Do 20.12. 2018 23:10Uhr 100:27 min

Udo (David Rott, Mitte) weiß, was er seinem Vater Rudi (Ulrich Noethen) und seinem Großvater Heinrich Bockelmann (Christian Berkel, re.) verdankt.
Udo (David Rott, Mitte) weiß, was er seinem Vater Rudi (Ulrich Noethen) und seinem Großvater Heinrich Bockelmann (Christian Berkel, re.) verdankt. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
MDR FERNSEHEN Do, 20.12.2018 23:10 00:50

Der Mann mit dem Fagott

Der Mann mit dem Fagott

Zweiteiliger Spielfilm Deutschland/Österreich 2011

Folge 1 von 2

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Bremen, 1891. Nachdenklich schlendert Udo Jürgens' Großvater Heinrich über den Weihnachtsmarkt. Seit Tagen quält den jungen Mann eine folgenschwere Entscheidung: Soll er nach Amerika auswandern oder sein Glück in Moskau suchen? Die anrührende Darbietung eines Straßenmusikers, der auf seinem Fagott ein russisches Lied spielt, gibt ihm eine unerwartete Entscheidungshilfe. Heinrich bricht nach Russland auf - und damit beginnt eine schicksalhafte Geschichte, die drei Generationen und zwei Weltkriege umfasst.

Der Mann mit dem Fagott (Teil 1 + 2)

Der Mann mit dem Fagott (Teil 1 + 2)

Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Die russisch klingende Musik eines Fagottspielers verzaubert den 21-jährigen Heinrich Bockelmann so sehr, dass er nach Moskau auswandert. Sein Mut wird belohnt, gut 20 Jahre später ist er Direktor einer einflussreichen Privatbank. Sein Glück ist perfekt, als seine Frau Anna ihm eine Bronzestatue schenkt, die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Fagottspieler aus Bremen hat. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Die russisch klingende Musik eines Fagottspielers verzaubert den 21-jährigen Heinrich Bockelmann so sehr, dass er nach Moskau auswandert. Sein Mut wird belohnt, gut 20 Jahre später ist er Direktor einer einflussreichen Privatbank. Sein Glück ist perfekt, als seine Frau Anna ihm eine Bronzestatue schenkt, die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Fagottspieler aus Bremen hat. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Heinrich ist Udos Großvater, eine charismatische Persönlichkeit: stark und selbstsicher. Wer im Leben etwas erreichen will, davon ist er überzeugt, muss auch etwas wagen. Trotz großer Konflikte während des Ersten Weltkriegs bleibt er "im Herzen Russe". Vor allem aber ist er Idealist und lässt sich nicht von Reichtum und Macht kompromittieren. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Als Humanist zeigt er sich armen Leuten gegenüber stets hilfreich und verantwortungsbewusst. Nicht zuletzt ist er ein liebender Vater und Großvater, der darauf bedacht ist, seinen Kindern und Enkeln, seine Ideale und Werte mit auf den Weg zu geben. Wichtig ist ihm dabei, dass dieser Weg ein eigener, selbstbestimmter Weg ist, von dem man sich nicht abbringen lässt – schon gar nicht durch die Meinung anderer. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Die Ehefrau von Heinrich Bockelmann ist eine schöne und stolze Frau. Ihren Heinrich liebt die Halbrussin sehr, und die beiden führen eine glückliche Ehe. Den fünf Söhnen bringt Anna viel Mutterliebe und Zärtlichkeit entgegen. Die deutsche Kriegserklärung an Russland stellt die Familie vor eine Zerreißprobe. Nur durch Bestechung gelingt es dem prominenten Bankier, dass Frau und Kinder ins sichere Schweden ausreisen können. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Rudi (Ulrich Noethen, li.) will Bauer Huber (Werner Haindl) dazu bringen, sich nicht mit den Nazis anzulegen.
Die Jahre ziehen ins Land, und seine Kinder wachsen zu tüchtigen Männern heran. Der ehrgeizige Sohn Rudi wird Bürgermeister im österreichischen Ottmanach. Doch anders als sein Vater verbindet Rudi anfangs Hoffnung mit den Nationalsozialisten. Diese Hoffnung wird allerdings bald enttäuscht: Nicht nur als Bürgermeister, auch als Mensch gerät Rudi in einen zusehends größer werdenden Gewissenskonflikt. Hier will er Bauer Huber dazu bringen, sich nicht mit den Nazis anzulegen. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
Udo (Alexander Kalodikis, 2.v.li.) vergnügt sich mit seinen Brüdern und seiner Mutter Käthe (Fanny Stavjanik).
Udo (2.v.li.) vergnügt sich mit seinen Brüdern und seiner Mutter Käthe. Er ist ein vorsichtiger und zarter Junge, der sich unter seinen größeren und stärkeren Altersgenossen nicht wohlfühlt. Vor allem aber leidet er unter dem Drill der nationalsozialistischen Erziehung. Zum Glück hat er die Musik. Sie gibt ihm Kraft und bietet Schutz. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
Der kleine Udo (Alexander Kalodikis, li.) ist bei einer Wehrübung von einem fanatischen Jungscharführer so sehr aufs Ohr geschlagen worden, dass er einen dauerhaften Schaden davontragen wird.
Der kleine Udo ist bei einer Wehrübung von einem fanatischen Jungscharführer so sehr aufs Ohr geschlagen worden, dass er einen dauerhaften Schaden davontragen wird. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
Vater Rudi (Ulrich Noethen, Mitte) und seine Frau Käthe (Fanny Stavjanik) beruhigen den kleinen Udo (Alexander Kalodikis), der von einem fanatischen Jungscharführer so sehr aufs Ohr geschlagen wurde, dass er einen Hörsturz erlitt.
Vater Rudi und seine Frau Käthe beruhigen den kleinen Udo, der einen Hörsturz erlitt. Er wird auf dem linken Ohr nie mehr so hören wie zuvor. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muh
Der junge Musiker Udo (David Rott) lernt in München die schöne Gitta (Valerie Niehaus) kennen.
In München lernt der junge Musiker Udo die schöne Gitta kennen. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Gitta ist Udos große Jugendliebe. Die Schauspielerin ist jung, hübsch und spontan. Udo hingegen klimpert für ein Trinkgeld in Bars. Der vom Jazz inspirierte 18-Jährige hat eine musikalische Vision, doch bornierte Musikproduzenten wollen aus ihm einen zweiten Freddy Quinn machen. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Gitta unterstützt Udo in seinem Wunsch, Musiker zu werden, muss aber erkennen, dass ihm die Musik wichtiger ist, als alles andere – auch wichtiger als jede Beziehung. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Für Udo steht bereits in ganz jungen Jahren fest, dass er Musiker werden und nur für die Musik leben will. Doch welche Musik ist "seine" Musik? In Amerika macht er sich auf die Suche … Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
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Zum 4. Todestag von Udo Jürgens (21.12.2014)

