Di 17.07. 2018 22:05Uhr 44:37 min

DDR ahoi!

Kleines Land auf großer Fahrt

Film von Lutz Pehnert

Folge 1 von 2

Komplette Sendung

Erstaunlich, aber wahr – die DDR war eine Seefahrer-Nation! Die DSR – die Deutsche Seerederei Rostock - war eine der Größten in Europa. In besten Zeiten waren 200 Schiffe auf hoher See für die DDR unterwegs. Und das in einem Land, das bei seiner Gründung gerade mal ein einziges fahrtüchtiges Schiff besaß! Dabei hat die Geschichte der Seefahrt in der DDR mit Sehnsucht nach fernen Ländern kaum etwas zu tun. Devisen einfahren lautete das Gebot, Güter versenden, Rohstoffe importieren. Außerdem hatte der FDGB versprochen, tausende Werktätige dürften die Ozeane bereisen. Und da musste eben eine Flotte her. Im MDR ZEITREISE Spezial präsentiert Moderator Mirko Drotschmann mit „DDR ahoi - Helden der See“ und „Der Fluch der Arkona“ zwei sehr verschiedene Rückblicke auf die Seefahrt im Osten. Die Arkona im Hafen von Santiago de Cuba
Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs
MDR FERNSEHEN Di, 17.07.2018 22:05 22:48

Bilder zur Sendung

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DDR Matrosen an Bord.
Trotz der katastrophalen Ausgangsbedingungen beschließt die DDR-Führung, den Ostseezugang wirtschaftlich zu nutzen und eine Fischerei- und Handelsflotte aufzubauen. In den 1960er Jahren entsteht in Rostock ein neuer Überseehafen und Matrose ist in der DDR ein Traumberuf. Bildrechte: MDR/ Hoferichter & Jacobs
DDR Matrosen an Bord.
Trotz der katastrophalen Ausgangsbedingungen beschließt die DDR-Führung, den Ostseezugang wirtschaftlich zu nutzen und eine Fischerei- und Handelsflotte aufzubauen. In den 1960er Jahren entsteht in Rostock ein neuer Überseehafen und Matrose ist in der DDR ein Traumberuf. Bildrechte: MDR/ Hoferichter & Jacobs
Die DDR unterweg auf den Weltmeeren.
Denn als Matrose verdient man gut und kommt in der Welt herum. Bildrechte: MDR/ Hoferichter & Jacobs
DSR-Schiff Ückermünde in London.
In den 1980er Jahren gehören fast 180 Schiffe zur Handelsflotte, dazu kommen noch über 100 Fischereischiffe. Bildrechte: MDR/ Hoferichter & Jacobs
Freizeit zur See auf DDR Schiff 1981.
Sogar zwei "Traumschiffe" leistet sich der Arbeiter-und-Bauern-Staat. Dass es auf hoher See auch Fluchtversuche gab und der Fischfang schon Ende der 1970er Jahre einbricht, verschweigen die Behörden. Bildrechte: MDR/ Hoferichter & Jacobs
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Matrose ist in der DDR ein begehrter Beruf. Man verdient gut und kommt in der Welt herum, während die große Mehrzahl der DDR-Bürger nur mit dem Finger über den Globus fahren darf. Die Schiffe am Ostseehorizont wecken im begrenzten Land Träume und Sehnsüchte.

Für die DDR sind die Voraussetzungen, eine Seefahrernation zu werden, denkbar ungünstig. Am Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es auf dem Territorium der sowjetischen Besatzungszone kein einziges fahrtüchtiges Schiff. Die Hafenanlagen von Rostock, Stralsund, Wismar und Saßnitz sind größtenteils zerstört. Was noch funktioniert, wird als Reparationsleistung von der Sowjetunion abgefordert.

