Sa 11.09. 2021 00:35Uhr 89:38 min

Der schweigende Stern

Spielfilm DDR/Polen 1959

Komplette Sendung

v.l.n.r.: Der polnische Chefingieur Soltyk (Ignacy Machowski), der amerikanische Atomphysiker Hawling (Oldrich Lukes) und der chinesische Linguist Tschen Yü (Tang Hua-ta, Mitte).in einer wenig einladend wirkenden Umgebung, 90 min
Da die Raumschiff-Mannschaft den Funkkontakt zu ihrem Kundschafter Brinkmann verloren hat, landen sie nun doch unvorbereitet auf der Venus. Sie wollen Brinkmann suchen. v.l.n.r.: Der polnische Chefingieur Soltyk (Ignacy Machowski) Der amerikanische Atomphysiker Hawling (Oldrich Lukes) Der chinesische Linguist Tschen Yü (Tang Hua-ta, Mitte). Bildrechte: MDR/PROGRESS/Waltraut Pathenheim
MDR FERNSEHEN Sa, 11.09.2021 00:35 02:05

Acht Weltraumfahrer verschiedener Nationen landen 1970 auf der Venus. Eine entschlüsselte Botschaft gab Anlass zur Befürchtung, dass von diesem Planeten ein Angriff auf die Erde ausgehen sollte. Doch eine Atomkatastrophe hat auf der Venus alles Leben ausgelöscht. In dieser Welt sind auch die Kosmonauten tödlichen Gefahren ausgesetzt.

Bilder zur Sendung

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Der indische Mathematiker Sikarna (Kurt Rackelmann, 3.v.r.) im Gespräcg mit Kolleginnen und Kollegen.
Erste Worte konnten von der in der Wüste Gobi gefundenen, geheimnisvollen Magnetspule entschlüsselt werden. Doch der indische Mathematiker Sikarna (Kurt Rackelmann, 3.v.r.) weist darauf hin, dass die Magnetspule durch Einwirkung sehr hoher Temperatur stark beschädigt ist. So bleibt den Wissenschaftlern der Inhalt der Botschaft der Venus-Bewohner an die Erde noch verborgen. Bildrechte: MDR/PROGRESS/Waltraut Pathenheim
Der indische Mathematiker Sikarna (Kurt Rackelmann, 3.v.r.) im Gespräcg mit Kolleginnen und Kollegen.
Erste Worte konnten von der in der Wüste Gobi gefundenen, geheimnisvollen Magnetspule entschlüsselt werden. Doch der indische Mathematiker Sikarna (Kurt Rackelmann, 3.v.r.) weist darauf hin, dass die Magnetspule durch Einwirkung sehr hoher Temperatur stark beschädigt ist. So bleibt den Wissenschaftlern der Inhalt der Botschaft der Venus-Bewohner an die Erde noch verborgen. Bildrechte: MDR/PROGRESS/Waltraut Pathenheim
(v. l. n. r.): Ignacy Nachowski (Saltyk, polnischer Chefingenieur), Yoko Tani (Sumiko, japanische Ärztin), Günther Simon (Brinkmann, deutscher Pilot), und Oldrich Lukes (Hawling, amerikanischer Atomphysiker).
Untersuchungen der kosmischen Spule ergeben dann, dass der 1908 über Zentralasien abgestürzte Meteorit eigentlich ein Raumschiff von der Venus war. Das lässt Unruhe aufkommen, denn anscheinend kamen die Venusbewohner nicht in friedlicher Absicht zur Erde. Bildrechte: MDR/RBB/Progress Film-Verleih GmbH
(v. l. n. r.): Oldrich Lukes (Hawling, amerikanischer Atomphysiker), Ignacy Nachowski (Saltyk, polnischer Chefingenieur) und Yoko Tani (Sumiko, japanische Ärztin).
Schließlich werden acht Astronauten mit unterschiedlichen Nationalitäten zu dem fremden Planeten geschickt. Mit dem Kosmokrater I fliegen sie zur Venus – ohne zu wissen, ob von dort immer noch Gefahr ausgeht. Bildrechte: MDR/RBB/Progress Film-Verleih GmbH
Der polnische Chefingieur Soltyk (Ignacy Machowski), der amerikanische Atomphysiker Hawling (Oldrich Lukes) und der chinesische Linguist Tschen Yü (Tang Hua-ta, Mitte) in einer wenig einladend wirkenden Umgebung auf der Venus.
Da die Raumschiff-Mannschaft den Funkkontakt zu ihrem Kundschafter Brinkmann verloren hat, landet sie nun doch unvorbereitet auf der Venus. Sie wollen Brinkmann suchen. Bildrechte: MDR/PROGRESS/Waltraut Pathenheim
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DEFA 75 + Zum 100. Geburtstag von Stanislaw Lem (12.09.1921)

