreiber eines großen Einkaufszentrums in der Jenaer Innenstadt. Die Zeit, als es hier Tauben gab, hat er gut in Erinnerung. "Es waren nur drei oder vier Brutpaare hier drin. Aber das war absolut untragbar. In kürzester Zeit wären es ja Hunderte gewesen. Ich war verzweifelt." Er lässt sich auf ein Experiment ein: zusammen mit Tierschützern und der Stadt lässt er ein komfortables Taubenhaus auf dem Dach des Einkaufszentrums bauen, Futter und Nistplätze inklusive. Es scheint absurd - aber ist das eine wirksame Methode, den Bestand der Stadttauben zu reduzieren?

Von vielen wird sie leidenschaftlich gehasst - als Krankheitsüberträgerin, Stadt-Verschmutzerin, als Ratte der Lüfte. Und von einigen heiß geliebt - als Sinnbild für Frieden, Unschuld und Treue, als schützenswerte Mitbewohnerin in unseren Städten. Aber einig sind sich alle: irgendwie muss der Tauben-Bestand in den Städten reguliert werden, damit es nicht zu viele werden. Nur - wie kann das gelingen?

Schon seit der Steinzeit hält der Mensch Tauben und nutzt ihr Fleisch als Nahrung und ihren Kot als Dünger. Aber vor allem werden sie für ihren fantastischen Orientierungssinn geschätzt und als Brieftauben eingesetzt. Julius Cäsar, Dschingis Kahn und die Nachrichtenagentur Reuters haben ihren Erfolg auch Brieftauben zu verdanken!

Vom Menschen gezüchtet, dann nicht mehr gebraucht, gelangen sie in die Städte. Nach der Wende ist der Osten besonders stark betroffen, leerstehende Häuser bieten perfekte Nistplätze. Und Tauben vermehren sich rasant: Sechs Mal pro Jahr können sie Nachwuchs bekommen. Und jede einzelne von ihnen kotet bis zu 12 Kilogramm pro Jahr! Alles Mögliche wurde schon versucht, um sie zu vertreiben: erschießen, vergiften, vergrämen. Aber nichts hat bisher auf Dauer Erfolg.

"Echt"-Moderator Sven Voss erkundet das Taubenhaus in Jena - ist dieses Modell eine gute Methode, um den Taubenbestand in den Städten zu reduzieren? Wie infektiös sind Tauben tatsächlich? Stimmt es, dass sie lesen können? Sind sie einfach zu schlau, um uns Menschen auf den Leim zu gehen?

Heute bei "Echt": Wer gewinnt den Kampf in den Städten? Sven Voss geht den Geheimnissen der verkannten Vögel auf den Grund.

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