Trotz der katastrophalen Ausgangsbedingungen beschließt die DDR-Führung, den Ostseezugang wirtschaftlich zu nutzen und eine Fischerei- und Handelsflotte aufzubauen. In den 60er Jahren entsteht in Rostock ein neuer Überseehafen, die ganze Republik wird für das Projekt mobilisiert. Ein eigener Hafen spart Devisen und verbessert die Bedingungen für den Außenhandel. So gelingt es der DDR, in den kommenden Jahren, eine beachtliche Handelsflotte aufzubauen und mit großen Trawlern auf den Weltmeeren zu fischen. Sogar zwei "Traumschiffe" leistet sich der Arbeiter-und-Bauern-Staat. Die DDR hat die Weltmeere erobert.

In den 80er Jahren gehören fast 180 Schiffe zur Handelsflotte, dazu kommen noch über 100 Fischereischiffe. 10 000 Mann Besatzung fahren jetzt zur See. Im Fernsehen werden maritime Unterhaltungssendungen präsentiert.
Den Daheimgebliebenen verschweigt man jedoch; dass die "Traumschiffe der DDR" auch regelmäßig an westliche Reiseveranstalter vermietet werden, dass sich auf großer Fahrt immer wieder Fluchtversuche ereignen, dass die Fischfangergebnisse schon Ende der 70er Jahre schlechter werden und die strahlende DDR-Flotte immer mehr an Glanz verliert.

Vom Aufstieg und Niedergang der DDR als Seefahrernation erzählt die zweiteilige Dokumentation "DDR ahoi!".

Eine Koproduktion der Hoferichter & Jacobs GmbH mit MDR und NDR Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern, gefördert durch die Filmförderung des NDR und die Wirtschaftliche Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern.

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Geschichte

Seefahrernation DDR: Ein Hauch von Exotik

Bei den Landgängen haben die DDR-Seeleute mancherlei Exotisches entdeckt.

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Blick auf den "Zuckerhut" von Rio de Janeiro. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Blick auf den "Zuckerhut" von Rio de Janeiro. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Für die Besatzungsmitglieder wurden für den Landgang auch Safaris organisiert, wie hier in den Tsavo-Nationalpark. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Der Panama Kanal 1967 von der "Theodor-Fontane" aus gesehen. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Die Lagune Abidjan 1966. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Die Stewardessen Heike Metz und Andrea Matzak beim Landgang in Chittagong. Ein Fotoapparat lockte immer viele Menschen an. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Geschichte

Seefahrernation DDR: Alltag und Leben an Bord

Die Arbeit als Seefahrer war hart, bot aber auch zahlreiche lohnenswerte Momente.

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Bei großer Hitze schlief die Besatzung lieber an Deck, die Zookiste schützte dann bei Monsunregen. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Bei großer Hitze schlief die Besatzung lieber an Deck, die Zookiste schützte dann bei Monsunregen. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Die ersten Schiffe (z.B. Typ IV) hatten noch keine Klimaanlage. Fahrten und lange Liegezeiten in der Nähe des Äquators wurden somit zur Bewährungsprobe. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Whiskey-Time auf der Liberty, 1959 Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Sport treiben und fit bleiben Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Weihnachten 1986 im Roten Meer bei einer Außentemperatur von 40 Grad und Glühwein hergestellt aus Zypernwein. Auch Geschenke wurden nicht ausgespart. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
Eine Stewardess mit Tellern
Die Stewardess Ingeborg Maß beim Anrichten in der Mannschaftsmesse Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Äquatortaufe, da musste jeder durch, der den Äquator zum ersten Mal überquerte und meist sein Haupthaar für Neptun lassen. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Der Silvesterabend 1986 stand unter dem Motto "Jambo Kenia", was soviel bedeutet wie "Hallo Kenia". Die Kostüme wurden zum Teil aus echten kenianischen Tragetaschen selbstgeschneidert. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Sonnenbaden in der Freizeit Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Für die Freizeitgestaltung ließ man sich einiges einfallen. Im selbstgebauten Pool konnten die Seeleute die tropische Hitze ertragen. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Kapitän Zepplin (re.) bei der Schiffsübergabe an Neptun und seine Gefolgsmänner(-frauen). Hier verliest der Pastor die Ansprache von Neptun. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Wenn gerade kein Hund zu bekommen ist, kann es auch einmal ein Bordschwein geben. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Wandteppiche knüpfen ist eine der Freizeitbeschäftigungen an Bord. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Bei schönem Wetter genossen die Seeleute ihre Freizeit im Bordpool. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Geselliger Abende gab es an Bord viele. Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs GmbH
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Politische und gesellschaftliche Dokus und Reportagen

