Fr 21.12. 2018 00:50Uhr 104:36 min

Der kleine Udo (Alexander Kalodikis, li.) ist bei einer Wehrübung von einem fanatischen Jungscharführer so sehr aufs Ohr geschlagen worden, dass er einen dauerhaften Schaden davontragen wird.
Der kleine Udo (Alexander Kalodikis, li.) ist bei einer Wehrübung von einem fanatischen Jungscharführer so sehr aufs Ohr geschlagen worden, dass er einen dauerhaften Schaden davontragen wird. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
MDR FERNSEHEN Fr, 21.12.2018 00:50 02:33

Der Mann mit dem Fagott

Der Mann mit dem Fagott

Zweiteiliger Spielfilm Deutschland/Österreich 2011

Zum 4. Todestag von Udo Jürgens (21.12.2014)

Folge 2 von 2

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Ein brutaler Schlag auf den Kopf zerfetzt dem jungen Udo das Trommelfell, seither ist er auf einem Ohr beinahe taub. Doch die Liebe zur Musik ist stärker als die rohe Gewalt eines nationalsozialistischen Fanatikers. Der Junge wächst zu einem talentierten Sänger und Pianisten heran - zum Leidwesen der Familie. Udo bleibt jedoch auf seinem Weg, setzt sich auch gegen die Engstirnigkeit der Schallplattenmanager durch, die in ihm nur den Schnulzensänger sehen.

Der Mann mit dem Fagott (Teil 1 + 2)

Der Mann mit dem Fagott (Teil 1 + 2)

Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Die russisch klingende Musik eines Fagottspielers verzaubert den 21-jährigen Heinrich Bockelmann so sehr, dass er nach Moskau auswandert. Sein Mut wird belohnt, gut 20 Jahre später ist er Direktor einer einflussreichen Privatbank. Sein Glück ist perfekt, als seine Frau Anna ihm eine Bronzestatue schenkt, die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Fagottspieler aus Bremen hat. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Die russisch klingende Musik eines Fagottspielers verzaubert den 21-jährigen Heinrich Bockelmann so sehr, dass er nach Moskau auswandert. Sein Mut wird belohnt, gut 20 Jahre später ist er Direktor einer einflussreichen Privatbank. Sein Glück ist perfekt, als seine Frau Anna ihm eine Bronzestatue schenkt, die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Fagottspieler aus Bremen hat. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Heinrich ist Udos Großvater, eine charismatische Persönlichkeit: stark und selbstsicher. Wer im Leben etwas erreichen will, davon ist er überzeugt, muss auch etwas wagen. Trotz großer Konflikte während des Ersten Weltkriegs bleibt er "im Herzen Russe". Vor allem aber ist er Idealist und lässt sich nicht von Reichtum und Macht kompromittieren. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Als Humanist zeigt er sich armen Leuten gegenüber stets hilfreich und verantwortungsbewusst. Nicht zuletzt ist er ein liebender Vater und Großvater, der darauf bedacht ist, seinen Kindern und Enkeln, seine Ideale und Werte mit auf den Weg zu geben. Wichtig ist ihm dabei, dass dieser Weg ein eigener, selbstbestimmter Weg ist, von dem man sich nicht abbringen lässt – schon gar nicht durch die Meinung anderer. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Szenenfoto "Der Mann mit dem Fagott"
Die Ehefrau von Heinrich Bockelmann ist eine schöne und stolze Frau. Ihren Heinrich liebt die Halbrussin sehr, und die beiden führen eine glückliche Ehe. Den fünf Söhnen bringt Anna viel Mutterliebe und Zärtlichkeit entgegen. Die deutsche Kriegserklärung an Russland stellt die Familie vor eine Zerreißprobe. Nur durch Bestechung gelingt es dem prominenten Bankier, dass Frau und Kinder ins sichere Schweden ausreisen können. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
Rudi (Ulrich Noethen, li.) will Bauer Huber (Werner Haindl) dazu bringen, sich nicht mit den Nazis anzulegen.
Die Jahre ziehen ins Land, und seine Kinder wachsen zu tüchtigen Männern heran. Der ehrgeizige Sohn Rudi wird Bürgermeister im österreichischen Ottmanach. Doch anders als sein Vater verbindet Rudi anfangs Hoffnung mit den Nationalsozialisten. Diese Hoffnung wird allerdings bald enttäuscht: Nicht nur als Bürgermeister, auch als Mensch gerät Rudi in einen zusehends größer werdenden Gewissenskonflikt. Hier will er Bauer Huber dazu bringen, sich nicht mit den Nazis anzulegen. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
Udo (Alexander Kalodikis, 2.v.li.) vergnügt sich mit seinen Brüdern und seiner Mutter Käthe (Fanny Stavjanik).
Udo (2.v.li.) vergnügt sich mit seinen Brüdern und seiner Mutter Käthe. Er ist ein vorsichtiger und zarter Junge, der sich unter seinen größeren und stärkeren Altersgenossen nicht wohlfühlt. Vor allem aber leidet er unter dem Drill der nationalsozialistischen Erziehung. Zum Glück hat er die Musik. Sie gibt ihm Kraft und bietet Schutz. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
Der kleine Udo (Alexander Kalodikis, li.) ist bei einer Wehrübung von einem fanatischen Jungscharführer so sehr aufs Ohr geschlagen worden, dass er einen dauerhaften Schaden davontragen wird.
Der kleine Udo ist bei einer Wehrübung von einem fanatischen Jungscharführer so sehr aufs Ohr geschlagen worden, dass er einen dauerhaften Schaden davontragen wird. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
Vater Rudi (Ulrich Noethen, Mitte) und seine Frau Käthe (Fanny Stavjanik) beruhigen den kleinen Udo (Alexander Kalodikis), der von einem fanatischen Jungscharführer so sehr aufs Ohr geschlagen wurde, dass er einen Hörsturz erlitt.
Vater Rudi und seine Frau Käthe beruhigen den kleinen Udo, der einen Hörsturz erlitt. Er wird auf dem linken Ohr nie mehr so hören wie zuvor. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muh
Der junge Musiker Udo (David Rott) lernt in München die schöne Gitta (Valerie Niehaus) kennen.
In München lernt der junge Musiker Udo die schöne Gitta kennen. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
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Gitta ist Udos große Jugendliebe. Die Schauspielerin ist jung, hübsch und spontan. Udo hingegen klimpert für ein Trinkgeld in Bars. Der vom Jazz inspirierte 18-Jährige hat eine musikalische Vision, doch bornierte Musikproduzenten wollen aus ihm einen zweiten Freddy Quinn machen. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
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Gitta unterstützt Udo in seinem Wunsch, Musiker zu werden, muss aber erkennen, dass ihm die Musik wichtiger ist, als alles andere – auch wichtiger als jede Beziehung. Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
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Für Udo steht bereits in ganz jungen Jahren fest, dass er Musiker werden und nur für die Musik leben will. Doch welche Musik ist "seine" Musik? In Amerika macht er sich auf die Suche … Bildrechte: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF/Toni Muhr
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Mit knapper Not schafft Großvater Heinrich Bockelmann (Christian Berkel) die Flucht nach Schweden, wo er seine Familie wohlbehalten wiedertrifft. Die Jahre ziehen ins Land, und seine Kinder wachsen zu tüchtigen Männern heran. Der ehrgeizige Sohn Rudi (Ulrich Noethen) wird Bürgermeister im österreichischen Ottmanach. Doch der prinzipienstrenge Vater tadelt ihn wegen der Kollaboration mit den Nazis. Mit wem er sich eingelassen hat, wird Rudi klar, als sein Sohn Udo (Alexander Kalodikis) bei einer Wehrübung von einem fanatischen Jungzugführer so brutal geschlagen wird, dass es ihm das Trommelfell zerfetzt. Der musikalische Junge, der sich das Klavier spielen selbst beibrachte, ist zutiefst betrübt, denn er wird auf dem linken Ohr nie mehr so hören wie zuvor. Sein Vater tröstet ihn: "Der Mann mit dem Fagott" - jene Bronzestatue, die schon im Leben des Großvaters eine wichtige Rolle spielte - wird auch Udo immer beschützen.