Eine Sensationsmeldung geht um die Welt: Die Entschlüsselung magnetischer Aufzeichnungen einer in der Wüste Gobi gefundenen kosmischen Spule hat ergeben, dass der 1908 über Zentralasien abgestürzte Meteorit in Wirklichkeit ein Raumschiff von der Venus war. Die Daten lassen außerdem keinen Zweifel daran, dass die Venusbewohner damals nicht in friedlicher Absicht kamen. Pausenlos schicken nun die Funk- und Radarstationen Signale von der Erde an die Venus. Aber der ferne Stern schweigt. Droht der Menschheit weiterhin Gefahr?

Um die Antwort darauf zu finden, brechen acht Menschen unterschiedlicher Nationalität mit dem Kosmokrater I zum Flug ins Universum auf. Die Leitung übernimmt der sowjetische Kosmonaut Arsenjew (Michail N. Postnikow). Auf der Venus gelandet, entdecken die Wissenschaftler im rötlich wallenden Nebel eine im Selbstlauf funktionierende gigantische Anlage, die offensichtlich außer Kontrolle geriet und nicht die Erde, sondern die Venusbewohner selbst vernichtete.

Immer noch setzt das Monstrum atomare Strahlen frei, und nur um Haaresbreite entgeht die Besatzung dem gleichen Schicksal. Damit überhaupt ein Teil der Besatzung zur Erde zurückkehren kann, um der Menschheit Gewissheit zu geben, dass von der Venus keine Gefahr mehr droht, opfern drei der Weltraumfahrer ihr Leben, auch der Pilot Brinkmann (Günther Simon).

"Utopia zwischen Tiefsee und Galaxis" - kein anderes Thema hat die Phantasie des Menschen mehr beflügelt. Was der Franzose Georges Méliès 1902 mit seiner "Reise zum Mond" begann, prägte von da an auf unterschiedlichste Weise die Geschichte des Science-Fiction-Films. So verschieden die Filme auch sind, haben sie dennoch eines gemeinsam: Sie sind der Spiegel ihrer Entstehungszeit mit ihren menschlichen Hoffnungen und Ängsten.

Kurt Maetzigs für die damalige Zeit beeindruckender Streifen nimmt z. B. Stellung gegen den Missbrauch der Atomkraft, ein Thema, das zur Zeit des "Kalten Krieges" von existentieller Bedeutung war. Gedreht nach dem Roman "Planet des Todes" von Stanislaw Lem (1921-2006), ist "Der schweigende Stern" der erste Science-Fiction-Film der DEFA, der zugleich zum großen Publikumserfolg wurde.
Mitwirkende
Musik: Andrzej Markowski
Kamera: Joachim Hasler
Buch: Jan Fethke, Wolfgang Kohlhaase, Günter Reisch, Günther Rücker, Alexander Graf Stenbock-Fermor
Vorlage: Stanislaw Lem
Regie: Kurt Maetzig
Darsteller
Dr. Sumiko Ogimura, Ärztin: Yoko Tani
Prof. Hawling, Atomphysiker: Oldrich Lukes
Saltyk, Chefingenieur: Ignacy Machowski
Talua, Fernsehtechniker: Julius Ongewe
Prof. Arsenjew, Astronaut: Michail N. Postnikow
Prof. Sikarna, Mathematiker: Kurt Rackelmann
Raimund Brinkmann, Pilot: Günther Simon
Tschen Yü, Linguist: Tang Hua-Ta
Blonde Fernsehreporterin: Lucina Winnicka
Weimann, Wissenschaftler: Eduard von Winterstein
Konsortiums-Vorsitzender: Paul Paulsen
und andere