Deutschland, September 2010. Nach erfolgreichem Konzert sitzt Udo Jürgens (Udo Jürgens) erschöpft in der leeren Halle, als sein Tourmanager (Gunther Gillian) ihm ausrichtet, ein gewisser Kasajev (Otto Tausig) aus Moskau habe ihn zu erreichen versucht. Es ginge um eine Bronzestatue: "Der Mann mit dem Fagott". Udo ist tief bewegt, vor seinem geistigen Auge entrollt sich ein ganzer Film. Die Geschichte seines Vaters und seines Großvaters beginnt 1891 auf dem Bremer Weihnachtsmarkt: Die russisch klingende Musik eines Fagottspielers (Henning Stoll) verzaubert den 21-jährigen Heinrich Bockelmann (Christian Berkel) so sehr, dass er nach Moskau auswandert. Sein Mut wird belohnt, gut 20 Jahre später ist er Direktor einer einflussreichen Privatbank. Sein Glück ist perfekt, als seine Frau Anna (Melika Foroutan) ihm eine Bronzestatue schenkt, die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Fagottspieler aus Bremen hat.

Die deutsche Kriegserklärung an Russland stellt die Familie vor eine Zerreißprobe. Nur durch Bestechung gelingt es dem prominenten Bankier, dass Frau und Kinder ins sichere Schweden ausreisen können. Heinrich wird denunziert und als vermeintlicher Spion in ein sibirisches Lager deportiert. Dessen Kommandant (Jurij Rosstalnyj) schlägt dem Klassenfeind ein skurriles Geschäft vor: Der reiche Häftling soll Gelder aus seinem Privatvermögen an das bankrotte Gefängnis überweisen. Heinrich erhält einen Passierschein nach Moskau, wo das Unglaubliche geschieht: Er trifft den Mann mit dem Fagott wieder. Das Erlebnis beflügelt ihn so sehr, dass er die Flucht nach Schweden wagt.
Die bewegende Familiensaga basiert auf dem autobiografischen Roman, den Udo Jürgens gemeinsam mit der österreichischen Autorin Michaela Moritz verfasste. Miguel Alexandre verfilmte die drei Generationen umspannende Familiengeschichte in Deutschland, Österreich und Tschechien. Als aufstrebender Schlagersänger hat David Rott täuschende Ähnlichkeit mit dem jungen Udo Jürgens. Dessen Großvater spielt Christian Berkel, Vater Rudi wird von Ulrich Noethen verkörpert. Udo Jürgens selbst steht in einer Schlüsselrolle vor der Kamera.
Mitwirkende
Musik: Udo Jürgens, Nic Raine
Kamera: Gernot Roll
Buch: Miguel Alexandre, Harald Göckeritz
Regie: Miguel Alexandre
Darsteller
Udo Jürgens: Udo Jürgens
Heinrich Bockelmann: Christian Berkel
Udo (jung): David Rott
Udo (als Kind): Alexander Kalodikis
Rudi Bockelmann: Ulrich Noethen
Rudi (als Kind): Joel Eisenblätter
Anna: Melika Foroutan
Gitta: Valerie Niehaus
Onkel Erwin: Herbert Knaup
Tourmanager: Gunther Gillian
Aljoscha Kasajev: Otto Tausig
Mann mit Fagott (jung): Henning Stoll
und andere

Teil 2

Der kleine Udo (Alexander Kalodikis, li.) ist bei einer Wehrübung von einem fanatischen Jungscharführer so sehr aufs Ohr geschlagen worden, dass er einen dauerhaften Schaden davontragen wird.
Der kleine Udo (Alexander Kalodikis, li.) ist bei einer Wehrübung von einem fanatischen Jungscharführer so sehr aufs Ohr geschlagen worden, dass er einen dauerhaften Schaden davontragen wird. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
MDR FERNSEHEN Fr, 21.12.2018 00:50 02:33

Der Mann mit dem Fagott

Der Mann mit dem Fagott

Zweiteiliger Spielfilm Deutschland/Österreich 2011

Zum 4. Todestag von Udo Jürgens (21.12.2014)

Folge 2 von 2

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Michi Griesebach (Fritz Karl) muss sich in seinem Schlamassel selbst finden. Bildrechte: MDR/ARD Degeto/Frank Dicks
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