So 05.12. 2021 22:20Uhr 45:00 min

Filmemacher Steffen Krones auf den Lofoten mit einer GPS-Boje, die sich auf  ihrer Reise in Plastiknetzen verfangen hat.
Filmemacher Steffen Krones auf den Lofoten mit einer GPS-Boje, die sich auf ihrer Reise in Plastiknetzen verfangen hat. Bildrechte: MDR/ravir film
MDR FERNSEHEN So, 05.12.2021 22:20 23:05
MDR FERNSEHEN So, 05.12.2021 22:20 23:05

MDR Wissen Flaschenpost aus Dresden?

Flaschenpost aus Dresden?

Wie sich unser Müll über die Elbe verbreitet

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Bilder zur Sendung

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Filmemacher Steffen Krones auf den Lofoten mit einer GPS-Boje, die sich auf ihrer Reise in Plastiknetzen verfangen hat.
Der Dresdner Filmemacher Steffen Krones entdeckt auf seiner Reise durch die Arktis, auf einer kleinen Insel der Lofoten, eine angespülte Bierflasche aus Deutschland. Die Strände sind von Müll übersäht – obwohl sie weit weg von der Zivilisation liegen. Bildrechte: MDR/ravir film
Filmemacher Steffen Krones auf den Lofoten mit einer GPS-Boje, die sich auf ihrer Reise in Plastiknetzen verfangen hat.
Der Dresdner Filmemacher Steffen Krones entdeckt auf seiner Reise durch die Arktis, auf einer kleinen Insel der Lofoten, eine angespülte Bierflasche aus Deutschland. Die Strände sind von Müll übersäht – obwohl sie weit weg von der Zivilisation liegen. Bildrechte: MDR/ravir film
Plastikmüll liegt auf dem Meeresboden
Wird unser Müll wirklich bis in die Arktis gespült? Diese Frage lässt Filmemacher Steffen Krones nicht mehr los. Deshalb möchte er selbst herausfinden, wohin das Wasser den Müll bringt. Bildrechte: MDR/ravir film
Eine GPS-Boje auf ihrer langen Reise zu den Lofoten.
Um das herauszufinden wollen die Filmemacher eine spezielle „Flaschenpost“ losschicken. Zusammen mit Freunden entwickeln sie GPS-Bojen, die in der Elbe ausgesetzt werden. Bildrechte: MDR/ravir film
Eine GPS-Boje, verfangen in Plastiknetzen
Das Team begleitet die GPS-Bojen auf ihren Weg über das offene Meer. Doch schon bald verfängt sich eine GPS-Boje hat auf ihrer Reise in Plastiknetzen. Bildrechte: MDR/ravir film
Eine Plastiktüte unterwasser
Angetrieben von der verrückten Idee, eine Flaschenpost bis auf die Lofoten zu schicken, erleben sie unzählige komische und unglaubliche Momente, Fehltritte aber auch Überraschungen. Bildrechte: MDR/ravir film
Kris, ein Inuit aus Norwegen, begleitet das Team im Nordpolarmeer.
Kris, ein Inuit aus Norwegen, begleitet das Team im Nordpolarmeer. Bildrechte: MDR/ravir film
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Auf einer Reise in die Arktis entdeckt der Dresdner Filmemacher Steffen Krones etwas Unglaubliches: Auf einer kleinen Insel der Lofoten, mitten im Nordpolarmeer, sind die Strände von Müll übersäht - obwohl die Zivilisation hunderte Kilometer weit weg ist. Und mittendrin: Eine deutsche Bierflasche. Kann das sein? Wird unser Müll wirklich bis in die Arktis gespült? Um das herauszufinden, baut der Filmemacher mit Freunden GPS-Bojen, um sie in der Elbe auszusetzen und ihren Weg in die Welt mit der Kamera zu begleiten.

Wird unser Müll tatsächlich bis in den Polarkreis gespült? Zurück in Dresden lässt diese Frage den Filmemacher Steffen Krones nicht mehr los. Er will es selbst herausfinden. Zusammen mit seinem Freund und Nachbarn, dem technischen Designer Paul Weiss, beginnt er, GPS-Bojen zu bauen, um ihren Weg durch die Elbe und danach durch die Nordsee zu verfolgen. Angetrieben von der verrückten Idee, eine Flaschenpost bis auf die Lofoten zu schicken, erleben sie unzählige komische und unglaubliche Momente, Fehltritte aber auch Überraschungen. MDR WISSEN zeigt in dieser Dokumentation die komplette Geschichte dieser einzigartigen Flaschenpost aus Dresden.

Für sein Projekt holt sich Steffen Krones die Unterstützung renommierter Wissenschaftler wie Dr. Melanie Bergmann und Dr. Lars Gutow vom Alfred-Wegener-Institut, denn zunächst muss er verstehen, was überhaupt mit unserem Müll passiert, wenn er unsere Flüsse und Meere erreicht. Neben diesen Wissenschaftlern begleitet ihn zudem sein Freund Kris, ein Inuit aus Norwegen, der im Nordpolarmeer als Reisebegleiter den Touristen die Fragilität und Schönheit der Natur und zugleich den Einfluss des Menschen durch Plastikverschmutzung näher bringen will.

Fast drei Jahre lang arbeiten Steffen Krones und seine Freunde an ihrem Bojen-Projekt - und somit auch an dem Film "Flaschenpost aus Dresden?". Stilistisch variiert der Film zwischen modernen, authentischen "Selfie"-Aufnahmen, welche die Protagonisten zum Teil selbstständig mit Handys und Handkameras aufnehmen, und großen Kino-Impressionen von den atemberaubenden Landschaften, die sie auf ihrer Reise erkunden. So verbindet sich auch filmisch die persönliche Erfahrung der Freunde mit dem großen Thema Natur und Umweltschutz.