In den Wirren des Krieges muss Rudi Bockelmann die Figur jedoch dem russischen Zwangsarbeiter Kasajev (Lenn Kudrjawizki) anvertrauen. Seither ist sie verschollen. Mit dem aufkeimenden Wirtschaftswunder treten Rudis Söhne als Geschäftsmänner in die Fußstapfen ihres erfolgreichen Großvaters. Allein Udo (David Rott), der für ein Trinkgeld in Bars klimpert, ist aus der Art geschlagen. Der vom Jazz inspirierte 18-Jährige hat eine musikalische Vision, doch bornierte Musikproduzenten wollen aus ihm einen zweiten Freddy Quinn machen. Erst das Vertrauen des visionären Managers Hans Beierlein (Fritz Hammel) ebnet dem ambitionierten Sänger und Komponisten die Karriere: Mit dem Gewinn des Grand Prix Eurovision de la Chanson 1966 erlebt Udo Jürgen Bockelmann alias Udo Jürgens seinen ersten Karrierehöhepunkt. Doch erst Jahrzehnte später erhält er den Anruf eines alten Mannes aus Moskau - und damit das größte Geschenk seines Lebens: Die Bronzestatue "Der Mann mit dem Fagott" kehrt zurück in die Hände der Familie Bockelmann.

Das Etikett Schlagersänger wird Udo Jürgens nicht gerecht. Mit gehaltvollen Kompositionen weichte der Künstler die Grenzen zwischen E- und U-Musik auf, seine anspruchsvollen Texte bewegen seit mehr als fünf Jahrzehnten ein Millionenpublikum. Im Jahr 2004 erschien sein autobiografischer Roman "Der Mann mit dem Fagott". Das wochenlang in der Bestseller-Liste des "Spiegel" vertretene Buch erzählt die faszinierende Geschichte seiner Familie über drei Generationen. In Miguel Alexandres zweiteiliger Adaption erlebt der Zuschauer zudem den künstlerischen Werdegang des Ausnahmesängers mit. "Dass unser Buch nun tatsächlich durch einen Film noch einmal auf neue Weise zum Leben erweckt wird, bedeutet mir unendlich viel, und manchmal kann ich das selbst noch immer nicht ganz glauben", erklärte Udo Jürgens.
Mitwirkende
Musik: Udo Jürgens, Nic Raine
Kamera: Gernot Roll
Buch: Miguel Alexandre, Harald Göckeritz
Regie: Miguel Alexandre
Darsteller
Udo Jürgens: Udo Jürgens
Heinrich Bockelmann: Christian Berkel
Udo (jung): David Rott
Udo (als Kind): Alexander Kalodikis
Rudi Bockelmann: Ulrich Noethen
Rudi (als Kind): Joel Eisenblätter
Anna: Melika Foroutan
Gitta: Valerie Niehaus
Onkel Erwin: Herbert Knaup
Kasajev: Lenn Kudrjawizki
Produzent: Albrecht Ganskopf
und andere

Teil 1

Udo (David Rott, Mitte) weiß, was er seinem Vater Rudi (Ulrich Noethen) und seinem Großvater Heinrich Bockelmann (Christian Berkel, re.) verdankt.
Udo (David Rott, Mitte) weiß, was er seinem Vater Rudi (Ulrich Noethen) und seinem Großvater Heinrich Bockelmann (Christian Berkel, re.) verdankt. Bildrechte: MDR/Degeto/Toni Muhr
MDR FERNSEHEN Do, 20.12.2018 23:10 00:50

Der Mann mit dem Fagott

Der Mann mit dem Fagott

Zweiteiliger Spielfilm Deutschland/Österreich 2011

Folge 1 von 2

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Alfons (Helmut Rossmann) und seine Freundin Micki (Claudia Mögenburg)
Alfons (Helmut Rossmann) und seine Freundin Micki (Claudia Mögenburg) Bildrechte: MDR/Progress Filmverleih/Josef Borst
MDR FERNSEHEN Do, 25.07.2019 14:55 16:00
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Benny (Morten Grunwald, li.) will wissen, wo sein Kumpane Kjeld (Poul Bundgaard) und dessen Frau Yvonne (Kirsten Walther) die Beute versteckt haben.
Benny (Morten Grunwald, li.) will wissen, wo sein Kumpane Kjeld (Poul Bundgaard) und dessen Frau Yvonne (Kirsten Walther) die Beute versteckt haben. Bildrechte: MDR/Degeto
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