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So, 22.05. 15:00 Uhr 87:10 min

Einfach Blumen aufs Dach

Spielfilm, DDR 1979

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Nach der Geburt ihrer Zwillinge sind die Blaschkes zu sechst. Nun ist der Trabi wirklich zu klein. Mit Hilfe seiner Kollegen und eines Ministers ersteht Herr Blaschke einen "Tschaika" zum Schrottpreis. Aber die Staatskarosse sorgt nun für reichlich Turbulenzen.

Einfach Blumen aufs Dach

Berlin, 1978. Maxi Blaschke (Barbara Dittus, re.) und ihr Mann Hannes (Martin Trettau, li.) haben gerade Nachwuchs bekommen - und zwar gleich doppelt. Doch die unverhoffte Zwillingsgeburt stellt die Blaschkes vor eine Herausforderung: Für vier Kinder, zwei Erwachsene und einen Hund ist im kleinen Familien-Trabbi wahrlich kein Platz. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Jürgen Lenz
Die Blaschkes brauchen schleunigst ein größeres Auto. Auf einem Schrottplatz werden Hannes und seine Kollegen Sohni Schilling (Jaecki Schwarz, 2.v.re.) und Jochen Müller (Carl Heinz Choynski, re.) fündig: Sie entdecken einen zum Verschrotten abgegebenen Repräsentationswagen der sowjetischen Marke "Tschaika", den Hannes dank der Überzeugungskunst seiner Kollegen tatsächlich erwerben kann. Dass die Staatskarosse für diverse Turbulenzen sorgen wird, ahnt er nicht. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Jürgen Lenz
Hannes holt seine Frau Maxi mit den neugeborenen Zwillingen ab. Er hat eine Überraschung für sie: Ihr neues Familienauto ist ein Tschaika. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Jürgen Lenz
Doch Maxi ist von dem protzigen Tschaika wenig begeistert. Als ihre Arbeitskollegen sie standesgemäß mit Bus und rotem Teppich vom Krankenhaus abholen, steigt sie lieber in diesen, als in das neue Familienauto. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Jürgen Lenz
In einem Dorf macht der Tschaika der Blaschkes Furore: Die Bewohner vermuten in Blaschke und seinen Kollegen wichtige Persönlichkeiten und wollen ihre Gunst gewinnen. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Jürgen Lenz
Nachdem sie einen beruflichen Auftrag beendet haben, bleibt Hannes mit seinen Arbeitskollegen Sohni Schilling (Jaecki Schwarz, li.) und Kurt Klawohn (Werner Godemann, re.) auf dem Weg nach Hause im tiefen Matsch stecken. Rettung kommt von Volksarmisten, die den vermeintlichen Regierungsmitgliedern zur Hilfe eilen. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Jürgen Lenz
Fortan gerät Hannes wegen seiner vermeintlichen Staatskarosse Tschaika in besondere Situationen: In einem Hotel wird er in der Fürstensuite untergebracht, auf seinen Wunsch hin werden seine Söhne von der Polizei eskortiert und er wird zu einem diplomatischen Cocktail-Empfang geladen. Hannes hat sich schnell an die Bequemlichkeiten und Vorzüge gewöhnt und klärt die Verwechslungen nicht auf - der neue Luxus ist ihm zu Kopf gestiegen. Das sorgt auch für Ärger in der Familie. Bildrechte: PROGRESS Film-Verleih/Jürgen Lenz

Berlin, im Jahre 1978. Hochspannungsmonteur Hannes Blaschke (Martin Trettau) und seine Frau Maxi (Barbara Dittus), Busfahrerin, haben Familienzuwachs bekommen: Zwillinge. Das stellt sie vor ein Problem. Ihr Trabant ist zu klein, um die große Familie, zu der noch zwei Söhne und ein Hund gehören, aufzunehmen. Hannes` Brigade weiß Rat. Gemeinsam sehen sie sich auf einem Autoschrottplatz der DHZ (Deutsche Handelszentrale) nach einem größeren Wagen um und entdecken dort einen zum Verschrotten abgegebenen Repräsentationswagen der sowjetischen Marke "Tschaika". Mit Hilfe eines ministeriellen Machtwortes erwirbt Herr Blaschke die Luxuslimousine für eine Mark pro Kilo.

Während seine Frau Maxi anfangs ein Problem mit der Karosse hat, sonnt sich Herr Blaschke in der Zuvorkommenheit, die ihm plötzlich überall entgegengebracht wird. Da sind Volkspolizisten schnell bereit, Parksünden zu ignorieren und ein Halteverbotsschild zu versetzen, da stehen Pioniergruppen stramm und helfen Volksarmisten im Manöver aus dem Schlamm. Da öffnen sich für die dem Tschaika entsteigenden Kollegen die Tore eines ausverkauften Länderspielstadions und Herr Blaschke gerät sogar auf einen diplomatischen Cocktail-Empfang. Das steigt ihm alles reichlich zu Kopf und so verpassen ihm seine Kollegen einen Denkzettel: Sie bemalen den schwarzen Tschaika mit bunten Blumen - sozusagen Flower-Power statt Staatsmacht.


Mit "Einfach Blumen aufs Dach" gelang Regisseur Roland Oehme eine weitere heitere DEFA-Komödie, in die das Publikum strömte. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit dem Schriftsteller Rudi Strahl (1931 - 2001), der zu den erfolgreichsten Dramatikern der DDR gehörte. Er hatte das Talent, "Stücke zu schreiben, in denen die DDR über sich selbst lachte und nur ein einziges Mal verboten zu werden" (Freitag). Der Film wurde von Kritikern als beste Komödie des Jahres 1979 gewählt. Zu diesem Erfolg trug neben der Geschichte das großartige Darstellerensemble bei: "Besetzung, Führung und Arbeit der Schauspieler sind im Einzelnen wie im organischen Ensemblespiel außerordentlich gut", urteilte Klaus Wischnewski in "Film und Fernsehen" 7/1979.

Mitwirkende

Musik: Hans Jürgen Wenzel
Kamera: Jürgen Lenz
Buch: Rudi Strahl, Roland Oehme
Regie: Roland Oehme

Darsteller

Hannes Blaschke: Martin Trettau
Maxi Blaschke: Barbara Dittus
Uwe Blaschke: Lars Jung
Jochen Müller: Carl Heinz Choynski
Kurt Klawohn: Werner Godemann
Sohni Schilling: Jaecki Schwarz
Minister: Albert Hetterle
Referentin: Marianne Wünscher
Wachtmeister Scheibchen: Thomas Neumann
Elfi Müller: Carmen-Maja Antoni
DHZ-Direktor: Hannjo Hasse
Empfangschef "Neptun": Achim Wolff
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