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MDR-Fernsehen

Do, 01.12. 12:30 Uhr 87:31 min

Zum Tode von Christiane Hörbiger

Der Besuch der alten Dame

Spielfilm Deutschland/Österreich 2008

  • Stereo
  • 16:9 Format
  • HD-Qualität
  • Untertitel
  • VideoOnDemand

Bildergalerie Der Besuch der alten Dame

Die Provinzstadt Güllen ist bankrott. Die Rettung erhoffen sich die Bewohner vom "Besuch der alten Dame". Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Toni Muhr
Die Milliardärin Claire Zachanassian (Christiane Hörbiger) lebte vor 40 Jahren in dem Ort. Nun kehrt sie das erste Mal in ihre Heimat zurück. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Toni Muhr
Alfred Ill (Michael Mendl, re.) soll seine "alte Liebe" Claire becircen, damit sie der Stadt Güllen Geld schenkt. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Toni Muhr
Doch Claire hat ihren ganz eigenen Plan. Sie will Gerechtigkeit. Als junge, noch nichtvermögende Frau war sie in Alfred Ill verliebt, war sogar schwanger von ihm. Doch Alfred ließ sie sitzen, um eine reiche Autohaus-Erbin zu heiraten. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Toni Muhr
Claire macht daher den Bewohnern von Güllen ein unmoralisches Angebot: Sie bietet ihnen eine horrende Summe an, falls Alfred "stirbt". Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Toni Muhr
Die Jagd auf Alfred und das Geld ist damit eröffnet. Es dauert nicht lange, bis auf Alfred geschossen wird. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Toni Muhr

Die Bewohner der bankrotten Provinzstadt Güllen sind aus dem Häuschen, denn die unnahbare Ölmilliardärin Claire Zachanassian (Christiane Hörbiger) kündigt ihren Besuch an. Vor über 40 Jahren lebte Claire hier als Klara Wäscher. Als junge Frau hatte sie sich in den charmanten Alfred Ill (Michael Mendl) verliebt und wurde von ihm schwanger. Doch nach einem von Alfred verschuldeten Verkehrsunfall, bei dem sie ihr Kind verlor und der sie auch äußerlich zeichnete, verließ ihr Geliebter sie, um die reiche Autohaus-Erbin Angelika (Lisa Kreuzer) zu heiraten. Außerdem verleugnete Alfred bei einem späteren Prozess seine Vaterschaft und stempelte Klara öffentlich als Hure ab. So hatte Klara alles verloren: ihre Gesundheit, ihr Kind, ihre Liebe und den Glauben an das Gute im Menschen. Aber sie ließ sich nie unterkriegen. Mit Verstand, Durchsetzungskraft und der Hilfe ihres wohlhabenden Ehemannes kam sie schließlich ganz nach oben. Als eine der reichsten Frauen der Welt kehrt sie nun erstmals nach Güllen zurück. Die Bewohner, seit der Schließung der örtlichen Fabrik fast alle am Hungertuch nagend, erhoffen sich von ihr finanzielle Rettung. Doch Claire stellt eine ganz eigene Bedingung: Sie bietet den Bürgern von Güllen eine horrende Geldsumme - falls Alfred "stirbt". Ein Aufschrei der Empörung macht die Runde, man sei nicht käuflich. Doch allmählich schwenkt die Stimmung um.
Friedrich Dürrenmatts Tragikomödie von 1955 zählt zu den meistgespielten deutschsprachigen Theaterstücken und wurde mehrfach verfilmt, unter anderem mit Ingrid Bergmann und Anthony Quinn ("Der Besuch", 1963). In einer werkgetreuen Neubearbeitung hat das renommierte Autorenduo Thomas Eifler und Susanne Beck den Klassiker behutsam modernisiert - etwa durch den Einbezug moderner Medien. Christiane Hörbiger zieht in der Titelrolle der rachsüchtigen Milliardärin alle Register ihres Könnens; neben ihr überzeugt Michael Mendl.


Mitwirkende

Musik: Matthias Weber
Kamera: Hermann Dunzendorfer
Buch: Susanne Beck, Thomas Eifler
Vorlage: Nach der Tragikomödie von Friedrich Dürrenmatt
Regie: Nikolaus Leytner

Darsteller

Claire Zachanassian: Christiane Hörbiger
Alfred Ill: Michael Mendl
Mia Mohr: Muriel Baumeister
Angelika Ill: Lisa Kreuzer
Bürgermeister Matthias Büsing: Dietrich Hollinderbäumer
Polizist Lutz Wolff: Dietrich Mattausch
Oliver Marx: Helmut Berger
Pfarrer Gottfried Unseld: Hans von Borsody
Georg Riemann: Rolf Hoppe
Andreas Postel: Andrè Pohl
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