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Di, 09.08. 22:15 Uhr 44:10 min

Geschichte Mitteldeutschlands

Elisabeth von Rochlitz - Agentin der Reformation

Film von Gabriele Rose

  • Stereo
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  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Untertitel
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Elisabeth von Rochlitz schreibt täglich an die wichtigsten Männer ihrer Zeit und mischt sich konsequent in die Politik ein. Bildrechte: MDR/Andreas Lander
An die 10.000 Briefe soll sie verfasst haben, gut 2000 sind erhalten geblieben. Bildrechte: MDR/Andreas Lander
In ihrem Leben dreht sich vieles um Liebe, Verrat und den Kampf um den Glauben. Dies lässt sich anhand der Schriftstücke rekonstruieren. Bildrechte: MDR/Andreas Lander
Elisabeth von Rochlitz ist als einzige Frau beim sogenannten Schmalkaldischen Bund dabei, der sich aus protestantischen Landesherren und Reichsstädten zusammensetzt. Bildrechte: MDR/Andreas Lander
Als überzeugte Protestantin kämpft sie nicht nur gegen den Kaiser, sondern auch gegen ihren eigenen Landesherren, ihren Neffen Moritz von Sachsen. Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Unerschrocken kämpfte sie für den lutherischen Glauben, hatte nur vor Gott Angst und baute schließlich als erste Frau in Sachsen einen eigenen Nachrichtendienst samt Agentenring auf: Elisabeth von Rochlitz - eine der herausragendsten Frauen der Reformationszeit. Täglich schrieb sie an die mächtigen Männer ihrer Zeit und mischte sich in die Reichspolitik ein. Dennoch ist sie beinahe vergessen, wie viele andere Frauen, die die Reformation vor 500 Jahren vorangetrieben haben. Der Film von Gabriele Rose stellt Elisabeth von Rochlitz und ihre geheimdienstlichen Aktivitäten gegen Moritz von Sachsen in den Mittelpunkt.

An die 10.000 Briefe soll Elisabeth von Rochlitz verfasst haben, gut 2000 sind erhalten geblieben. Mit Hilfe dieser Briefe lässt sich ihre Geschichte um Liebe, Verrat und den Kampf um den Glauben rekonstruieren: Im Februar 1546 stirbt Martin Luther. Nur wenige Monate nach seinem Tode ist die Lage der Protestanten im Deutschen Reich so gefährdet wie nie zuvor. Der katholische Kaiser will die Glaubenseinheit im Reich wiederherstellen und so kommt es bereits Mitte des Jahres 1546 zum Krieg. Gegen den Kaiser haben sich einige protestantische Landesherren und Reichsstädte seit 1531 im sogenannten Schmalkaldischen Bund zusammengeschlossen – einzige Frau dabei ist Elisabeth von Rochlitz.

Als überzeugte Protestantin kämpft sie nicht nur gegen den Kaiser, sondern auch gegen ihren eigenen Landesherren, ihren Neffen Moritz von Sachsen. Denn der ist zwar Protestant, aber kämpft auf Seiten des Kaisers. Elisabeth entschließt sich zu einem riskanten Schritt: Sie wird geheime Agentin des neuen Glaubens. Auch wenn sie damit ihren Neffen hintergehen muss. Sie baut ihren Witwensitz, das Schloss Rochlitz, zur Zentrale eines Agentenringes aus und entwickelt sogar eine Geheimschrift, um verbündeten Fürsten die Truppenbewegungen der Feinde mitzuteilen. Aber kann sich die Fürstin ausreichend vor einer Entdeckung schützen? Immerhin betreibt sie Hochverrat und das kann sie nicht nur ihre Besitztümer kosten.

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