Mi 18.07. 2018 20:45Uhr 29:32 min

Dominik Steffens wurde Opfer von Gaffern. Sein lebensgefährlicher Autounfall wurde gefilmt und ins Internet gestellt.
Dominik Steffens wurde Opfer von Gaffern. Sein lebensgefährlicher Autounfall wurde gefilmt und ins Internet gestellt. Bildrechte: MDR/Lisa Kettwig
MDR FERNSEHEN Mi, 18.07.2018 20:45 21:15

Exakt - Die Story Glotzen statt helfen

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Härtere Strafen für Gaffer

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„Viele haben im Vorbeirollen fotografiert und die Bitte um zügiges Weiterfahren ignoriert.“ Die Feuerwehr Irxleben nach dem Löschen eines brennenden PKW auf der A14 bei Wanzleben.
Schaulustige an der Unfallstelle, die ihre Smartphones zücken, die Feuerwehr oder Polizei behindern. Diese Fälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Zum Beispiel auf Autobahnen. Die Feuerwehr Irxleben löscht einen brennenden Pkw auf der A14 bei Wanzleben. "Viele haben im Vorbeirollen fotografiert und die Bitte um zügiges Weiterfahren ignoriert", sagt der Einsatzleiter. Bildrechte: MDR/Feuerwehr Irxleben
„Viele haben im Vorbeirollen fotografiert und die Bitte um zügiges Weiterfahren ignoriert.“ Die Feuerwehr Irxleben nach dem Löschen eines brennenden PKW auf der A14 bei Wanzleben.
Schaulustige an der Unfallstelle, die ihre Smartphones zücken, die Feuerwehr oder Polizei behindern. Diese Fälle haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Zum Beispiel auf Autobahnen. Die Feuerwehr Irxleben löscht einen brennenden Pkw auf der A14 bei Wanzleben. "Viele haben im Vorbeirollen fotografiert und die Bitte um zügiges Weiterfahren ignoriert", sagt der Einsatzleiter. Bildrechte: MDR/Feuerwehr Irxleben
Dominik Steffens wurde Opfer von Gaffern. Sein lebensgefährlicher Autounfall wurde gefilmt und ins Internet gestellt.
Gaffen behindert aber nicht nur Helfer, sondern hinterlässt tiefe Spuren bei den Betroffenen. Dominik Steffens wurde Opfer von Gaffern. Sein lebensgefährlicher Autounfall wurde gefilmt und ins Internet gestellt. Bildrechte: MDR/Lisa Kettwig
Ein Auto brannte auf der A2 nahe Magdeburg-Kannenstieg und die Rettungskräfte kamen nur langsam durch: Die Freiwilligen Feuerwehren von Irxleben sowie Magdeburg-Olvenstedt und die Berufsfeuerwehr Magdeburg im Einsatz.
Ein Auto brennt auf der A2 nahe Magdeburg-Kannenstieg, aber die Rettungskräfte kommen nur langsam durch. Die Politik will endlich Schluss machen mit der Gafferei bei Unfällen. Auf Bundesebene soll es ein "Gaffer-Gesetz" geben. Bildrechte: MDR/Feuerwehr Irxleben
Thomas Hillmer, Markus Rölecke und Michael Jordan von der Freiwilligen Feuerwehr Irxleben halten ein Transparent, dass Gaffer vom Fotografieren abhalten sollen.
Thomas Hillmer, Markus Rölecke und Michael Jordan von der Freiwilligen Feuerwehr Irxleben. Auf ihren Einsätzen müssen sie sich immer wieder mit Gaffern auseinandersetzen, die mit dieser Plane vom Fotografieren abgehalten werden sollen. Bildrechte: MDR/Heiko Kunzmann
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Ein Film von Lisa Kettwig und Heiko Kunzmann

Schaulustige an der Unfallstelle, die ihre Smartphones zücken, die Feuerwehr oder Polizei behindern. In den letzten fünf Jahren haben sich solche Fälle gehäuft, sagt die Gewerkschaft der Polizei. "Aus dem Schießen von Fotos ist mittlerweile eine aktive Behinderung geworden", bestätigt der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt, Kai-Uwe Lohse. Doch direkt bestrafen kann man Gaffer bisher nicht.

Das will die Politik ändern. Auf Landesebene, wie in Sachsen-Anhalt, mit einem überarbeiteten Brandschutzgesetz. Innenminister Holger Stahlknecht spricht hier von Ordnungsstrafen bis zu 25.000 Euro. Auf Bundesebene soll es ein "Gaffer-Gesetz" geben. Doch es gibt Kritik: "Das Strafrecht wird damit als Allheilmittel missbraucht", meint Ulrich Schellenberg, der Präsident des Deutschen Anwaltsvereins. Statt Hilfe für die Praxis zu leisten, bedeute das Gesetz eine unrealistische Belastung von Anwälten und Gerichten. Hinzu kommt der Personalmangel im Polizeidienst, um Gaffer zur Verantwortung zu ziehen.

Gaffen behindert aber nicht nur Helfer, sondern hinterlässt tiefe Spuren bei den Betroffenen wie Dominik Steffens. Sein lebensgefährlicher Autounfall wurde gefilmt und ins Netz gestellt. "Das war für mich pure Scham und psychische Belastung. Meine Psychologen haben mir daraufhin geraten, das Video nicht mehr zu gucken."

Die "Exakt - Die Story"-Reporter fragen nach bei Verantwortlichen, Betroffenen und Psychologen. Wie gefährlich ist das Gaffen? Was bringen schärfere Gesetze? Und wann kippt Schaulust in strafbares Handeln?

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Die Verunsicherung bei Betroffenen ist groß, weiß Radonfachmann Thomas Streil (rechts im Bild), schließlich gilt Radon als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.
Die Verunsicherung bei Betroffenen ist groß, weiß Radonfachmann Thomas Streil (rechts im Bild), schließlich gilt Radon als zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Bildrechte: MDR/GhostCat
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