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Mo, 15.08. 00:20 Uhr 89:27 min

MDR-Dok

Die neuen Kinder von Golzow

Film von Simone Catharina Gaul

  • Stereo
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • VideoOnDemand

Bildergalerie Die neuen Kinder von Golzow

"Die neuen Kinder von Golzow" ist die Fortsetzung von Winfried Junges berühmter Langzeitdoku "Die Kinder von Golzow". Dem Dorf Golzow gehen die Kinder aus. Deswegen wagt die Gemeinde ein Experiment: Syrische Flüchtlingsfamilien sollen nach Golzow ziehen. Kann das funktionieren? Bildrechte: SWR/Philipp Jester
Viele der Dorfbewohner wissen nicht einmal, wo Syrien liegt und sehen die Sache zunächst skeptisch. Das Filmteam begleitet die syrische Familie Sayed Ahmad. Die Familie ist vor dem Krieg in ihrer Heimat geflüchtet. Dort hatten sie einen guten Job, ein gutes Auskommen. Hier leben sie nun von Hartz-IV. Bildrechte: MDR/SWR/Philipp Jester
Halima (30) ist Mutter von drei Kindern. Sie sucht einen Weg, beide Kulturen in ihrem neuen Leben unterzubringen. Denn: "In Golzow liegt unsere Zukunft", ist sie sich sicher.  Bildrechte: MDR/SWR
Ihr Kinder Kamala (9) und Bourhan (7) besuchen die örtliche Schule. Während Kamala eine der besten ihrer Klasse ist, braucht ihr Bruder Bourhan Nachhilfe. Bildrechte: MDR/SWR
Bourhan geht in den Fußballverein und versucht so, Freunde und Anschluss an die Gemeinde zu finden. Bildrechte: MDR/SWR/Philipp Jester
Die Familie fühlt sich wohl in Golzow, auch wenn die Eltern spüren, dass die Stimmung im Dorf je nach Nachrichtenlage schwankt. Kann ein Neustart in einer völlig neuen Kultur für sie gut gehen? Bildrechte: MDR/SWR

Dem ostdeutschen Dorf Golzow, berühmt für Winfried Junges Langzeitdokumentarfilmprojekt „Die Kinder von Golzow“, gehen die Kinder aus. Um sein Dorf vor dem Verschwinden zu retten, hat Bürgermeister Frank Schütz eine Idee: Syrische Flüchtlingsfamilien sollen nach Golzow ziehen. „Flüchtlinge sind unsere letzte Chance“, sagt Schütz. Er träumt von Nachwuchs für Feuerwehr, Sportverein und Tanzclub, von syrischen Altenpflegern und Ärzten, von einem arabischen Restaurant und dem Bau einer Moschee in der nächsten größeren Kreisstadt. Doch die meisten Dorfbewohner wissen nicht einmal, wo Syrien liegt – und sind zunächst entsprechend skeptisch. Familie Sayed Ahmad probiert den Neuanfang in Golzow. Halima (30) und ihr Mann Fadi (40) versuchen, sich dem Dorfleben anzupassen. Tochter Kamala (9) ist eine der besten in ihrer Klasse, Sohn Burhan (7) geht in den Fußballverein und der kleine Hamza (3) in den Kindergarten. Die Familie fühlt sich wohl, auch wenn Fadi und Halima spüren, dass die Stimmung im Dorf je nach Nachrichtenlage schwankt. Doch der Unterschied zwischen ihrem Leben in einer syrischen Großstadt und dem in einem überalterten ostdeutschen Dorf könnte größer kaum sein.

Immer wenn Halima an Syrien denkt, wird sie traurig. Vor dem Krieg war ihre Heimatstadt Latakia eine pulsierende Metropole. Fadi und Halima hatten ein gutes Leben und gute Jobs. Jetzt wohnen sie in einem schrumpfenden 800-Seelen-Ort und müssen von Hartz IV leben. Halima sucht einen Weg, beide Kulturen in ihrem neuen Leben unterzubringen. Denn: „In Golzow liegt unsere Zukunft“, ist sie sich sicher. Der Krieg hat ihre Perspektiven in Syrien zerstört. Kann dieser Neustart in einer völlig neuen Kultur gut gehen? „Die neuen Kinder von Golzow“ erzählt die Geschichte des Golzower Integrationsexperiments und zeichnet gleichzeitig ein sensibles Portrait der Familie Sayed Ahmad.

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