Heute im Osten Logo
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MDR FERNSEHEN Sa, 21.07.2018 18:00 18:15

Heute im Osten - Reportage

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Sex - Kein Thema fürs Klassenzimmer?

Rumäniens Streit um Aufklärung

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Erstaunlich, aber wahr – die DDR war eine Seefahrer-Nation! Die DSR – die Deutsche Seerederei Rostock - war eine der Größten in Europa. In besten Zeiten waren 200 Schiffe auf hoher See für die DDR unterwegs. Und das in einem Land, das bei seiner Gründung gerade mal ein einziges fahrtüchtiges Schiff besaß! Dabei hat die Geschichte der Seefahrt in der DDR mit Sehnsucht nach fernen Ländern kaum etwas zu tun. Devisen einfahren lautete das Gebot, Güter versenden, Rohstoffe importieren. Außerdem hatte der FDGB versprochen, tausende Werktätige dürften die Ozeane bereisen. Und da musste eben eine Flotte her. Im MDR ZEITREISE Spezial präsentiert Moderator Mirko Drotschmann mit „DDR ahoi - Helden der See“ und „Der Fluch der Arkona“ zwei sehr verschiedene Rückblicke auf die Seefahrt im Osten. Zur Erinnerung gibt es ein Foto mit dem Rettungsring der "Granitz". Der linke Matrose trägt noch einen Gummianzug vom Reinigen der Laderäume. Je nach Fracht, war eine gründliche Reinigung nötig bevor die nächste Ladung aufgenommen werden konnte.
Bildrechte: MDR/Hoferichter & Jacobs
MDR FERNSEHEN So, 22.07.2018 22:00 23:15

MDR Zeitreise Spezial DDR ahoi - Seefahrt im Osten

DDR ahoi - Seefahrt im Osten

Präsentiert von Mirko Drotschmann

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Die Sea Cloud unter Segeln.
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MDR-Dok Moderne Kreuzfahrer

Moderne Kreuzfahrer

Von Mördern, Machos und Matrosen

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Uweltingenieur Bernd Ebeling und Ulrich Ehlers halten ein Strahlenmessgerät an ein verstrahltes Eisenrohr.
Bildrechte: MDR/Heidi Mühlenberg
MDR FERNSEHEN Mi, 25.07.2018 20:45 21:15

Exakt - Die Story Verstrahlt - Vergiftet - Vergessen

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Das Erbe der DDR Erdgas-Förderung

Film von Heidi Mühlenberg

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Uweltingenieur Bernd Ebeling und Ulrich Ehlers halten ein Strahlenmessgerät an ein verstrahltes Eisenrohr.
Bildrechte: MDR/Heidi Mühlenberg
MDR FERNSEHEN Do, 26.07.2018 02:50 03:18

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Verstrahlt - Vergiftet - Vergessen

Das Erbe der DDR Erdgas-Förderung

Film von Heidi Mühlenberg

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Mirko Drotschmann, Moderator der MDR Zeitreise
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MDR FERNSEHEN So, 05.08.2018 22:10 23:40

MDR Zeitreise Spezial Urlaub im Osten

Urlaub im Osten

Präsentiert von Mirko Drotschmann

Folge 2