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So, 17.07. 09:00 Uhr 29:38 min

Unser Dorf hat Wochenende

Löbnitz

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Drei Seen umgeben das Dorf Löbnitz und seine vier Ortsteile. Die rund 2100 Bewohner haben es einfach, eine Badestelle zu finden. Allerdings steht der große Seelhausener See noch immer unter Bergrecht: Schwimmen oder Wassersport sind eigentlich verboten. Bildrechte: MDR/Mathias Schaefer
Springreiter Manuel Prause hat mit seinem Pferd Cadillac schon etliche Preise abgeräumt - kürzlich sogar das Löbnitzer Heimturnier im Reitstadion des Dorfes. Bildrechte: MDR/Mathias Schaefer
Springreiter Manuel Prause ist auch Pferdetrainer. Gestern hat er einen 5jährigen Wallach gekauft. Junge hoffnungsvolle Reitpferde bezieht er oft aus der Ukraine. Normalerweise fliegt er hin, um sich die Pferde vor Ort anzusehen. In Pandemiezeiten konnte er sich aber nur aufgrund von Videostudien entscheiden. Bildrechte: MDR/Norbert Rossbach
Auch viel Grün gibt es in Löbnitz. Im Park wird ja vielleicht bald wieder ein tolles Fest steigen. Bildrechte: MDR/Mathias Schaefer
Einen neuen Garten hat die altehrwürdige Kirche bekommen. 400.000 Euro haben die Bau- und Pflanzarbeiten gekostet. Kirchgemeinde und Rathaus haben das Projekt gemeinsam gestemmt. Bildrechte: MDR/Mathias Schaefer
Mehr als tausend Stunden war Gerold Weber schon in der Luft. Der 68-Jährige gehörte sogar zur Nationalauswahl der DDR. Aber nur sechs Jahre lang - politische Willkür zwang ihn, das Fliegen vorrübergehend an den Nagel zu hängen. Bildrechte: MDR/Mathias Schaefer
Nur beim Start des Motors qualmt die U2, ein Doppeldecker sowjetischer Bauart, den Fliegerfreunde vom Flugplatz Löbnitz restauriert haben. Von 1928 bis in die 50er Jahre massenhaft produziert, ist das Flugzeug heute eine Rarität. Bildrechte: MDR/Mathias Schaefer
Der Doppeldecker kann Segelflugzeuge ziehen. Bei einer maximalen Fluggeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern dauert das aber seine Zeit. Mit der Winde sind die Piloten schneller in der Luft. Bildrechte: MDR/Mathias Schaefer
An der alten Mulde liegt der Löbnitzer Campingplatz. Die beiden Gäste aus Eilenburg fahren mit ihrem Wohnmobil gern nach Schweden und Norwegen. Aber für ein Wochenende im Jahr steuern sie Löbnitz an. Bildrechte: MDR/Norbert Rossbach

Drei Seen umgeben Löbnitz, im Norden fließt die Mulde - das sächsische Dorf, das an der Grenze zu Sachsen- Anhalt liegt, ist mit seinen vier Ortsteilen ein lebenswertes Fleckchen Erde geworden. Der Braunkohle-Tagebau ist Geschichte, die kaum 20 Kilometer entfernte Chemie-Industrie in Bitterfeld-Wolfen zum großen Teil auch. Für viele der etwa 2100 Dorbewohner ist der Strukturwandel geglückt. Eigenheime schießen wie Pilze aus dem Boden. Es gibt einen Supermarkt, Ärzte, Apotheke und Geldautomaten. Nun möchte das nordsächsische Dorf den Tourismus weiter ankurbeln. Nicht nur mit Wassersport. Für Turnierreiter etwa ist Löbnitz längst ein Begriff. Als "Dorf der Pferde" wurde es sogar schon in der DDR geadelt. Bis heute finden in der Pferdesport-Arena beachtete Turniere im Springreiten statt.

Auch der Flugplatz legt immer wieder Touristen an. Eher weniger bei den Segelfliegern, die endlich wieder in Vereinsstärke auf das Rollfeld dürfen, dafür umso mehr bei den Fallschirmspringern, die nun auch wieder aktiv sind. Im Halb-Stunden-Takt stürzen sich Mitglieder mit wagemutigen Gäste aus dem Flugzeug. 4000 Meter Höhe versprechen 50 Sekunden freien Fall. Der Fallschirmsportverein ist nach Löbnitz gezogen, als das neue Messegelände in Leipzig gebaut und der Mockauer Flughafen damit geschlossen wurde. Längst wissen die Vereinsmitglieder den Löbnitzer Flugplatz zu schätzen, versprüht er doch genau die Romantik, die sich Fallschirmspringer wünschen.

Auch für die Kitesurfer gibt es kaum ein besseres Domizil als den Seelhausener See, den größten rund um Löbnitz. Die besonders günstigen Windverhältnisse haben sich bei den Kitesurfern längst herumgesprochen.

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